Über die Entscheidung, dass noch dieses Jahr bewaffnete Drohnen angeschafft werden sollen

zur Entscheidung, dass noch dieses Jahr bewaffnete Drohnen angeschafft werden sollten, lässt sich immer noch nichts genaueres herausfinden. Klar und offen wurde aber nun die Entscheidung kommuniziert, selbst mit Frankreich (und Italien) eine eigene Kampfdrohne zu entwickeln. Wie der Bundestag dazu steht, behauptet der Deutschlandfunk (leider nur als audio: http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2015/03/31/dlf_20150331_1822_8044ade5.mp3), sei noch unklar, das Statement Arnolds (SPD) klingt nach Zustimmung, auch der Grüne Lindner kritisiert v.a., dass man nicht auf marktverfügbare Modelle zurückgreift. Eine grundsätzliche Ablehnung bewaffneter Drohnen kommt da jedenfalls nicht zum Ausdruck (hier seine Stellungnahme: http://www.tobias-lindner.de/themen-3000783/friedens-und-sicherheitspolitik/von-der-leyens-europaeische-kampfdrohne-reine-industriepolitik.html). Auch von der Linken Buchholz liegt seit gestern eine Pressemitteilung vor: http://christinebuchholz.de/2015/03/31/aufruestungsministerin-von-der-leyen-macht-auch-vor-killerdrohnen-nicht-halt/.
In der Berichterstattung und den Kommentaren wird das Vorhaben, eine eigene Drohne zu entwickeln, gerne mit dem Scheitern bei einem relativ banalen Sturmgewehr kontrastiert. So auch Remme, ein alles andere als pazifistischer Kommentator des Deutschlandfunk. Sein letzter Absatz lautet:
„Doch wer schon bei Grundausrüstung des Soldaten über Jahre zweifelhaft agiert, der hat alle Skepsis verdient. Die zivilen Chancen der Drohnentechnologie sind zwingend, die Europäer sind schon deshalb gezwungen einzusteigen, natürlich multi-national, doch einfacher wird es dadurch nicht. Und militärisch möge sich niemand täuschen: Drohnen sind verführerisch, solange nur eine Seite über sie verfügt. Auf lange Sicht schaffen sie neue, tödliche Risiken.“

%d Bloggern gefällt das: