Fall Assange: Gibt Schweden nach? – dp-news

via dp-news

die Briten, die engsten „Verbündeten“ der USA?

„- note that the US case continues and that the UK has previously stated that it will arrest #Assange anyway, even if Sweden were to withdraw“
https://twitter.com/wikileaks/status/576311308863287298

> Julian Assange, Gründer und Gesicht von Wikileaks, sitzt seit über 2 Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London fest, weil Ecuador ihm zwar politisches Asyl gewährt, aber Großbritannien seine Ausreise verweigert. Die Botschaft ist rund um die Uhr von britischen Polizisten umstellt, was bisher bereits fast 10 Millionen Pfund an öffentlichen Kosten verursacht hat. Assange ist nicht angeklagt; er soll lediglich wegen einer behaupteten Vergewaltigung befragt werden. Assange hatte stets angeboten, sich den Fragen der Ermittler in seinem Asyl in der Botschaft zu stellen, was von Schweden allerdings immer abgelehnt wurde. Assange befürchtet, der Fall ist ein Vorwand, damit er aus politischen Gründen an die USA ausgeliefert werden kann, sobald er nach Schweden käme (oder die Botschaft verließe). Dafür gibt es Präzedenzfälle; außerdem hat ein Geheimgericht(!) („Grand Jury“) in den USA wohl bereits eine versiegelte(!) Anklageschrift gegen Wikileaks bzw. Assange bereitliegen, in der es auch um den Vorwurf angeblicher Spionage gehen soll.
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> In einer recht peinlichen Kehrtwende hat nun im Rahmen eines laufenden Beschwerdeverfahrens die schwedische Staatsanwaltschaft plötzlich angeboten, Assange nun doch in London zu befragen.
> http://rt.com/news/240357-assange-prosecutor-question-london/
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> Wikileaks bestätigt das gerade:
> https://twitter.com/wikileaks/status/576309564913672193
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> Nach insgesamt fast 5 Jahren Freiheitsentzug ohne Anklage für Assange (inkl. Hausarrest gerechnet), immensen Kosten und diplomatischen Verwerfungen (inkl. der Beinahe-Stürmung der Botschaft, also des souveränen Territoriums eines fremden Staates, durch die Londoner Polizei) ist das eine absurde Entwicklung. Der Versuch, an Wikileaks ein Exempel zu statuieren, dürfte damit endgültig gescheitert sein. Eine Verschwendung von Finanzen, Ressourcen, Reputation und Lebenszeit (v.a. der von Assange). Und ein deutliches Zeichen für die Korruptheit, Irrationalität und Dreistigkeit der Politik einiger europäischer Regierungen, die ganz offensichtlich auch unter dem Druck von jenseits des Atlantiks handeln (müssen). Eine erbärmliche Situation — und letztlich ein Etappensieg für Assange und Wikileaks.
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> https://wikileaks.org/
> https://www.twitter.com/wikileaks
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> (PS: Am 16. März werden es 1000 Tage sein, die Assange in der winzigen Botschaft festsitzt. In London ist eine Mahnwache geplant.)