http://de.ria.ru/politics/20140917/269567376.html
17/09/2014
Die Ukraine hat laut Irina Gerastschenko, Präsidentenbeauftragte für Regelung in den Gebieten Donezk und Lugansk, umgerechnet rund fünf Milliarden Dollar für den diesjährigen militärischen Sondereinsatz im Südosten des Landes ausgegeben. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Haushaltsausgaben aus diversen Etatfonds, hieß es. Die privaten Spenden für die Unterstützung der Streitkräfte beliefen sich auf rund 12 Millionen Dollar.
http://german.ruvr.ru/2014_09_16/Die-ukrainische-Armee-Der-Fisch-stinkt-vom-Kopf-her-3206/
Die ukrainischen Streitkräfte wollten Militärsiege, stattdessen sind sie auseinandergefallen. Bereits vor dem Krieg sah die ukrainische Armee ärmlich aus, jetzt aber erst recht. Sie hat weder Waffen noch Fertigkeiten. Im Zuge des gnadenlosen Kriegs im Südosten stellte sich Folgendes heraus: Die Streitkräfte können nur gegen die Zivilbevölkerung vorgehen, den Volkswehrleuten sind sie jedoch nicht gewachsen. Wladimir Kornilow, Direktor des Zentrums für eurasische Studien, berichtet Folgendes:
„Alle Generäle sind bloß Beamte ohne reale Kriegserfahrung. Sie wurden nur im Rahmen von Friedensmissionen entsandt. Sie wurden nach Liberia und andere afrikanische Länder entsandt und verbrachten ein paar Wochen im Stabsquartier. Darin besteht ihre sogenannte Kriegserfahrung. So sind die ukrainischen Generäle.“
Solche Generäle machen in der ukrainischen Armee die überwiegende Mehrheit aus, sagt Alexander Swistunow, Leiter der allukrainischen Bewegung „Russische Bewegung der Ukraine“.
„Der jetzige Verteidigungsminister Geletej war früher Chef der Leibwache des Präsidenten. Er war eigentlich nie in der Armee. Innenminister Awakow war Unternehmer und Gouverneur. Das Bataillonskommando besteht aus ehemaligen Kriminellen, die auf dem Maidan rekrutiert wurden. Es ist albern! Das ist ja keine Armee. Dort gibt es nur sehr wenige berufliche Militärpersonen. Daher bekommen die Soldaten den Eindruck, ohne Kommando zu sein.“
Es ist also nicht verwunderlich, dass gemeine Soldaten in den angeblich befreiten Städten und Dörfern Unwesen treiben. Der Fisch stinkt vom Kopf her, sagt Alexander Swistunow.
„Die Führung der sämtlichen ukrainischen Streitkräfte geht der Plünderei nach, aber im staatlichen Ausmaß. Sie verkaufen gesetzeswidrig Brennstoff, sie kaufen Waffen und Kampfgeräte, die nicht einsatzbereit sind. Sie kauften zum Beispiel etwa 300 Schützenpanzerwagen, die nicht starten konnten. Doch sie waren bezahlt worden, das Geld wurde natürlich gestohlen. Bataillonskommandeure organisieren Abgaben. Semjon Semjontschenko (Kommandeur des Bataillons „Donbass“) setzte die Geldmenge fest, die man ihm geben muss.“
Aber auch die Geldmittel, die die Angehörigen der Soldaten ihnen schicken, bekommen die Soldaten nicht. Diese Geldmittel werden schon unterwegs entwendet. Deshalb gehen die Soldaten der Plünderei und manchmal auch der Prostitution nach, um Geld zu bekommen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Soldaten nach Russland fliehen und sogar bereit sind, in der Ukraine wegen Desertion ins Gefängnis gebracht zu werden. Die Soldaten wollen nicht als Kanonenfutter missbraucht werden.
http://german.ruvr.ru/news/2014_09_16/Nato-Manover-unter-Nazi-Symbolen-sofort-beenden-9819/
„Das ganze schlechte Gewissen der Bundesregierung ist daran ablesbar, dass ‚nur‘ drei Bundeswehrsoldaten ins ukrainische Manöver entsandt wurden. Man will dabei sein, aber nicht zu dicke“, so Wolfgang Gehrcke, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, zum Nato-Manöver, in dem 1.300 Militärs aus Nato-Verbänden den Ernstfall an der russischen Grenze proben. Gehrcke weiter:
„Die Unfähigkeit für einen klaren politischen Kurs wird an vielen Punkten deutlich: Außenminister Steinmeier sprach von einer Friedenspflicht Deutschlands und dem Ziel, sich mit Russland zu verständigen – gleichzeitig wurden die Sanktionen ausgeweitet. Es sollen pro-russische Formationen in der Ost-Ukraine auf die Terrorliste gesetzt werden und russischen Journalisten soll die Arbeit in Deutschland zumindest erschwert werden.
Wer Nato-Manöver in der Ukraine akzeptiert und sich daran beteiligt, kann nicht ernsthaft erwarten, dass Russland seine Beziehungen zu ihm normalisiert oder verbessert. EU-Sanktionen mit deutscher Zustimmung machen uns Russland Schritt um Schritt zum Feind.
Das Nato-Manöver hat sich den Namen ‚Schneller Dreizack‘ gegeben. Der Dreizack war und ist ein Symbol des militanten Flügels der Stepan-Bandera-Organisation. Diese Organisation war Teil der Nazi-Armee in der Ukraine und ist besonders durch die aggressive Vernichtungspolitik gegen Jüdinnen und Juden in der Westukraine bekannt geworden.
Die Bundesregierung muss sofort ihre drei Soldaten aus dem Nato-Manöver zurückziehen. Ebenfalls sollte Deutschland im Nato-Rat erklären, dass es keine Übereinstimmung zu diesem Manöver gibt. Spätestens jetzt wäre eine Aufkündigung der Nato-Vereinbarung über rotierende Truppenstationierungen an der russischen Grenze fällig.“
