Archive for März 2nd, 2015

2. März 2015

Yaşar Kemal, aus seinem “Friedensmanifest” (2007)

Jetzt werden Sie fragen, ob sich alles Schlechte auf falsche Kriege schieben lässt. Natürlich mache ich nicht nur den Krieg für alles verantwortlich, was die Menschen unglücklich macht. Aber das meiste Unglück resultiert aus dem Krieg… Kriege sind ein Todesbefehl für die Menschen. Kriege sind der Tod für die Erde, auf der wir leben, für die Natur. […]

Bis zum Imperialismus haben die Kulturen sich gegenseitig genährt, ebenso die Zivilisationen. Es gibt keine Kultur und keine Zivilisation auf dieser Welt, die sich allein entwickelt hat.
Eine Reihe von Personen, die sich selbst zu den Wissenschaftlern und Intellektuellen dieses Landes zählen, zerreißt sich förmlich, um zu beweisen, dass eine Multikultur nicht möglich ist […]
Der Imperialismus hat von der Renaissance als Erbe zwei Begriffe übernommen: „Primitive und überlegene Menschen“. Und die Imperialisten haben sich selbst als berechtigt gesehen, den primitiven Menschen Kultur und Zivilisation zu bringen. […]

Wenn sich die Menschen eines Landes dafür entscheiden, menschenwürdig zu leben, wenn sie das Glück und die Schönheit wählen, dann geht das zunächst über die universellen Menschenrechte und dann über die universelle, grenzenlose Gedankenfreiheit. Die Menschen der Länder, die sich dagegen stellen, werden im 21. Jahrhundert als Menschen leben, die ihre Würde verloren haben und nicht in das Gesicht der Menschheit schauen können.


Yaşar Kemal, geboren am 6. Oktober 1923 und verstorben am 28. Februar 2015 war einer der bedeutendsten zeitgenössischen Romanciers der Türkei. Er war kurdischer Abstammung.

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2. März 2015

Erneuten Putschversuch in Venezuela verurteilen! Hommage an Hugo Rafael Chávez Frías

2. März 2015

Aufruf – BERLINER OSTERMARSCH – Karsamstag, 4. April 2015

„Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen.
Nur Blut soll immer wieder mit Blut abgewaschen werden.“
Bertha von Suttner, Friedennobelpreis 1905
Die Waffen nieder!


70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erinnern wir an das Vermächtnis der Kriegsgeneration:

Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!


Die westlichen „Kriege gegen den Terror“ und die durch die neoliberale Globalisierung zunehmende Spaltung der Länder und Gesellschaften in arm und reich führen zu neuem Hass und der Ausbreitung von Gewalt.
Militärinterventionen, Waffenexport und militärische „Ausbildungshilfe“ fördern diese Eskalation.
Wir lehnen eine „neue deutsche Verantwortung“ in Form weltweiter Militäreinsätze ab, wie sie Gauck, Steinmeier und von der Leyen fordern.
Wir sorgen uns um den Frieden!
Durch die Wiederbelebung alter Feindbilder wie im Ukraine-Konflikt ist er nun in Europa in Gefahr. Nur ein Funke trennt einen kalten von einem heißen Krieg zwischen Ost und West. Dieser kann weltweit zu einem
Atomkrieg führen. Darum muss sich die Bundesregierung für einen Waffenstillstand, für direkte Verhandlungen zwischen den ukrainischen Konfliktparteien, für die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland und ein Verbot von Waffenlieferungen in die Ukraine einsetzen.


Wir brauchen dringend eine Politik der Deeskalation und Entspannung, der zivilen Konfliktlösung und Gleichberechtigung in den internationalen Beziehungen, wie es das Völkerrecht vorsieht.


Deshalb fordern wir:
· Stopp der ideologischen Kriegsvorbereitung durch Politik und Medien
· Stopp der Militarisierung von Bildungswesen und Hochschulforschung
· Keine Duldung von Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und Rassismus
· Großzügige Aufnahme von Flüchtlingen
· Stopp neuer Rüstungsprojekte wie z.B. Kampfdrohnen und   Raketenabwehrsysteme
· Kein Einsatz US-amerikanischer Kampfdrohnen bei gezielten Tötungen vom Boden Deutschlands aus
· Stopp der Rüstungsexporte – Rüstungskonversion zugunsten ziviler Produkte
· Stopp aller Auslandseinsätze der Bundeswehr
· Abrüstung von Bundeswehr und NATO bis zu ihrer Auflösung
· Abzug der Atomwaffen aus Deutschland und Verschrottung aller Atomwaffen


Nur wenn wir uns in allen gesellschaftlichen Bereichen aktiv für diese Forderungen einsetzen, können Parteien und Regierung zu einem Kurswechsel gezwungen werden, ehe es zu spät ist.
Kommt zum Ostermarsch 2015!

http://www.frikoberlin.de/

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