Archive for September 22nd, 2014

22. September 2014

junge Welt ll »Freedom and Democracy« Seit Weltkriegsende ist die CIA in der Ukraine aktiv: von der Unterwanderung der Kulturszene über die Inszenierung einer »orangen Revolution« bis zur heutigen Militärberatung

Von Paul Schreyer

In der Ukraine-Krise liegt der mediale Fokus weiterhin auf dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Was will er, was plant er, was denkt er? So fragen viele Kommentatoren und vermeiden dabei in der Regel einen ähnlich gründlichen Blick in die andere Richtung, gen Westen. Nicht wenige Beobachter waren daher überrascht, diesen selbstkritischen Blick nun in der aktuellen September­ausgabe der altehrwürdigen Zeitschrift Foreign Affairs zu entdecken, bekanntlich herausgegeben vom konservativen New Yorker Eliteklub »Council on Foreign Relations«.

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http://www.jungewelt.de/2014/09-22/001.php

22. September 2014

[ceiberweiber.at] Sind Poroschenkos Tage gezählt?

Eben erteilten die USA dem ukrainischen Präsidenten Poroschenko eine Abführ, als dieser bei einem Besuch um Waffen bettelte. Dass er die Rolle eines Dummies hat, der für Interessen der USA zündeln und Lügen über Putin verbreiten darf, ist klar. Man fragt sich auch, wann seine Tage gezählt sind, zumal man ihn in Washington offensichtlich hat auflaufen lassen.
http://www.ceiberweiber.at/index.php?type=review&area=1&p=articles&id=3148
22. September 2014

Al-Qaeda und ISIS gehen auf das Konto Amerikas ll Global Research, Garikai Chengu

Nicht viel anders als al-Qaeda ist der Islamische Staat (ISIS) großteils in den Vereinigten Staaten von Amerika produziert worden, ein Instrument des Terrors mit der Aufgabe, den erdölreichen Mittleren Osten aufzuspalten und zu erobern, und um den steigenden Einfluss des Iran in der Region zu bekämpfen.

Die Tatsache, dass die Vereinigten Staaten von Amerika eine lange und glühende Geschichte der Unterstützung von terroristischen Gruppen haben, wird nur diejenigen überraschen, die nur die Nachrichtensendungen verfolgen und die Geschichte ignorieren.

Die CIA verbündete sich erstmals mit dem extremistischen Islam in der Ära des Kalten Kriegs. Damals hatte Amerika eine eher simple Sichtweise der Welt: auf der einen Seite die Sowjetunion und der Nationalismus der Dritten Welt, den Amerika als ein sowjetisches Werkzeug betrachtete, auf der anderen Seite die Länder des Westens und der militante politische Islam, den Amerika als Verbündeten im Kampf gegen die Sowjetunion ansah.

Der Direktor der Nationalen Sicherheitsagentur unter Ronald Reagan General William Odom bemerkte vor kurzem: „nach jedem Maßstab haben die Vereinigten Staaten von Amerika lange Terrorismus benutzt. 1978-1979 versuchte der Senat, ein Gesetz gegen internationalen Terrorismus zu verabschieden – zu jeder Version, die sie produzierten, sagten die Rechtsberater, dass die Vereinigten Staaten von Amerika dagegen verstoßen würden.“

Während der 1970er benützte die CIA die Moslembruderschaft in Ägypten als eine Barriere, um die sowjetische Expansion zu durchkreuzen und die Verbreitung von marxistischer Ideologie unter den arabischen Massen zu verhindern. Die Vereinigten Staaten von Amerika unterstützten auch offen den Sarekat-Islam gegen Sukarno in Indonesien, und unterstützten die Jamaat-e-Islami Terrorgruppe gegen Zulfiqar Ali Bhutto in Pakistan. Und nicht zuletzt gibt es al-Qaeda.

Und damit wir´s nicht vergessen, die CIA brachte Osama Bin Laden hervor und päppelte seine Organisation in den 1980ern auf. Der ehemalige britische Außenminister Robin Cook sagte vor dem britischen House of Commons, dass al Qaeda unzweifelhaft ein Produkt westlicher Geheimdienste ist. Herr Cook erklärte, dass al Qaeda, was buchstäblich eine Abkürzung ist von „die Datenbank“ auf Arabisch, ursprünglich die Computer-Datenbank der Tausenden von islamistischen Extremisten war, die von der CIA ausgebildet und von den Saudis finanziert wurden, um die Russen in Afghanistan zu bezwingen.

Amerikas Beziehung mit al Qaeda war immer eine Liebes-Hass-Angelegenheit. Abhängig davon, ob eine besondere al Qaeda-Terroristengruppe in einer Region amerikanische Interessen fördert oder nicht, finanziert das Außenministerium der Vereinigten Staaten von Amerika diese terroristische Gruppe oder bekämpft sie aggressiv. Sogar während die Macher der amerikanischen Außenpolitik behaupten, gegen muslimischen Extremismus zu sein, schüren sie diesen wissentlich als eine Waffe ihrer Außenpolitik.

Der Islamische Staat ist ihre letzte Waffe, die nicht viel anders als al Qaeda sicher nach hinten losgeht. ISIS brachte es vor kurzem zu internationaler Berühmtheit, als seine Henker begannen, amerikanische Journalisten zu enthaupten. Jetzt kontrolliert die Terroristengruppe ein Gebiet von der Größe des Vereinigten Königreichs.

Um zu verstehen, warum der Islamische Staat so schnell gewachsen und gediehen ist, muss man einen Blick auf die von Amerika unterstützten Wurzeln der Organisation werfen. Der amerikanische Einmarsch und die Besetzung des Irak 2003 schufen die Vorbedingungen, damit radikale sunnitische Gruppierungen wie ISIS Wurzeln schlagen konnten. Ziemlich unklug zerstörte Amerika Saddam Husseins säkulare Staatsmaschinerie und ersetzte sie durch eine überwiegend schiitische Administration. Die Okkupation der Vereinigten Staaten von Amerika verursachte ungeheure Arbeitslosigkeit in sunnitischen Gebieten, weil sie die sozialistische Gemeinwirtschaft abdrehte und Betriebe schloss in der naiven Hoffnung, dass die magische Hand des freien Marktes Arbeitsplätze schaffen würde. Unter dem neuen von den Vereinigten Staaten von Amerika getragenen schiitischen Regime verloren sunnitische Arbeiter hunderttausende Arbeitsplätze. Im Gegensatz zu den weißen Afrikaners in Südafrika, die ihren Besitz nach dem Regimewechsel behalten durften, wurden die Sunniten der Oberklasse systematisch ihres Besitzes enteignet und verloren ihren politischen Einfluss. Anstatt religiöse Integration und Einheit zu fördern, verschärfte die amerikanische Politik im Irak die religiösen Unterschiede und schuf einen fruchtbaren Boden für sunnitische Unzufriedenheit, in dem al Qaeda im Irak Wurzeln schlagen konnte.

Der Islamische Staat von Irak und Syrien (ISIS) hatte früher einen anderen Namen: Al Qaeda im Irak. Nach 2010 stellte sich die Gruppe um und richtete ihre Bemühungen auf Syrien.

Im Wesentlichen werden drei Kriege in Syrien geführt: einer zwischen der Regierung und den Rebellen, ein weiterer zwischen dem Iran und Saudiarabien, und noch ein anderer zwischen Amerika und Russland. Es ist dieser dritte, post-Kalte Krieg-Kampf, der bei den Machern der Außenpolitik der Vereinigten Staaten von Amerika dazu führte, dass sie das Risiko der Bewaffnung von islamistischen Rebellen in Syrien eingingen, da der syrische Präsident Bashar al-Assad ein wichtiger Verbündeter Russlands ist. Eher blamabel haben sich viele dieser syrischen Rebellen jetzt als ISIS-Kämpfer herausgestellt, die offen in Amerika hergestellte M16-Sturmgewehre schwingen.

Amerikas Mittelostpolitik dreht sich um Erdöl und Israel. Der Einmarsch in den Irak hat teilweise Washingtons Durst nach Erdöl befriedigt, aber die andauernden Luftangriffe in Syrien und die Sanktionen gegen den Iran haben alles mit Israel zu tun. Das Ziel ist, den benachbarten Feinden Israels, der Hisbollah im Libanon und der palästinensischen Hamas die lebenswichtige syrische und iranische Unterstützung zu entziehen.

ISIS ist nicht nur ein von Amerika benutztes Instrument des Terrors, um die syrische Regierung zu stürzen, ISIS wird auch benützt, um Druck auf den Iran auszuüben.

1738 war das letzte Mal, dass der Iran in ein anderes Land einmarschiert ist. Seit ihrer Unabhängigkeit 1776 waren die Vereinigten Staaten von Amerika in über 35 militärische Invasionen und Expeditionen verwickelt. Wenn auch das Kriegsgeheul der westlichen Medien uns das glauben machen möchte, bildet eindeutig nicht der Iran die Bedrohung für die regionale Sicherheit, sondern Washington. Ein 2012 veröffentlichter Geheimdienstbericht aller 16 Geheimdienste der Vereinigten Staaten von Amerika bestätigt, dass der Iran sein Atomwaffenprogramm 2003 eingestellt hat. Die Wahrheit ist, dass jegliche iranische atomare Ambition, real oder eingebildet, ein Resultat der amerikanischen Feindseligkeit gegenüber dem Iran ist, und nicht umgekehrt.

Amerika benutzt ISIS auf dreierlei Art: um seine Gegner im Mittleren Osten anzugreifen, um für Interventionen des Militärs der Vereinigten Staaten von Amerika im Ausland als Vorwand herzuhalten, und um im eigenen Land eine künstlich erzeugte inländische Bedrohung zu schüren, die benutzt wird, um die beispiellose Expansion der in die Privatsphäre eingreifenden inländischen Überwachung zu rechtfertigen.

Durch die rasch wachsende Geheimniskrämerei und Schnüffeltätigkeit der Regierung baut Herrn Obamas Regierung ihre Macht aus, ihre Bürger zu beobachten, während sie die Möglichkeiten der Bürger vermindert, ihre Regierung zu kontrollieren. Terrorismus ist ein Vorwand zur Rechtfertigung von Massenüberwachung, um sich auf Massenrevolten vorzubereiten.

Der sogenannte „Krieg gegen den Terror” sollte als das gesehen werden, was er wirklich ist: ein Vorwand für die Aufrechterhaltung eines gefährlich überdimensionierten Militärs der Vereinigten Staaten von Amerika. Die zwei mächtigsten Gruppen im außenpolitischen Establishment der Vereinigten Staaten von Amerika sind die Israel-Lobby, die die Mittelostpolitik der Vereinigten Staaten von Amerika bestimmt, und der militärisch-industrielle Komplex, der von den Aktivitäten dieser Gruppe profitiert. Seit George W. Bush im Oktober 2001 den „Krieg gegen den Terror“ ausgerufen hat, hat dieser den amerikanischen Steuerzahler schätzungsweise 6,6 Billionen Dollars und tausende gefallene Söhne und Töchter gekostet, die Kriege haben aber andererseits Washingtons militärischer Elite Milliarden von Dollars eingebracht.

In der Tat haben mehr als 70 amerikanische Unternehmen und Individuen bis zu $27 Milliarden über Verträge für Arbeiten im Nachkriegs-Irak und Afghanistan im Lauf der letzten drei Jahre bekommen, laut einer Untersuchung des Center for Public Integrity. Gemäß dieser Studie hatten nahezu 75% dieser privaten Unternehmen Angestellte oder Vorstandsmitglieder, die entweder in republikanischen oder demokratischen Regierungen, bei Kongressmitgliedern oder in den höchsten Rängen des Militärs gedient oder enge Beziehungen zu diesen hatten.

1997 stellte ein Bericht des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Staaten von Amerika fest: „Die Daten zeigen einen starken Zusammenhang zwischen der Einmischung der Vereinigten Staaten von Amerika im Ausland und einem Anwachsen der terroristischen Angriffe gegen die Vereinigten Staaten von Amerika.“ Die Wahrheit ist, dass der einzige Weg, wie Amerika den „Krieg gegen den Terror“ gewinnen kann, darin besteht, dass es aufhört, den Terroristen die Motivation und die Ressourcen zu geben, Amerika anzugreifen. Terrorismus ist das Symptom, der amerikanische Imperialismus im Mittleren Osten ist das Krebsgeschwür.

Einfach gesagt: der Krieg gegen den Terror ist Terrorismus, nur dass er in einem viel größeren Ausmaß von Leuten mit Kriegsflugzeugen und Raketen betrieben wird.

http://www.antikrieg.com/aktuell/2014_09_20_alqaeda.htm

22. September 2014

antikrieg.com ll NATO gegen ISIS? Eric S. Margolis

Eric S. Margolis

Die NATO hat im Irak zugeschlagen. Oder, genauer gesagt, zwei Rafale Kriegsflugzeuge bombardierten ein Lagerhaus im Nordirak, das angeblich von ISIS benutzt wurde.

Washington bejubelte den französischen Angriff als die erste Welle von NATO-Militäroperationen gegen den neuen Feind vom Dienst, ISIS oder der Islamische Staat. Der französische Präsident Francois Hollande, dessen abgrundtiefe Beliebtheitswerte jetzt unter denen von Robbespierre, dem Henker der Französischen Revolution liegen, war freudig erregt über seine Machismo-Show, auch wenn es die französischen Wähler nicht waren.

Was die Franzosen in Wirklichkeit machten, war natürlich ihr neues Kriegsflugzeug Rafale vorzuführen. Es geht nichts über die Bombardierung von Arabern, um militärisches Gerät zu verkaufen, wie Israel schon seit langem gezeigt hat.

Paris hat verzweifelt versucht, den Rafale, ein sehr leistungsfähiges Flugzeug, an die Golfemirate, Saudiarabien und Indien zu verkaufen. Delhi unterzeichnete 2012 eine Bestellung von 126 Rafales, muss diese aber noch in die Tat umsetzen.

Indien weiß, dass Frankreich verzweifelt versucht, Rafales zu verkaufen, und hat Frankreich mit endlosen bürokratischen und vertraglichen Verzögerungen gequält, während es versucht, den Preis herunterzuhandeln und die Bedingungen für eine Koproduktion zu verbessern.

Zwei Rafales sind kaum als eine ausgewachsene Intervention der NATO im Irak zu werten. Washington hat die NATO seit Jahrzehnten gedrängt, als sein Gendarm im Mittleren Osten zu agieren. Wie auch immer, die Europäer hielten sich sehr zurück, in den Sumpf von Mittelost-Angelegenheiten zu waten oder als Washingtons Eingeborenensoldaten zu dienen, wie die indische Armee den militärischen Bedürfnissen des britischen Imperiums diente. Wie der ehemalige bayerische Anführer Franz Josef Strauß prägnant formulierte, „weigern wir uns, Fußsoldaten für die amerikanischen Atomritter zu sein.“

Eine bemerkenswerte Ausnahme bildete der Sturz Muammar Gaddafis in Libyen unter französischer Führung. Der immer maßlose libysche Führer behauptete in einem Interview im Jahr 2011, dass er insgeheim den Wahlkampf des französischen Führers der Konservativen Nicholas Sakozy zu finanzieren half, der gerade angekündigt hat, dass er sich 2017 wieder um das Präsidentenamt bewerben wird.

Unterstützt von der Obama-Administration schaffte es Frankreich, einige weitere zögernde europäische Länder in den Überfall auf Libyen hineinzuziehen. Französische und britische Sondereinheiten leiteten den Aufstand gegen Gaddafi. Gaddafis Konvoi wurde von französischen Kriegsflugzeugen bombardiert (wahrscheinlich Rafales), der libysche Anführer wurde dann von einem von französischen Agenten geführten Mob gefangen und ermordet.

Wenn NATO und Europa dachten, sie hätten mit dem hochwertigen libyschen Erdöl einen Glückstreffer gemacht, dann haben sie sich sehr getäuscht. Was sie bekamen, war Chaos in Libyen, jihadistische Aufstände in Mali und Nigeria, und Wellen von Bootsflüchtlingen, die sich auf den Weg nach Italien machten.

Unbeeindruckt von diesem furchtbaren Sauhaufen fordern die Vereinigten Staaten von Amerika, dass die NATO eine führende Rolle im Kampf gegen ISIS im Irak und Syrien übernimmt. Aber die amateurhaften Strategiedamen im Weißen Haus schafften es auch, sich in eine angsteinjagende Konfrontation mit Russland über eine Spaltung der Ukraine hineinzutheatern.

Die NATO fand sich selbst konfrontiert mit einem möglichen Krieg in Osteuropa, für den sie gänzlich unvorbereitet ist. Die Gefahr eines atomaren Zusammenstoßes wurde sehr real, als die NATO immer tiefer in die Krise in der Ukraine hineinstolperte.

Friedensnobelpreisträger Barack Obama war also mit größeren Konflikten in Osteuropa und Mesopotamien konfrontiert – während er versuchte, die „Achse“ nach Asien zu schmieden. Während das Weiße Haus vielleicht hofft, dass der schlaue Vladimir Putin es wieder vor seinem eigenen Wahnwitz rettet, wie er es 2013 nach Obamas Drohungen, Syrien anzugreifen, getan hat, scheint es eher wahrscheinlich, dass die Vereinigten Staaten von Amerika schnell immer tiefer in das Schlamassel in der Levante und in Mesopotamien hineingezogen werden.

Inzwischen besuchte der Außenminister der Vereingten Staaten von Amerika John Kerry vor kurzem Ägypten, wo er versuchte, die ägyptische Militärjunta dazu zu bringen, gegen ISIS zu kämpfen und möglicherweise Libyen zu übernehmen, eine Idee, die aus der Zeit des verstorbenen Anwar Sadat stammt.

Was die NATO betrifft, so wundern sich viele Europäer, warum der Nordatlantische Verteidigungspakt noch immer existiert, nachdem dieser geschaffen wurde, um der sehr realen Drohung einer sowjetischen Invasion Westeuropas in den Anfangsjahren des Kalten Kriegs zu begegnen.

Die NATO, so der amerikanische Spitzenstratege Zbig Brzezinski, ist der Schlüssel zur amerikanischen Beherrschung Europas. Washington bezahlt 75% der NATO-Rechnungen. Die NATO hat es Europa erlaubt, militärische Ausgaben zu sparen. Kein Wunder, dass Europa sich dagegen sträubt, sich an einem neuen Krieg im Mittleren Osten zu beteiligen.

Die Allianz ist dermaßen schwach geworden, dass das beste, was Präsident Obama erreichen konnte, um der angeblichen russischen Gefahr entgegenzutreten, eine klägliche 4.000 Mann starke „Speerspitzen“-Einheit war, unterstützt von den gleichermaßen kläglichen 8-10.000 Mann Militärpersonal der Vereinigten Staaten von Amerika, das über ganz Europa verstreut ist. Der Rest der einst mächtigen 400.000 Mann starken Besatzung der Vereinigten Staaten von Amerika in Europa ist nach Hause gegangen oder auf imperialen Missionen eingesetzt. Russland steht militärisch nicht viel besser da.

Es gibt sogar Stimmen in Europa, die die Abschaffung der NATO fordern und die Aufstellung einer Armee der Europäischen Union, eine Idee, der Washington stark ablehnend gegenübersteht. Russland hat viele dieser NATO-Kritiker zurück in die Arme der Allianz verschreckt. Aber sobald die Krise in der Ukraine abflaut, sind neuerliche Forderungen zu erwarten, dass Europa seine Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten von Amerika abschütteln und einen eigenständigen Kurs einschlagen soll.

http://www.antikrieg.com/aktuell/2014_09_21_nato.htm

22. September 2014

Bericht aus dem Donbass ll Christian Ferdinand Wehrschütz, österreichischer Journalist (ORF)

Interessante Anreise von Donezk nach Charkiw/Charkow mit einem Wechselbad der Eindrücke und Gegensätze. Zunächst Fahrt von Donezk nach Jasinovata (Ясинувата), wenige Kilometer vom Flughafen von Donezk entfernt. Seit etwas mehr als einer Woche ist es dortr ruhig. Doch im Znetrum leben in der Technischen Schule (Art Berufsbildende Schule) noch immer viele Flüchtlinge im Keller, darunter auch Kinder. Sie stammen oft aus der Gegend des Flughafens, der weiter umkämpft ist, daher Rückkehr nicht möglich. Dreh am Markt, teilweise sind die Bunden noch ausgebrannt; eine Kilo Kartoffel kostet vier Griwna, etwa 20 Cent; Unterbrechung des Drehs, weil das Baon Wastok die Akkreditierungen der Volksrepublik von Donezk nicht anerkennt. Mitnahme auf die Kommandantur; dann ruhiges Gespräch mit dem regionalen Kommandanten; sein Spitzname lautet „Kroate“; wurde sofort hellhörig; Nachfrage zeigte mir, dass er offenschtlich in Kroatien gekämpft hat. Dann Drehgenehmigung; wir drehen zerstörte Häuser und Geschäfte, wo gerade Schaufensterpuppen ausgeräumt werden. Eine ältere Dame spricht mich an; schließlich reden wir, und dabei kommt etwas sehr Nettes heraus; seit einigen Tagen arbeitet wieder ein Friseur in der Stadt; sie war dort – auf Pump – nach Wochen im Keller mit Familie und Enkel. Frisur kostete 30 Griwna, weniger als zwei Euro. Weiterfahrt nach Charkiw; ruhige Fahrt; Besuch in einem Flüchtlingsheim, das die Caritas aus Österreich unterstutzt; dasHeim hat ein Ehepaar mit privatem Geld ins Leben gerufen; Beitrag kommt in den nächsten Tagen; etwa 300 Bewohner, vor allem Frauen und Kinder; kaum Geld, keine Arbeit; Männer, die schwarz arbeiten, werden oft ausgebeutet; nur die Hälfte des Lohns der Bewohner von Charkiw. Große Hilfsbereitschaft von Freiwilligen und Bewohnern, Versagen der Bürokratie von Stadt und Staat. Großes Problem: Lager ist ehemaliges sowjetisches Pionierlager, war heruntergekommen, wurde und wird hergerichtet; noch kaum winterfest; warme Kleidung gibt es genug, aber zu wenig warme Schuhe; viele Bewohner husten bereits; Zimmer sind kalt, Wände teilweise feucht. Zunächst wollen die Flüchtlinge nur reden aber keine Interviews geben. Doch ich war in den meisten Orten, aus denen die Menschen stammen, und das Eis bricht. Den Flüchtlingen aus Lugansk schildern wir die Lage (war vor zwei Tagen dort), übergeben ein Exemplar der einzigen Zeitung, die derzeit in Lugansk erscheint und einen Griwna kostet. Morgen drehen wir im Lager weiter, auch die Delegation der Caritas. In der Nacht ist es bereits empfindlich kalt im Lager, auch in Charkiw. Dann Fahrt ins wenige Kilometer entfernte Zentrum; wirkt wie ein Kulturschock, obwohl ich die Stadt kenne. Mondänes Leben, eine Stadt für eine Wochenende, wunderschöne Parks, gepflegtes Znetrum, nette Restaurants; beim Hotel eine elektronische Werbetafel, auf der hintereinander ein Plakat gezeigt wird, das den ukrainischen Soldasten dankt und Werbung für Rolex-Uhren macht. Größer kann der Gegensatz zwischen den Welten kaum sein. So; nun habt Ihr einen Tag in meinem Leben; Beiträge kommen in Richtung zweite Wochenhälfte. Übrigens: Artillerieduelle in Mariupol dauern an; wenn da nicht noch etwas Größeres nachkommt …

 

Webseite von Christian Ferdinand Wehrschütz

http://www.wehrschuetz.at/

22. September 2014

[einartysken] Kolonisierung durch Bankrott: Das Spiel mit hohem Einsatz für Argentinien

Argentinien ist durch all die kriegerischen Auseinandersetzungen ganz aus unserem Blickwinkel geraten. Ich lege endlich diesen vorzüglichen Artikel von Ellen Brown auf, die erläutert, worum es eigentlich geht.http://einarschlereth.blogspot.se/2014/09/kolonisierung-durch-bankrott-das-spiel.html

22. September 2014

[antikrieg.com] Eric Margolis – NATO gegen ISIS?

Die NATO, so der amerikanische Spitzenstratege Zbig Brzezinski, ist der Schlüssel zur amerikanischen Beherrschung Europas. Washington bezahlt 75% der NATO-Rechnungen. Die NATO hat es Europa erlaubt, militärische Ausgaben zu sparen. Kein Wunder, dass Europa sich dagegen sträubt, sich an einem neuen Krieg im Mittleren Osten zu beteiligen.
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http://antikrieg.com/aktuell/2014_09_21_nato.htm
22. September 2014

räsident Poroschenko gesten im ukrainischen TV ll Schwere Materialverluste für ukrainische Armee ll 60 und 65 Prozent der Militärtechnik zerstört

Die ukrainischen Regierungstruppen haben im Verlauf ihrer Einsätze gegen die Separatisten im Osten des Landes schwere Verluste an Material erlitten. „Es wurde zwischen 60 und 65 Prozent der Militärtechnik zerstört“, beschrieb Präsident Petro Poroschenko gesten Abend im ukrainischen Fernsehen.

nunmehr die Gelegenheit, die Einheiten aufzufrischen, die lange Zeit im Kampf gestanden hatten. „In einer dieser Einheiten hat mein Sohn gekämpft“, zitierte die russische Agentur Ria Nowosti den ukrainischen Staatschef.

Poroschenko betonte, dass sein Land den Frieden brauche. Er selbst wolle alles unternehmen, „um den Friedensplan umzusetzen“.

http://orf.at/stories/2246572/

22. September 2014

junge Welt ll Militärisch irrelevant US-Kongreß ermächtigt Präsident Obama, eine syrische Fremdenlegion aufzustellen.

Von Knut Mellenthin

US-Präsident Barack Obama hat am Sonnabend ein Ausgabengesetz unterzeichnet, das das finanzielle Überleben seiner Regierung zumindest bis zum 11. Dezember sicherstellt. Teil des umfangreichen Pakets ist ein Zusatz, der die Regierung ermächtigt, »angemessen überprüfte« Syrer für den Kampf gegen die Mörderbanden der in Syrien und im Irak aktiven Gruppe »Islamischer Staat« (IS) auszubilden, auszurüsten und zu versorgen.

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http://www.jungewelt.de/2014/09-22/058.php

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