Präsident Maduro präsentiert weitere Details des gescheiterten Staatsstreichs in Venezuela – “Made in USA”

Venezuelas Präsident Nicolas Maduro enthüllte jetzt in seiner wöchentlichen Fernsehsendung neue Beweise über den Mitte Februar aufgedeckten Putschversuch gegen seine Regierung.

Präsident Maduro präsentierte eine Audioaufnahme von einem Gespräch zwischen Carlos Manuel Osuna Saraco in New York und einem an dem Putschversuch Beteiligten in Venezuela in dem die Erklärung besprochen wird, welche die Rebellen während des Putsches im Fernsehen und Radio verlesen sollten.

Der venezolanische Präsident erklärte, dass es außer dem Anruf von Osuna aus New York einen zweiten Anruf aus Miami gab. Maduro sagte: „Die ganze Aktion trägt ein Label und das heißt „Made in USA.“ Und er fügte hinzu, dass auch ein Mitglied der US-Botschaft in Venezuela sich mit Oppositionsführern getroffen habe, um ihnen Dokumente für die Vorbereitungsphase des geplanten Staatsstreiches zu übergeben.

Dann forderte der venezolanische Staatschef den US-Präsidenten Barack Obama auf, Versuche seiner Regierung, ihn zu stürzen endlich aufzugeben.

„Sie Mr. Obama müssen sich entscheiden, …, ob sie genauso wie George W. Bush in die Geschichte eingehen wollen, als jemand der bei dem Versuch, Präsident Chavez zu stürzen gescheitert ist“.

Er verwies auch auf die jüngsten Erklärungen der US-Regierung, in der diese jede Beteiligung am Putschversuch dementiert hatte und den inzwischen inhaftierten Antonio Ledezma weiter unterstützte. Ledezma ist seit 2008 Bürgermeister der Hauptstadt Venezuelas, Caracas und gilt als einer der führenden Oppositionspolitiker gegen den seit 2013 regierenden Staatspräsidenten Nicolás Maduro.

„Alle Ihre Erklärungen sind in Unterstützung der Putschisten und werden den Wahnsinn dieser gewalttätigen Menschen weiterhin bestärken.“

Weiterhin sagte Maduro, dass die Enthüllungen gezeigt hätten, dass der Oppositionspolitiker Ledezma in ständiger telefonischer Abstimmung mit der oben erwähnten Osuna in New York kommuniziert habe.

„Es gibt Minderheiten, die von Hass getragen sind … Minderheiten mit großer wirtschaftlicher Macht, die von den USA unterstützt werden,“ sagte er.

Nach Angaben der Regierung in Caracas, die zuvor veröffentlicht worden waren, hatten die Verschwörer einen Vier-Stufen-Plan, um den Präsidenten zu stürzen, beginnend mit einem Wirtschaftskrieg und einem militärischen Aufstand als letzte Stufe.

Darüber hinaus sagte Präsident Maduro, dass Angaben der inhaftierten Offiziere hätten noch nicht bestätigte Erkenntnisse ergeben hätte, nach denen CNN und Televen zwei der Medienplattformen gewesen wären, auf denen die Botschaft der Putschisten verbreitet worden wären.

Maduro zeigte auch eine Kopie des „100-Tage-Plans für die Transition“, die von den Putschisten und der Opposition zusammengestellt worden war und in der Maßnahmen, die von der Regierungsjunta umgesetzt werden worden wären ausgeführt werden. Der Plan wäre unmittelbar nach dem Staatsstreich wirksam geworden. Neuwahlen und die Privatisierung aller öffentlichen Dienstleistungen waren Teil davon.

Die Übergangsregierung hätte alle Beamten aufgefordert, sich innerhalb einer Frist von 180 Tagen der Polizei zu stellen. Auch alle kubanischen Unterstützer der Regierung, hätten sich unbewaffnet bei ihrer örtlichen Polizeidienststelle zu stellen gehabt.

Der Plan beinhaltete auch die Funktion des Internationalen Währungsfonds, IWF, der Weltbank und der Interamerikanischen Entwicklungsbank, um in die venezolanische Wirtschaft einzugreifen.

Präsident Maduro kündigte für die kommenden Wochen weitere Enthüllungen an, und sagte, er werde diese Beweise auf dem Gipfel der amerikanischen Staaten präsentieren. Der Gipfel findet im April in Panama statt.

Maduro erklärte weiterhin, dass seine Regierung bisher nur einen kleinen Teil der Informationen, die ermittelt wurden bekannt gegeben habe. Der venezolanische Präsident forderte die Oppositionsführer auf, dem bewaffneten Kampf abzusagen und die Verfassung Venezuelas zu respektieren.

http://www.telesurtv.net/english/news/Maduro-Outlines-More-Evidence-of-Coup-Plot-Planned-in-New-York-20150303-0033.html