(15.9.2014) Wenn man über Jahre beobachtet, wer (als Politiker) wie agiert, wer (als Journalist) was schreibt, wenn man kritische Fragen stellt (und ausweichende oder keine Antworten bekommt), kann man gut skizzieren, wie die Einflussnahme der USA in der Praxis funktioniert. Ausgangspunkt ist, dass staatliche Souveränität, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Meinungsfreiheit, Menschenrechte – also was man gerne als „westliche Werte“ betrachtet – nur dann vorhanden sind, wenn kein fremder Staat Politik und öffentlicher Meinung die Richtung vorgibt.
Am Beispiel der Zustände in Österreich zeige ich, was in ähnlicher Form auch für andere Staaten gilt, und was man in einem verglichen etwa mit Deutschland kleinen Land aufgrund der geringeren Zahl an Akteuren gut analysieren kann. Freilich werden auch in der deutschen Debatte letztlich stets dieselben Namen genannt – an Politikern, an Journalisten, an Talkshowgästen, die alle zusammen suggerieren, dass es nur eine Sichtweise geben könnte. Schliesslich wirken Aussagen ja austauschbar – es macht daher wenig Unterschied, ob wir einem Politiker aus Deutschland oder aus Österreich zuhören oder wo der Kommentar erschienen ist, der exakt zu politischen Statements passt; ebenso verhält es sich mit handverlesenen Experten.
weiterlesen
http://www.ceiberweiber.at/index.php?type=review&area=1&p=articles&id=3132
