Botschafter der Bundeswehr
BERLIN (Eigener Bericht) – Die Bundeswehr fordert von ihren Soldaten
die propagandistische Einflussnahme auf Diskussionen innerhalb
sozialer Internetnetzwerke wie Facebook oder Twitter. Jeder
Armeeangehörige, der die genannten Web 2.0-Plattformen nutze, müsse
sich als „Kommunikationsmanager“ im Sinne der deutschen Streitkräfte
betätigen, heißt es. Das erklärte Ziel besteht dabei darin, für das
Militär relevante „Themenfelder“ frühzeitig zu identifizieren und
systematisch mit eigenen Inhalten zu besetzen. Um eine entsprechende
„stringente Informations- und Kommunikationsstrategie“ zu entwickeln,
greift die Bundeswehr verstärkt auf die Expertise professioneller
Journalisten und PR-Berater zurück. Diese empfehlen unter anderem,
Propagandabotschaften zu lancieren, die mit den individuellen
Vorlieben der Nutzer sogenannter Social-Media-Dienste übereinstimmen,
um so in deren persönliches Informationsverhalten „einzudringen“.