US-Botschaftspersonal in Venezuela muss drastisch reduziert werden

Die venezolanische Regierung hat am Montag die Botschaft der Vereinigten Staaten in Caracas aufgefordert, ihr diplomatisches Personal innerhalb von 15 Tagen von etwa 100 auf 17 Personen zu reduzieren.

Damit soll ein Gleichstand mit dem Personalstand der venezolanischen Botschaft in Washington erreicht werden.

Außenministerin Delcy Rodríguez gab nach einer dreistündigen Sitzung mit ranghohen US-Diplomaten in Caracas vor Reportern bekannt, dass es in der Verantwortung der US-Regierung liege, die 17 Diplomaten zu wählen. „Nach 15 Tagen sollen wir über deren Namen informiert werden“, fügte sie hinzu. Weiter teilte sie mit, dass in den kommenden Stunden Einzelheiten über die angekündigte Visapflicht für US-Bürger besprochen werden.

Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro kündigte vor kurzem die Einführung einer Visumpflicht für alle US-Bürger an. Diese Maßnahme diene dem Schutz seines Landes und verhindere die Einmischung in die internen Angelegenheiten, sagte Maduro am Samstag.  Er verhängte auch ein Einreiseverbot für den früheren US-Präsidenten George W. Bush und andere prominente US-Politiker. Auch Ex-Vizepräsident Dick Cheney, der ehemalige CIA-Chef George Tenet und mehrere Kongressmitglieder stehen auf der Liste. Damit antworte Caracas auf ein Einreiseverbot der USA für venezolanische Regierungsmitglieder.