Die Linke Fraktionsvize Sahra Wagenknecht: Jetzt als Lösung nach neuen militärischen Interventionen zu rufen, sei »heuchlerisch«. »Ich kann mich an keine US-geführte Militärintervention seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs erinnern, die für das betroffene Land Gutes bewirkt hätte. Es ging in der Regel um Rohstoffe und Absatzmärkte oder um die Verhinderung progressiver Entwicklungen. Es ging nie um Humanität.« Im übrigen, ruft Wagenknecht den Freunden amerikanischer Luftangriffe in ihrer Partei in Erinnerung: »Wenn es allein Terrorgruppen wie der IS wären, die das Völkerrecht mit Füßen treten, wären wir schon weiter. Der größte Völkerrechtsbrecher sitzt jedoch im Weißen Haus.« Der »Islamische Staat« sei nicht zuletzt von westlichen Ländern hochgerüstet worden. Die Türkei unterstütze die Dschihadistenmiliz bis heute, »genau wie die Golfstaaten, die aus Deutschland mit Waffen beliefert werden«. »Die Türkei ist in diesem Konflikt nicht unser Verbündeter, sondern spielt eine zynische Rolle. Zudem versucht Ankara, einen NATO-Bündnisfall herbeizuführen, in dem dann auch Deutschland sich engagieren müsste.«