Bericht
Öffentliches Forum zu MH-17 am 16. September 2014 (Tagungszentrum Franz-Mehring-Platz 1)
298 Menschen getötet – für „Menschenrechte“ und „Neuordnung der Welt“?
Im Sinne von Immanuel Kants Worten „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“ lud die Künstleragentur „ConTakt“ vor etwa einem Monat zu einer bemerkenswerten Veranstaltung ein.
Mit ihr wurde das dringende Bedürfnis aufgegriffen, die Stimme für eine vernünftige Politik der Friedenssicherung zu erheben und Desinformation, Lügen und Drohungen, wie sie aktuell zu den Vorgängen in der Ukraine verbreitet werden, entschieden zurückzuweisen – also Anliegen, die es im Sinne eines kulturvollen Zusammenlebens der Menschheit zu
verteidigen gilt. Mit klaren und originellen Worten eröffnete Johannes Schäfer im Namen der Organisatoren die Veranstaltung.
Etwa 130 Teilnehmer wurden erreicht und folgten gespannt den Ausführungen von Flugkapitän a.D. Peter Haisenko, Oberst a.D. Bernd Biedermann, Dr. Walter Rösler, Wolfgang Grabowski und Wilfried Handwerk.
Der Absturz des Fluges MH-17 (malaysische Boeing 777) am 17.7.2014 führte sofort zueiner unglaublichen antirussischen Hetze in den Mainstream-Medien, die nach dem vom niederländischen Sicherheitsrat OVV am 9.9. 2014 veröffentlichten Zwischenbericht ungebrochen fortgesetzt wurde.
Für diese Schuldzuweisungen gibt es keinerlei Beweise, denn die anwesenden Experten waren sich einig, dass der „Zwischenbericht das Papier nicht wert ist, auf dem er gedruckt worden ist“ und weiter: „da wird nicht gelogen, da steht nämlich gar nichts drin“, wie Peter Haisenko feststellte, siehe http://german.ruvr.ru/2014_09_17/Experten-zum-Fall-MH17-5175/
Dennoch behaupteten Spiegel, Zeit und Tagesschau, der Bericht würde ihre über Wochen verbreitete unglaubhafte Version stützen (ausführlich s.http://propagandaschau.wordpress.com/2014/09/09/mh17-untersuchungsbericht-abschuss-
durch-bordkanonen/ , Propagandaschau vom 09.09.2014.
Bernd Biedermann äußerte wie Peter Haisenko starke Zweifel an der These vom Abschuss des Flugzeuges mittels BUK-Rakete durch die sog. Aufständischen. Anhand seines Fachwissens und der langjährigen militärtechnischen Erfahrungen konnte er plausible Gründe benennen, die der offiziellen Darstellung des MH-17-Abschusses widersprechen
(a.a.O. „Experten zum Fall MH17“).
Die „Pannen“ und Ungenauigkeiten der Faktendarstellung in den Konzernmedien zwischen dem Absturztag 17. Juli und heute sind offenbar ebenso politisch gewollt wie die Substanzlosigkeit des Zwischenberichtes.
Die zu Tage tretenden offenen Fragen, denen nicht ausgewichen werden kann, werden wir aber immer wieder stellen müssen.
Solche Fragen sind z.B. die Nichtauswertung des Flugschreibers für den Zwischenbericht, die Falschdarstellungen zur Ausrüstung der Streitkräfte der „Volksrepublik Donezk“, die fehlende Einbeziehung der Radaraufzeichnungen der Streitkräfte der Russischen Föderation, die Nichtbefragung der Bürger des Absturzgebietes, die Verhinderung der OSZE-Untersuchungen, die Nichtuntersuchung bzw. das Verschwinden von Trümmern und Fragmenten des abgestürzten Flugzeuges und grundsätzlich die Nichtzulassung von unabhängigen Experten.
Wir müssen davon ausgehen, dass eine vollständige und objektive Untersuchung unter Teilnahme renommierter internationaler Organisationen nur durch öffentlichen Druck zustande kommen wird. Das setzt Aufklärung vieler Menschen und nachdrückliche Forderung nach Offenlegung und Wahrheit voraus – so wie wir es auf dem Forum am 16. September erlebt haben. Herzlichen Dank an die Initiatoren!
Dank auch an Heinz Eckel, der fotografierte und Heiner Bücker sowie Pascal für die Erstellung des Videos.
(Uta Mader, 20.10.2014)
Weitere Berichte:
Video zum Interview der „Stimme Russlands“ mit Oberst Biedermann zur MH-17-Absturzursache (14.9.14): https://www.youtube.com/watch?v=fZtN1e0Ey4I&list=UUScGo51qF0toXjBk7R79O8g
Video von der Veranstaltung am 16.9.14 zu Ukraine und MH-17-Abschuss (ausschnittsweise dokumentiert)
„Von Lady Macbeth zu MH 17“ (Johannes Supe).
http://archiv.jungewelt.de/2014/09-18/037.php?sstr=Lady%7CMacbeth
Siehe auch http://www.jungewelt.de, print jW 18.9.14, S.4
Weitere Informationen:
Dokumentation. Ein offener Brief an US-Präsident Barack Obama. Exgeheimdienstler bezweifeln die Stichhaltigkeit angeblicher Beweise, die für eine Schuld Rußlands am Absturz der Maschine des Malaysia-Airlines-Flugs-17 sprechen sollen (Rainer Rupp).
http://archiv.jungewelt.de/2014/08-09/033.php?sstr=rainer%7Crupp%7C10september%7C2014 , print jW vom 09.08.2014
„Analyse der Gründe für den Absturz des Fluges MH-17“. Meldung des Verbandes der Ingenieure Russlands vom 15.8.2014 einschließlich Informationen über ein(Geheimhaltungs-) Abkommen zwischen der Ukraine sowie den Niederlanden,Belgien und Australien hinsichtlich der Untersuchungsergebnisse, abgeschlossen am
8. August 2014, siehe „Luftpost“ am 20.9.14
„Kiew will Daten nicht veröffentlichen“, Interview mit Kazuo Kobayashi, Japan
http://german.ruvr.ru/2014_09_02/Nach-Boeing-Absturz-Kiew-will-Daten-nicht-veroffentlichen-8314/ (Auf der Website german.ruvr.ru zahlreiche lesenswerte ausführliche Beiträge).
„Zwischenbericht zum MH-17-Abschuss. Viele offene Fragen“, von Rainer Rupp,
junge Welt http://archiv.jungewelt.de/2014/09-10/061.php
Der Deutsche Presserat spricht Missbilligungen gegenüber Bild online, Stern und Bunte online für Berichterstattungen zu MH-17 aus, die den Opferschutz verletzt haben. Außerdem Der Spiegel für die Titelseite vom 27.7.14: „Stoppt Putin jetzt!“
http://archiv.jungewelt.de/2014/09-10/064.php
Warum die Aufnahmen der Flugsicherung in Kiew nicht freigegeben worden sind.
Interview mit Prof. Andre Liebich am 10.09.2014,
http://german.ruvr.ru/2014_09_10/MH17-Es-besteht-die-Gefahr-dass-der-Absturz-aus-unserem-Gedachtnis-verschwindet-8800/
Klage beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte eingereicht.
Weitere ausführliche TV-Dokumentation in russischer Sprache, einschließlich des
Interviews mit Haisenko, http://russia.tv/brand/show/brand_id/58488
http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_13/LP15314_200914.pdf ,
http://www.luftpost-kl.de, Archiv LP 153/14 – 20.09.14
http://www.jungewelt.de, print jW vom 10.09.2014, S. 8
http://www.jungewelt.de, print vom 10.09.2014, S.8