Archive for März 20th, 2015

20. März 2015

„Kernschmelze und kein Plan?“ Atomreaktor Wannsee dichtmachen l kommunisten.de

17.03.2015: Keine andere Hauptstadt der Welt leistet sich einen Atomreaktor im Stadtgebiet. Der älteste der Bundesrepublik, der Berliner Experimentierreaktor II (BER II), soll jedoch noch bis 31.12.2019 weiter betrieben werden – unmittelbar nahe einem Zehlendorfer Wohnviertel. Wegen eines erheblichen, lange verschleierten Störfalls im November 2013 war er 15 Monate abgeschaltet, dann aber am 18. Februar 2015 still und heimlich wieder angefahren worden. Obwohl BER II nach heutigen Kriterien nicht mehr betriebsgenehmigungsfähig wäre, wird die Betriebsgenehmigung von 1973 nicht zurückgenommen, stellt Alf Jarosch vom Anti-Atombündnis Berlin und Potsdam fest. Deshalb hatte das Bündnis am 5. März ins Rathaus Zehlendorf zu einer Infoveranstaltung über den Katastrophenschutz eingeladen.

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20. März 2015

Anti-War TV

frei01 Mar. 20

Coop Anti-Kriegs Cafe
Rochstr.3 Berlin
20. März 2015

Todesopfer der Kriege in Afghanistan, Pakistan und dem Irak massiv unterschätzt. Weit über eine Million Toten.

Die Gesamtzahl der Todesopfer der Kriege in Afghanistan, Pakistan und dem Irak wird öffentlich erheblich unterschätzt. Sie liegt bei weit über einer Million Toten. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung, die heute
zeitgleich in Berlin, Washington und Ottawa veröffentlicht wurde. Die deutsche, US-amerikanische und die kanadische Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) stellten die erschreckenden Ergebnisse zwölf Jahre nach Beginn des Irakkrieges vor.

Die Zahl der Opfer des sogenannten „Krieges gegen den Terror“ wurde öffentlich kaum diskutiert. Wenige Zahlen wurden bekannt gegeben und diese schienen erheblich zu niedrig. Da die Todesopfer von offizieller
Seite nicht gezählt wurden, gründete sich in Großbritannien während des Irakkrieges eine zivilgesellschaftliche Initiative namens „Iraq Body Count“ (IBC). Ihrer Homepage zufolge hat der Irakkrieg bis heute etwa 211.000 Menschen das Leben gekostet. IBC addiert die Zahlen von überprüften Mediendaten aus Krankenhäusern und Leichenhäusern, von Nicht-Regierungsorganisationen und offiziellen Daten.

Die tatsächliche Zahl an Todesopfern, die der Krieg kostete, ist jedoch fast 10-mal so hoch: Das belegen mehrere Studien. 2006 veröffentlichte eine Gruppe von WissenschaftlerInnen um den US-Epidemiologen Les Roberts eine mortalitäts-basierte Studie im „Lancet“ (eine weltweit renommierte Medizin-Fachzeitschriften), in der die Zahl der Todesopfer nach damals drei Jahren Krieg im Irak auf etwa 655.000 geschätzt wurde. Die
angesehene britische Umfrageagentur Opinion Research Business (ORB) errechnete 2007 nach einer Befragung der Bevölkerung  sogar über eine Million Tote bis zu diesem Zeitpunkt.

Die drei IPPNW-Sektionen (USA, Deutschland und Kanada) haben zum Jahrestag des Irakkrieges eine Schätzung der Gesamtzahl der Todesopfer an den drei Hauptschauplätzen des Anti-Terror-Krieges unternommen. Unter der Maßgabe, dass die Quellen für diese Zahlen sehr heterogen und die statistischen Intervalle für entsprechende Studien sehr breit sind, summieren sich die etwa eine Million Toten aus 10 Jahren Irakkrieg sowie über 220.000 Opfer aus Afghanistan und circa 80.000 aus Pakistan auf insgesamt etwa 1,3 Millionen Todesopfer. Dieses erschreckende Ausmaß muss dringend öffentlich wahrgenommen und diskutiert werden.

Dr. Hans-Cristof von Sponeck, ehemaliger UN-Koordinator für humanitäre Fragen im Irak (1998-2000), nennt die Untersuchung im Vorwort „ein mächtiges Aide-Mémoire für die rechtliche und moralische Verantwortung, Täter zur Rechenschaft zu ziehen.“ Für die US-amerikanischen IPPNW-Sektion unterstreicht die Untersuchung das Ausmaß menschlicher Zerstörung, die weltweit Hass anfeuere, in einer Zeit, in der die US-Regierung neue und erweiterte Militäroperationen im Irak und in Syrien erwäge. Außerdem liefere „Body Count“ den Kontext, um den Aufstieg brutaler Kräfte, wie den des IS zu verstehen, die als Folge der US-Politik weiter gedeihen würden.

Body Count: Casualty Figures After 10 Years of the »War on Terror« –
Iraq, Afghanistan, Pakistan, March 2015,
http://www.ippnw.de/commonFiles/pdfs/Frieden/Body_Count_first_international_edition_2015_final.pdf

Kontakt: Angelika Wilmen, Pressesprecherin der IPPNW, Tel. 030-69 80 74-15,
Dr. Helmut Lohrer Dr. Helmut Lohrer (International Councillor), Deutsche
Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges
(IPPNW), Körtestr. 10, 10967 Berlin, Email: wilmen@ippnw.de, www.ippnw.de

20. März 2015

From Rio de Janeiro to Quebec City: 5th International Uranium Film Festival starts April 15 in Canada

quebec1

http://uraniumfilmfestival.org

20. März 2015

Klartext: Warum Snowden kein Asyl bekommt

Die US-Regierung hat Deutschland gedroht, wenn Edward Snowden hier Asyl bekäme oder ihm auch nur die Einreise ermöglicht würde, dann bekäme Deutschland keine Warnungen mehr vor TERRORanschlägen.

Glenn Greenwald war live dabei und berichtet hier:

„German Vice Chancellor Sigmar Gabriel (above) said this week in Homburg that the U.S. government threatened to cease sharing intelligence with Germany if Berlin offered asylum to NSA whistleblower Edward Snowden or otherwise arranged for him to travel to that country. “They told us they would stop notifying us of plots and other intelligence matters,” Gabriel said. […]

https://firstlook.org/theintercept/2015/03/19/us-threatened-germany-snowden-vice-chancellor-says/

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