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Sa, 25.10.2014 Berlin ll 10 Jahre FRONTEX – kein Grund zum Feiern! ll Kundgebung gegen FRONTEX

https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/4566-20141025-10-jahre-frontex-kein-grund-zum-feiern.htm

am Sa, 25.10.2014, von 14-16h
in Berlin auf dem Pariser Platz am Brandenburger Tor

FRONTEX, die Europäische Agentur für die operati­ve Zusammenarbeit an den Außengrenzen der Europäischen Union wurde am 26. Oktober 2004 in Warschau eingerich­tet. Die Aufgaben von FRONTEX sind neben der Ausbildung von Grenz­schützern

FRONTEX koordiniert Einsätze multinatio­naler Einheiten gegen Flüchtlinge und kann dazu Ma­terial (Schiffe der Marine und Küstenwache, Hub­schrauber, Flugzeuge, Waffen etc.) und Per­sonal dieser Einrichtungen anfordern. FRONTEX organisiert Abschiebungen, sogenannte „Rückführungen„. ( de.wikipedia.org/wiki/Frontex )

Damit ist FRONTEX eine supranationale, militäri­sche Ein­satzzentrale zur (militäri­schen) Ab­wehr von Flüchtlingen mit permanenter informationel­ler Unterstützung der NATO-Aufklä­rungssatelliten und der Geheimdienste.

FRONTEX ist eine Teil der „europäischen Sicherheitsarchitektur“. Diese beinhaltet den Aufbau und die Vernetzung europäischer Datenbanken (siehe EuroDAC, Schengen Informationssystem, Visa Waiver) mit einer umfassenden Sammlung und Speicherung von Daten aller Menschen aus möglichst vielen Lebensbereichen (Kommunikationsdaten, biome­trische Daten, Reise- und Bewegungsdaten, Finanzdaten).

“Etwas besseres als den Tod finden wir überall” – das Motto der Bremer Stadtmusikanten gilt auch für viele Flüchtlinge, die in Europa Schutz vor Armut und Verfolgung suchen.

Nach Zählun­gen verschiedener NGOs sind nachweislich über 23.000 Menschen an den europäischen Außengrenzen beim Versuch nach Europa zu gelangen gestorben. Die Dunkelziffer liegt noch viel höher.

Diese Tragödie haben wir in einem „FRONTex-Film“ nachgezeichnet.

Nachdem die Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer nach den Tragödien vor Lampedusa mit über 300 Toten nicht mehr totzuschweigen war, hat die EU die Anweisung gegeben mehr für die Rettung Schiffbrüchiger zu tun. Das wäre sowieso Pflicht jedes FRONTEX-Schiffs gewesen. Daraufhin stieg die Zahl der Flüchtlinge auf über 130.000 im letzten Jahr.

Seit Sommer 2014 gilt deshalb die Regelung „Wir bleiben in unseren Hoheitsgewässern“, d.h. es werden fast keine Seenotrettungen außerhalb der nationalen Gewässer mehr unternommen.

Anstatt endlich eine geregelte Asylpolitik in der EU zu installieren, die das Menschenrecht auf Asyl nicht mit Füßen tritt, macht die EU „aus Kostengründen“ einen Rückzieher. Die 300 Millionen, die die EU neben den jährlichen Kosten für FRONTEX von 90 Mio €, im Frühjahr 2013 für das Projekt „EUROSUR“ locker gemacht hat, sind beim Kauf von „Sicherheitstechnik“ verdampft.

Dies wollen wir fordern bei einer

Kundgebung gegen FRONTEX
am Sa, 25.10.2014,  von 14-16h
in Berlin auf dem Pariser Platz am Brandenburger Tor