In der venezolanischen Hauptstadt Caracas ist ein Gebäude der Kommunistischen Partei (PCV) von unbekannten Tätern mit Brandsätzen attackiert und weitgehend zerstört worden. Die Angreifer nahmen dabei offenkundig den Tod mehrerer junger Menschen in Kauf, die sich zum Zeitpunkt des Anschlags in dem Haus im Stadtviertel Paraíso aufgehalten hatten. Zum Glück wurde niemand getötet, jedoch mussten mehrere Jugendliche ärztlich versorgt werden. Der internationale Sekretär der Kommunistischen Partei Venezuelas, Carolus Wimmer, verglich das Attentat über Twitter mit dem Angriff ukrainischer Faschisten auf das Gewerkschaftshaus in Odessa am 2. Mai. Die von der Parteizeitung »Tribuna Popular« veröffentlichten Fotos aus dem Parteigebäude legen eine solche Parallele tatsächlich nahe, auch wenn in diesem Fall zum Glück keine Menschen getötet wurden.
Wir dokumentieren nachstehend in eigener Übersetzung die offizielle Erklärung der PCV:
VERBRECHERISCHER TERRORANSCHLAG GEGEN DIE PCV
Das Politbüro des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Venezuelas (PCV) klagt öffentlich an, dass an diesem Dienstagmorgen, 21. Oktober 2014, ein verbrecherischer Terroranschlag auf ein Gebäude der PCV im Sektor Artigas, Viertel Paraíso, in Caracas verübt wurde, in dem sich der nationale Sitz der Kommunistischen Jugend Venezuelas (JCV) befindet.
Das Attentat ereignete sich am Morgen um 2.30 Uhr mit der Explosion von Brandsätzen an der Fassade und im Inneren des Büros, wodurch das Leben einer Brigade von Führungsmitgliedern und Aktivisten der JCV in Gefahr gebracht wurde, die sich nach Beendigung von Aufgaben im Rahmen einer Propagandaoffensive an dem Ort aufgehalten hatten.
Die Brigade der JCV reagierte angemessen und standfest auf den Angriff. Es gelang ihr, den Brand einzudämmen und den Raum zu halten, bis die Feuerwehr des Hauptstadtdistrikts und Einheiten der Nationalen Bolivarischen Polizei eintrafen.
Das Politbüro der PCV teilt mit, dass alle Genossinnen und Genossen der Brigade der JCV die notwendige medizinische Behandlung erhalten haben und sich außer Gefahr befinden.
Im Laufe des Morgens fand eine gemeinsame Sitzung des Politbüros der PCV und der Nationalen Exekutivkommission der JCV statt, bei der die Tat analysiert wurde. Diese bestätigt die wiederholten Hinweise der kommunistischen Führung auf die Entwicklung eines Plans durch die reaktionärsten Teile der Rechten, der die Kräfte der revolutionären Volksbewegung einschüchtern, demoralisieren und schlagen soll.
Das Politbüro der PCV fordert von den zuständigen Behörden größtmögliche Schnelligkeit bei den Ermittlungen sowie die Aufklärung dieses Vorgangs und die Identifizierung und Bestrafung der materiellen und intellektuellen Verantwortlichen.
Das Politbüro richtet einen Warnruf an die Organe der PCV und der JCV sowie an die revolutionären Aktivistinnen und Aktivisten, entschlossen für die Verteidigung und Vertiefung des Veränderungsprozesses zu kämpfen Stärken wir unsere revolutionäre Wachsamkeit, die Überzeugung von der Gerechtigkeit des von uns betriebenen Kampfes und unsere Fähigkeit zur Organisation, Mobilisierung und effektiven Beantwortung angesichts der Attentate und Provokationen der pro-imperialistischen Rechten.
Politbüro des Zentralkomitees
KOMMUNISTISCHE PARTEI VENEZUELAS – PCV
Caracas, 21. Oktober 2014
Quelle: Tribuna Popular / Übersetzung: RedGlobe
