CrossTalking with Stephen Cohen and John Mearsheimer ll Klare Positionen gegen die Außenpolitik der USA

What does Washington’s „containment“ policy mean? What threats does it pose? Will it work against today’s Russia? And does this mean Washington has declared a new Cold War?

CrossTalking with Stephen Cohen and John Mearsheimer

http://rt.com/shows/crosstalk/155288-containment-policy-cold-war/

In der Ukraine-Krise 2014 bezog Mearsheimer eine klare Position gegen die Außenpolitik der USA. In einem Artikel in Foreign Affairs weist er die Verantwortung für den Ausbruch des Konflikts eindeutig den USA und der Europäischen Union zu. Beide hätten hierzu mit voller Absicht und in Kenntnis der ablehnenden, aus dem Sicherheitsinteresse Russlands heraus verständlichen Haltung Russlands die Ostausdehnung der EU und, mit dieser verbunden, der NATO vorangetrieben, zudem die „Demokratisierung“ der Ukraine auch mit hohem finanziellen Einsatz und unter Anwendung von Manipulationen („Social engineering“) unterstützt, um die Ukraine für den Westen zu gewinnen. Der „Coup“ gegen Janukowitsch sei offensichtlich von den USA unterstützt worden. Zum Beleg führt er an, dass Victoria Nuland and Senator John McCain in Kiew an Demonstrationen gegen die Regierung teilgenommen hatten. Der US-Botschafter in der Ukraine, Geoffrey Pyatt, habe nach dem Sturz Janukowitschs geäußert, „dies sei ein Tag für die Geschichtsbücher“. In einem aufgedeckten Telephongespräch habe Nuland einen Regierungswechsel befürwortet und gewollt, dass Arsenij Jazenjuk Premierminister werden würde, was dann auch geschah. Putins Reaktion sei verständlich, die Ukraine als Puffer sei für Russlands Sicherheitsbedürfnis „unabdingbar“. In Übereinstimmung mit George F. Kennans seinerzeitiger Einschätzung sieht er hinter der Osterweiterung eine völlig unnötige und gefährliche Provokation Russlands. Die politischen Fehler führt Mearsheimer auf den Mangel an politischem Realismus und auf eine zu großen Einfluss der Liberalen im Gefolge Clintons zurück. Der einzige sinnvolle Weg aus der Krise sei, die Sicherheitsinteressen Russlands nüchtern einzukalkulieren. Die Ukraine müsse die Rolle des Puffers oder der Brücke akzeptieren, die ihr durch ihre geostrategische Situation vorgegeben sei. Alles andere sei abstrakt und realpolitisch bedeutungslos. Außerdem zeige das Desinteresse des Westens, der Ukraine militärisch zu Hilfe zu kommen, dass sie nicht die strategische Bedeutung habe, die dafür nötig sei. Die konstruktive Zusammenarbeit des Westens mit Russland sei zur Lösung wichtiger bestehender und anstehender Probleme von großer Bedeutung und sollte nicht aufs Spiel gesetzt werden.

Mächtige US-Denkfabrik „Council on Foreign Relations“ macht den Westen für die Eskalation in der Ukraine verantwortlich und sorgt in den USA für Aufsehen. Zu den 3400 Mitgliedern der mächtigen US-Organisation zählen zahlreiche ehemalige US-Präsidenten, Spitzenbeamte der Regierung, Bundesrichter, Hochschulprofessoren, Militärs, Geheimdienstler, Wirtschaftsführer, Schauspieler und Journalisten – von Henry Kissinger bis Bill Clinton, von Alan Greenspan bis George Clooney. Der Council ist seit über 90 Jahren maßgeblich an der Formulierung der US-Außenpolitik beteiligt.  http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.debatte-ueber-die-ukraine-krise-antirussisch-bis-ins-mark.089e6e23-4f7b-4b28-a61f-669a77c319e3.html