In den USA sind zur Zeit 2,4 Millionen Menschen in „1.719 Staatsgefängnissen, 102 Bundesgefängnissen, 2.259 Jugendstrafanstalten, 3.283 lokalen Gefängnissen wegesperrt. Ein Grossteil wegen Drogendelikten und anderen nicht gewalttätigen Delikten.
Die USA haben somit die höchste Inhaftierungsrate der Welt und 25 Prozent aller Gefangenen weltweit – befinden sich in US-Haftanstalten (Weltbevölkerungsanteil der USA: fünf Prozent). Die überwiegende Mehrheit der Gefangenen in den USA ist afroamerikanischer und lateinamerikanischer Herkunft, obwohl sie nur 20 Prozent der Bevölkerung ausmachen. Die Gefängnispopulation ist seit 1970 um 700% angewachsen.
Viele arbeiten für ein paar cents in den Gefängnisfabriken. 3.088 zur Todesstrafe verurteilte Personen warten auf die Hinrichtung. Seit 1930 wurden in den USA 4.863 Personen hingerichtet.
Im Jahr 2010 haben private Gefängnisse in den USA etwa 3 Milliarden Dollar verdient und die größten Betreiber spenden Millionen Dollar an Lobbys und für Wahlkämpfe. 2010 erhielt die Corrections Corporation of America (CCA), das landesweit größte private Gefängnisunternehmen, 74 Millionen Dollar an Steuergeldern bzw. 200 Dollar für jeden der 2000 Insassen pro Tag in ihrer größten Anlage in Lumpkin, Georgia. Telefonieren dürfen die Häftlinge dort für 5 Dollar pro Minute, bei einem Arbeitslohn von 1 Dollar pro Tag. Massive Gewinne durch die staatlichen Subventionen. Viele US-Firmen nutzen diese Einrichtungen, etwa große Namen wie IBM, Boeing, Motorola, Microsoft, AT & T, Wireless, Texas Instruments, Dell, Compaq, Honeywell, Hewlett-Packard, Nortel, Lucent Technologies, 3Com, Intel, Northern Telecom, TWA, Nordstrom, Revlon, Macys, Pierre Cardin, Target Stores, und viele mehr. Auf den Produkten steht: “Made in USA”.
