Aufrüsten für Revanche
NATO-Paket für Kiew: Die ukrainische Armee soll reorganisiert und modernisiert werden. Wer will, darf auch Waffen liefern
Von Knut Mellenthin
Die Anstrengungen der NATO werden sich in den kommenden Monaten darauf konzentrieren, die ukrainischen Streitkräfte zu reorganisieren und sie für einen Revanchekrieg gegen den Donbass fit zu machen. Darauf laufen, wenn man die der Tarnung dienenden sprachlichen Kinkerlitzchen beiseite läßt, die Ankündigungen des am Freitag zu Ende gegangenen Gipfeltreffens der westlichen Allianz hinaus. Angesichts des desolaten Zustands des ukrainischen Militärs, der sich in den Kämpfen der letzten Wochen offenbarte, ist das in nächster Zeit wichtiger und realistischer als die Lieferung von Waffen, die gegenwärtig nur von wenigen NATO-Staaten befürwortet wird.
Hier weiterlesen: http://www.jungewelt.de/2014/09-06/048.php
06.09.2014 / Schwerpunkt / Seite 3Inhalt
Von Reinhard Lauterbach
Von den Deutschen sagte Bismarck einmal, sie fürchteten Gott und sonst niemanden auf der Welt. Bei den Polen ist trotz aller demonstrativen Religiosität an die Stelle Gottes Wladimir Putin getreten. Nach einer aktuellen Untersuchung erklärten 84 Prozent der Befragten, sie hielten Rußland für eine Bedrohung ihres Landes. Danach kommt sehr lange nichts, bis vier Prozent den islamischen Terrorismus und ein Prozent die politische Dominanz Deutschlands als Gefahren für Polen nannten.
weiterlesen
