Medien und Charlie Hebdo: Potemkinsche Dörfer in Paris

quer durch alle Medien wurde berichtet, wie volksnah sich diverse Staatschefs (inkl. Merkel) in Paris an die Spitze des großen Trauerzuges gesetzt hätten — was ja aufgrund deren Unbeliebtheit und Paranoia ohnehin nicht sehr glaubwürdig war. Dann tauchen schließlich ein paar Originalfotos aus der „gesicherten Nebenstraße“ auf, wo die Bilder der angeblichen „Spitze des Demonstrationszuges“ inszeniert worden waren. Klischees à la Nordkorea drängen sich förmlich auf:

https://twitter.com/ianbremmer/status/554752108545970178
https://pbs.twimg.com/media/B7GnzaFIcAAh9ca.jpg

Auf RT(Deutsch) gibt es einen kleinen Zusammenschnitt aus TV-Nachrichtenbeiträgen, der zeigt, wie die verschiedenen Aufnahmen nahtlos aneinandergefügt wurden und suggestiv (oder schlicht als Lüge) ihre Wirkung entfalten konnten. Es werden auch die Reaktionen einiger Chefredakteure deutscher Medien nach Bekanntwerden der Bildmanipulationen zitiert, was ziemlich aufschlußreich ist:

https://www.youtube.com/watch?v=uQ87r-XJhbE#t=930
(ab ca. 15m30s)

Man könnte das alles unter kurios, bizarr oder blamabel verbuchen, wenn es sich um einen Einzelfall handeln würde. Das tut es aber nicht, sondern es gibt recht eindeutige Muster dabei — s. den MH17-Teddybär[1], „Massenproteste“ im Donbass[2] oder „Putin einsam und verlassen am Tisch“[3] beim G20, um nur einige aktuelle Beispiele zu nennen. Immer vorn mit dabei übrigens die GEZ-Medien…

[1] https://propagandaschau.wordpress.com/2014/07/22/wdr-gorillas-und-teddybaren/
[2] https://freierblick.wordpress.com/2014/07/23/ukraine-und-mh17-manipulation-der-medien/
[3] http://www.stefan-niggemeier.de/blog/19865/super-symbolbilder-putin-einsam-und-verlassen/