Mit dem Truppenabzug von der ukrainischen Grenze hat Russlands Präsident Wladimir Putin ein Friedenssignal an Kiew und den Westen gesandt. Damit kommentierte Alexej Puschkow, Außenbeauftragter der Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus), den von Putin verordneten Abzug von Tausenden Soldaten aus dem Grenzgebiet Rostow.
„Putin hat befohlen, die Übungen an der Grenze zur Ukraine zu beenden und 17.000 Soldaten abzuziehen“, so Puschkow via Twitter. „Das ist ein Signal an Kiew und den Westen, dass Russland keinen Krieg will.“ Zuvor hatte Puschkow der Regierung in Kiew vorgeworfen, mit dem Bau der Grenzmauer den Hass gegen Russland schüren zu wollen. „Die große ukrainische Mauer‘ an der Grenze zu Russland ist nichts weiter als ein kleiner Betrug. Der Zweck ist, den Hass gegen Russland zu schüren und Haushaltsgeld zu stehlen.“
Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen haben sich nach dem Februar-Umsturz in der Ukraine dramatisch verschlechtert. Westliche Staaten haben den Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch und die von der Opposition gestellte Regierung anerkannt, jedoch nicht das darauf gefolgte Referendum auf der von Russischsprachigen dominierten Schwarzmeerhalbinsel Krim, die im März eindeutig für eine Wiedervereinigung mit Russland stimmte. Nach dem Beitritt der Krim zu Russland verhängten die USA und die EU in vier Etappen politische und wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland. Russland konterte mit einem Einfuhrverbot für eine ganze Reihe von Lebensmitteln.
