Mythos 9. November – Der deutsche 9/11 – Ralph T. Niemeyer (Zeitzeuge und Journalist)

Antikrieg TV ll   Mythos 9. November: Ein Datum – 4 historische Bezüge
Krieg und Faschismus gestern und heute
Überlagert die Maueröffnung die jüngere deutsche Geschichte?

Coop Antikriegscafe Berlin
am 9. November 2014

Der 9. November wird von den politisch-medialen Eliten Deutschlands immer wieder und 2014 ganz besonders zum 25. Jubiläum des Mauerfalls als herausragendes Datum der deutschen Geschichte in Bezug auf das Ende des Kalten Krieges und den Beginn der Wiedervereinigung Deutschlands gefeiert.

Vergessen wird dabei immer gerne, dass der 9. November 1989 auch ein Datum ist, welches für den Beginn eines neuen deutschen Selbstverständnisses bezüglich verfassungswidriger Kriegsbeteiligungen erstmals nach 1945 und dem Erstarken eines neuen deutschen Nationalsozialismus steht, der bis heute nachwirkt und aktueller denn je ist. Damit steht auch der Mauerfall historisch in Bezug zum 9. November 1918 (Novemberrevolution), 1923 (Hitler-Ludendorff-Putsch) und 1938 (Reichspogromnacht) als schicksalsträchtiges Datum der deutschen Geschichte im Zusammenhang mit dem sich gegenseitig bedingendem Faschismus und Krieg.

Zudem bekommt dieses Datum gerade auch 2014 im Hinblick auf das 100jährige Gedenken an den Ausbruch des ersten Weltkriegs und dem gleichzeitigen Entstehen des deutschen Faschismus eine weitere historische Dimension.
Und dabei wird auch gerne verschwiegen, wie es dazu kam, daß der Mauerfall ausgerechnet am 9. November stattfand und nicht wie vorgesehen – aus historischem Bewusstsein heraus – am darauffolgendem Tag.

Ralph T. Niemeyer berichtet als damals hautnah beteiligter Journalist, der Egon Krenz, Michail Gorbatschow und Helmut Kohl interviewt und auch bei der Schabowski-Pressekonferenz eine Frage gestellt hat. Er stellt einiges Erhellendes anhand von Film- und Fotodokumenten dar, was so nicht der Mainstream-Medien zu entnehmen ist.

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