Russische Luftfahrtbehörde: MH17-Bild mit Kampfjet muss auf Echtheit überprüft werden

[RIA Novosti]  Die russische Luftfahrtbehörde Rosaviazija hält es für nötig, das in Medien veröffentliche Satellitenbild, das eine Kampfjet-Attacke auf die malaysische Verkehrsmaschine mit der Flugnummer MH17 über der Ost-Ukraine zeigen soll, auf seine Echtheit hin zu überprüfen.

Er habe diese Aufnahme gesehen, möchte sie aber vorerst nicht kommentieren, sagte Rosaviazija-Vizechef Oleg Stortschewoj am Freitag. „Das Bild muss zusätzlich analysiert werden. Erst danach können Schlüsse über seine Echtheit oder Unechtheit gezogen werden.“ „Zu der Katastrophe gibt es sehr viele Recherchen, sowohl auf der Experten- als auch auf der Journalistenebene. Viele von ihnen haben jedoch nichts gemein mit der Realität“, sagte Stortschewoj weiter. Er rief auf, alle Angaben zu der Katastrophe direkt an die Ermittlungskommission zu richten.

Das malaysische Passagierflugzeug war am 17. Juli im umkämpften ostukrainischen Gebiet Donezk abgestürzt. Alle 298 Insassen der Verkehrsmaschine, die von Amsterdam nach Malaysia unterwegs war, kamen ums Leben. In der Region lieferten sich die ukrainische Armee und bewaffnete Regierungsgegner heftige Gefechte. Die Regierung in Kiew und die Milizen warfen sich gegenseitig vor, den Jet abgeschossen zu haben.

Weil die meisten Opfer Niederländer waren, übernahmen die Niederlande die Leitung der Ermittlungen. Am 9. September veröffentlichten die Ermittler einen Zwischenbericht zu der Katastrophe. Darin hieß es, dass die Passagiermaschine der Malaysia Airlines „von einer Vielzahl hochenergetischer Objekte“ getroffen worden und in der Luft auseinandergebrochen sei. Der endgültige Bericht soll binnen eines Jahres nach dem Flugzeugabsturz veröffentlicht werden.