Archive for August, 2014

24. August 2014

Gaza-Krieg: NS-Überlebende prangern „Massaker an Palästinensern“ an

 

Mit einem dramatischen Appell in der „New York Times“ fordern Hunderte Holocaust-Überlebende ein Ende des israelischen Militäreinsatzes in Gaza. Dort hat die Armee ein zwölf Stockwerke hohes Wohnhaus zum Einsturz gebracht.

ganzen Artikel hier lesen

http://www.spiegel.de/politik/ausland/israel-luftangriff-bringt-hohes-wohnhaus-zum-einsturz-a-987750.html

24. August 2014

amerika21 ll Bolivien und Nicaragua / Gaza

https://amerika21.de/2014/08/104443/handeln-der-uno-gaza

Bolivien hinterfragt Handeln der UNO im Gaza-Streifen

Von Eva Haule amerika21.de 24.08.2014

New York. Boliviens Botschafter bei den Vereinten Nationen (UN), Sacha Llorent, hat das Verhalten des UN-Sicherheitsrats zur israelischen Militäroffensive im Gaza-Streifen in Frage gestellt.

In einem Interview mit dem lateinamerikanischen Nachrichtensender Telesur erklärte der Diplomat, dass der Sicherheitsrat seiner Pflicht nicht nachkomme: Er müsse eine klare Position gegenüber dem „Massaker in Gaza“ einnehmen. Lateinamerika habe dies bereits getan, sagte Llorent kurz vor dem Treffen der Außenminister der Bolivarischen Allianz ALBA mit dem Sicherheitsrat.

Er machte auch deutlich, dass das ALBA-Bündnis „den Anschlag entschieden verurteilt, den die venezolanischen Delegation erlitt“, als eine Bombe in der Nähe des Konvois mit humanitärer Hilfe für die Palästinenser in Gaza einschlug. Während der Übergabe der Hilfsgüter – darunter zwölf Tonnen Medikamente und Lebensmittel – an die Hilfsorganisation „Roter Halbmond“ war der Konvoi am vergangenen Mittwoch nach Angaben des venezolanischen Botschafters in Palästina, Juan Antonio Hernández, von einem israelischen Kampfflugzeug angegriffen worden. Dabei wurde das Gebäude der Hilfsorganisation beschädigt. Verletzt wurde niemand.

„Wir bedauern zutiefst, dass der Sicherheitsrat in diesem Fall keine Maßnahmen ergreift“, so Llorent. Er verwies darauf, dass die Haltung der Vereinigten Staaten dessen Entscheidungen beeinflusse. Die USA böten „Israel, der viertmächtigsten Streitmacht der Welt, erhebliche Militärhilfe.“ Der Sicherheitsrat habe bereits mehrere Treffen zu dem Thema durchgeführt, jedoch seien nur Erklärungen abgegeben und keine Resolutionen – etwa für einen Waffenstillstand – verabschiedet worden, so Llorent abschließend.
 

https://amerika21.de/2014/08/104284/nicaragua-hilfe-fuer-gaza

Nicaraguas Präsident Ortega kündigt Hilfe für Gaza-Streifen an

Von Timm B. Schützhofer amerika21.de 23. Aug 2014 |

Managua. Nicaraguas Präsident Daniel Ortega hat erklärt, dass seine Regierung die Möglichkeit erörtert, wegen der israelischen Angriffe eine Medizinerbrigade in den Gaza-Streifen zu schicken.

Bei einer Rede zum 35-jährigen Bestehen des Medizinischen Korps der Streitkräfte auf dem Platz der Revolution in Managua sagte er, die Brigade könne über Ägypten in den Gaza-Streifen einreisen. Die medizinische Hilfe solle die Solidarität des nicaraguanischen Volkes mit den Palästinensern deutlich machen. Dies sei alles was man tun könne, da man keineswegs eine Konfrontation mit Israel wolle.

Nicaragua werde weiter versuchen, die Lage zu erleichtern und die Respektierung der Beschlüsse der Vereinten Nationan einzufordern. Diese müssten in die Praxis umgesetzt werden, damit der palästinensische und der israelische Staat sich „in Sicherheit entwickeln“ könnten, „weil beide Völker das Recht dazu haben, das wissen wir und erkennen wir an“, so Ortega.

In seiner Rede griff Nicaraguas Präsident auch die Äußerung von Papst Franziskus auf, der zu Beginn der Woche vom „bereits stattfindenden dritten Weltkrieg“ gesprochen hatte. Die Militäroffensive Israels sei Teil davon, sagte Ortega. In den vorangegangenen Weltkriegen seien sich zwei genau definierte Blöcke gegegenüber gestanden, heute finde der Konflikt an verschiedenen Punkten und mit verschiedenen Motivationen statt. Die Hauptverantwortlichen seien die USA und die europäischen Staaten.

Eines der Schlachtfelder sei der Irak. Die USA hätten dort unter dem Vorwand der Existenz von Massenvernichtungswaffen interveniert. Diese Kriegsfront bestehe trotz des Rückzugs der USA weiter: Heute bombardiere die US-Luftwaffe erneut das Land, um gegen Jihadisten vorzugehen, die ein Produkt der vorangegangenen Kriege in der Region seien. Auch für die Zerstörung Libyens seien die NATO-Staaten verantwortlich. Dort bekämpften sich jetzt „Banden jeder Art gegenseitig“. Der Krieg gegen Libyen sei eröffnet worden, um die Regierung von Muammar al-Gaddafi zu beseitigen, mit dem die NATO-Länder früher gute Beziehungen gehabt hätten. Was die Ukraine-Krise angehe, so habe der „Hochmut der Großmächte“ diese neue Kriegsfront provoziert, wo eine Verfolgung der russischen Bevölkerungsteile begonnen habe.

Der Papst habe Recht, der dritte Weltkrieg werde in all diesen Ländern „erlebt und erlitten.“ Statt den Weg des Dialoges, der Verhandlung und der Achtung der Institutionen zu suchen, stürzten die Verantwortlichen sich „in Abenteuer und glaubten, dass es leicht wäre, alle diese Länder unter ihre Kontrolle zu bekommen“, so Ortega.

24. August 2014

25. August ll Veranstaltung in Köln über den Faschismus in der Ukraine

Vom 31. Juli bis zum 29. August 2014 hält sich eine Gruppe antifaschistischer Aktivisten aus der Ukraine und aus Russland in Deutschland auf, um mit Diskussionsabenden und einer Fotoausstellung in zahlreichen Städten über die politische Situation der ukrainischen Linken seit dem Putsch Ende Februar 2014, den darauffolgenden Wahlen und dem Kriegszustand im Süden und Osten des Landes zu berichten.

http://www.rote-hilfe.de/presse/bundesvorstand/580-bundesweite-veranstaltungsrundreise-ukrainischer-antifaschist-innen
In Köln am Montag, den 25. August, ab 18 Uhr im Autonomen Zentrum am Eifelwall 7

22. August 2014

Ukraine ll Passagiermaschine MH17

http://www.jungewelt.de/2014/08-23/050.php

Im Giftschrank

Die Ermittlungsergebnisse zum Absturz oder Abschuß der Passagiermaschine MH17 in der Ostukraine sollen geheim bleiben. Hat Kiew etwas zu verbergen?

Von Reinhard Lauterbach

Mit Glasnost – oder Hlasnist auf Ukrainisch – haben es die neuen ukrainischen Machthaber nicht besonders. Nicht nur verweigern sie seit Monaten Ermittlungen der Abläufe rund um die Schüsse auf dem Kiewer Maidan im Februar dieses Jahres. Auch die Umstände des mutmaßlichen Abschusses des malaysischen Passagierflugzeugs über dem Donbass am 17. Juli sollen nach Möglichkeit geheim bleiben. Jedenfalls erklärte ein ukrainischer Staatsanwalt am 10. August auf einer Pressekonferenz in Kiew, die beteiligten Staaten – neben der Ukraine die Niederlande, Australien und Malaysia – hätten sich darauf geeinigt, Ermittlungsergebnisse nur im gegenseitigen Einvernehmen zu veröffentlichen. Das bedeutet, daß jede Seite die Veröffentlichung blockieren kann, solange sie will. Es sei denn, eine bricht das damit beschriebene Schweigekartell. Malaysia, die Niederlande und Australien sind an dem Unglück nur in der Form beteiligt, daß ihre Staatsbürger Opfer des Unglücks wurden. Sie sollten nichts zu verbergen haben. Anders sieht es mit der Ukraine aus, über deren Territorium der Abschuß geschah. Wenn die Beweise für eine Verantwortung der »prorussischen Separatisten« oder gar Rußlands selbst so eindeutig sind, wie es Kiew behauptet – warum mauert man dann? Warum ist nicht nur der Mitschnitt der Kommunikation zwischen dem Cockpit und der Flugleitung sofort beschlagnahmt worden, warum hat die britische BBC ein Video ihres russischen Dienstes, in dem Bewohner der Absturzregion von Militärflugzeugen in der Nähe des Unglücksjets berichtet hatten, von ihrem Server gelöscht? Warum ließ die ukrainische Flugkontrolle zu, daß die Maschine über das Kriegsgebiet flog, obwohl die Aufständischen zwei Tage früher auch ein in großer Höhe fliegendes Transportflugzeug der Armee abgeschossen hatten? Zumal in den vorhergehenden Tagen derselbe Flug weiträumig um die Kampfzone herumgeleitet worden war?

Tatsächlich sind die von Kiew schon kurz nach dem tragischen Ereignis präsentierten Hinweise auf eine »russische Spur« dünn. Im wesentlichen bestehen sie aus angeblich mitgeschnittenen Telefongesprächen von Anführern der Rebellen in der selbstausgerufenen Volksrepublik Lugansk. Schon das Entstehungsdatum des Mitschnitts wirft Zweifel auf. Seine Youtube-Version soll nach ihren »Eigenschaften« bereits am Vorabend des Absturzes entstanden sein. Aber bleiben wir beim Inhalt. Eine Männerstimme sagt einer anderen, »die Kosaken vom Kontrollpunkt Tschernuchino« hätten die Maschine abgeschossen. Schon das steht im Widerspruch zu einem anderen Aspekt der Kiewer Darstellung: Das Flugzeug sei mit einem hochreichenden Flugabwehrraketensystem vom Typ »Buk« abgeschossen worden. Diese »Buk«-Systeme sind nämlich ziemlich kompliziert: Sie bestehen aus vier LKWs, von denen nur einer als Abschußrampe dient, während die anderen als Radar-, Feuerleit- und Kommandostand gebraucht werden. Nur gemeinsam können sie funktionieren. Es wäre höchst seltsam, ein so komplexes System an einer Straßensperre aufzustellen, wo es durch jede zufällig kreuz und quer abgefeuerte Kalaschnikow-Patrone eines Stoßtrupps beschädigt werden kann. Und, zweiter Punkt: Um ein solches System zu bedienen, brauchen die beteiligten Soldaten nach Aussage von Militärexperten eine mehrmonatige Ausbildung. Kosaken, eine paramilitärische Formation, die in Rußland Märkte von dunkelhäutigen Migranten »säubert« und allenfalls als leichte Infanterie ausgebildet ist, sind nicht diejenigen, die von Haus aus mit einem solchen System umgehen können. Könnten sie es, wären sie schon längst in die Luftabwehrtruppe übernommen worden und stünden nicht an Kontrollposten Wache.

Das ist nicht der einzige Widerspruch, in den sich die Kiewer Darstellung verwickelt. Die Verantwortung der Aufständischen für den Abschuß wird auch damit begründet, daß die Maschine über dem von ihnen kontrollierten Gebiet getroffen worden und niedergegangen sei. Parallel dazu wirft Kiew den Kämpfern der Volksrepublik aber auch vor, durch Beschuß des Absturzgebietes die internationalen Ermittlungen behindert zu haben. Abgesehen davon, daß die niederländischen Gerichtsmediziner, die das Gelände inspiziert und die Opfer geborgen haben, dies nicht bestätigten und die Vorarbeiten der Vertreter der Volksrepubliken ausdrücklich lobten, stellt sich die Frage, warum die Rebellen ihr eigenes Territorium hätten beschießen sollen. Ihnen mußte klar sein und war es offenbar auch, daß sie nur durch Transparenz irgendwelche Punkte gegenüber einer feindseligen Weltöffentlichkeit gutmachen konnten. Tatsache ist hingegen, daß die ukrainische Armee nach dem Abschuß mehrere Tage lang versuchte, das Gelände, auf dem die Trümmer lagen, unter ihre Kontrolle zu bekommen. Nachdem das am Widerstand der Aufständischen gescheitert war, begann Artilleriebeschuß des Geländes. Hatte jemand Interesse daran, eventuelle Spuren zu vernichten?

 

http://www.jungewelt.de/2014/08-23/051.php

23.08.2014 / Schwerpunkt / Seite 3Inhalt
Fotos und Vermutungen
Was nichtwestliche Stellen zum Abschuß von MH17 veröffentlicht haben
Von Reinhard Lauterbach

Rußland brauchte vier Tage, um auf die westlichen Verdächtigungen inhaltlich zu entgegnen. Am 21. Juli legte der Stabschef der russischen Weltraumtruppen, General Kartapolow, in Moskau Satellitenaufnahmen der Abschußregion vor und entwickelte Hypothesen zum mutmaßlichen Hergang. Kernthese Moskaus: Wenn das malaysische Flugzeug mit einer »Buk«-Rakete abgeschossen wurde, dann aus einer ukrainischen Stellung heraus. Die Kiewer Armee habe im Donbass das 156. Flugabwehrartillerieregiment stationiert gehabt, von dem in den Tagen vor dem Abschuß mehrere Batterien an Stellen gesichtet worden seien, die Flug MH17 hätten erreichen können. Einen Tag nach dem Abschuß seien plötzlich alle diese Batterien nicht mehr da gewesen. Ein von Kiew präsentiertes Amateurvideo, das den Transport eines »Buk«-Abschußfahrzeuges auf einem Tieflader zeigt, konnte durch die Analyse mitgefilmter Reklametafeln örtlich zugeordnet werden: nicht zu der Ortschaft Krasnodon direkt vor der Grenze zu Rußland, wie die Kiewer Beschreibung lautete, sondern zu Krasnoarmejsk, einer Stadt, die seit Anfang Mai von der ukrainischen Nationalgarde kontrolliert wird.

Natürlich stellt sich die Frage, wozu die ukrainische Armee gleich mehrere Flugabwehrbatterien in einem Kampfgebiet stationiert haben sollte, in dem der Gegner keine eigene Luftwaffe besitzt. Um eine eventuelle russische Luftlandung im Donbass zu vereiteln? Ein mögliches, aber kein zwingendes Motiv. Wieder nach russischen Angaben sollen mehrere Radaranlagen dieser »Buk«-Batterien vor dem Abschuß aktiv gewesen sein. Das 156. Regiment soll am Unglückstag eine Gefechtsübung bis kurz vor dem realen Abschuß durchgeführt haben, hieß es aus Moskau; kurzzeitig war auch zu hören, auf US-Satellitenaufnahmen seien ukrainische Batterien und darum herum haufenweise leere Bierflaschen zu sehen. War es also ein Manöverunfall im Suff?

Kaum noch ohne die Unterstellung eines zumindest bedingten Vorsatzes der ukrainischen Seite ist ein zweiter Argumentationsstrang denkbar. Er wird mit etwas geringerer Intensität von offizieller Moskauer Seite vertreten, dagegen stark in der internationalen Blogosphäre. Eine zentrale Rolle spielt dabei ein ukrainisches Kampfflugzeug vom Typ SU-25, das offenbar unmittelbar vor dem Abschuß auf einem Parallelkurs zu der Unglücksmaschine geflogen ist. An dieser Stelle gibt es zwei Hypothesen: die eine, daß die ukrainische Maschine den Radarschatten des Zivilflugzeugs bewußt genutzt habe, um sich im Anflug auf Ziele des Gegners zu tarnen – die andere, daß es dort geflogen sei, um die angeblichen »Buk«-Batterien der Rebellen zu täuschen. Denn das Suchradar des »Buk«-Systems stellt sich automatisch auf das stärkste Signal um, und das wäre in diesem Fall von der Verkehrsmaschine ausgegangen. Jede dieser Hypothesen unterstellt, daß die ukrainische Seite einen Abschuß des Verkehrsflugzeuges zumindest billigend in Kauf genommen habe. Diese Thesen sind gegenwärtig nicht bewiesen, ebensowenig wie die noch gewagtere Aussage, daß das Flugzeug überhaupt nicht durch eine »Buk«-Rakete abgeschossen worden sei, sondern aus der Bordkanone der erwähnten ukrainischen SU-25. Im Netz werden für den Nichtfachmann schwer zu beurteilende Debatten über den Charakter der Einschußlöcher an der malaysischen Boeing 777 geführt: Zeigen sie das typische Splittereinschlagsmuster einer außerhalb des Flugzeugs explodierten Rakete oder vielmehr durch ihren Durchmesser von mehr als 30 Millimetern einer Bordkanone zuzuordnende Einschüsse? Ein ehemaliger Lufthansa-Pilot meint auf seinem Blog sogar, Hinweise auf einen Beschuß des Cockpits von zwei Seiten gefunden zu haben: Manche Trümmerteile wiesen nämlich an ihren Rändern sowohl nach innen als auch nach außen gebogene Schußlöcher auf. Auch sei gezielt das Cockpit angegriffen worden. Soweit ist Rußland bisher nicht gegangen; denn diese Hypothese läuft auf einen vorsätzlichen Abschuß hinaus. Eine Provokation mit 300 Toten.

22. August 2014

Kiews blutiger Krieg gegen die Ost-Ukraine ll Ausstellung in London

22. August 2014

Russel-Tribunal in Italien: Obama und Poroschenko angeklagt ll Interview mit Norman Paech

21. August 2014

Terminzusammenstellung für Ende August und September sowie Vorausschau

  • 23. August: Ehrung Ernst Thälmanns anlässlich des 70. Jahrestages seiner Ermordung.

           Beginn 10 Uhr im Karl-Liebknecht-Haus, danach 13 Uhr    

           Demo zum Ernst-Thälmann-Denkmal, dort Kundgebung ca. ab 14 Uhr.

           Nähere Angaben  s. http://www.etg-ziegenhals.de

 

  • 23. August: Kunstevent am Chamissoplatz: Internationale Solidarität – mit Gaza, Donbass, Libyen, Irak, Syrien, Venezuela. Gegen Destabilisierung, Kriegshetze und Propaganda. Organisiert von Unterstützern des Aufrufes http://www.unruhestiften.de  Ort: KeramikvonKeitz, Chamissoplatz 6, Kreuzberg, von 12 – 17 Uhr.

 

  • 28. August: Buchpremiere, Basiswissen 2. Weltkrieg, mit Kurt Pätzold (verschobener Termin vom 19.8.). Ort: jW-Ladengalerie, Beginn: 19 Uhr (5/3.-€)

 

 

  • 31. August: Anti-Kriegs-Markt auf dem Potsdamer Platz. Anlässlich des Antikriegstags 2014 organisiert die Berliner Friedenskoordination einen Antikriegsmarkt auf dem Potsdamer Platz. Den Aufruf findet Ihr hier.
    Die Berliner Freidenker haben einen Infostand angemeldet. Unterstützung und Ideen bitte an Günther Dicks weiter geben, hgdicks@versanet.de

 

  • 1. September: Dass man es nie vergisst, dass Leben alles ist. Friedenslieder-Lebenslieder-Liebeslieder. Mit Johanna Arndt und Tobias Schneegans. Im Salon FM 135 des ND-Gebäudes, Beginn: 19 Uhr, s.a. www.johanna-arndt-chansonwerkstatt.de (Spende)

 

  • 3. September: Info-Veranstaltung am Abend vor Kundgebung und Demo des NO-NATO-Bündnisses. Kurzdokus, Vorträge und Diskussion zum Thema: Die faschistischen Kräfte in der Ukraine. Ort: COOP-Antikriegscafé, Rochestr. Berlin-Mitte, Beginn: 19 Uhr. Siehe auch http://wp.me/p1dtrb-317

 

  • 4. September: NEIN zum Krieg – NATO stoppen! Schluss mit NATO-Osterweiterung und Einmischung in der Ostukraine!

    Keine Unterstützung von Faschisten! Kundgebung und Demo des NO-

           NATO-Bündnis Berlin (friko), Ort: Oranienplatz, Beginn: 18 Uhr.

 

  • 6. September: Freidenker-Konferenz.  

„1914/2014: Der ‘Westen’ und Russland. Internationale Lage und geopolitische Spannungen – zu Beginn des 1. Weltkrieges und heute“.

Ort: Ratssaal des Rathauses Berlin-Pankow, ganztägig. Beginn: 10.30 Uhr. (9/7.-€)

 

  • 6. September: Internationalistisches Sommerfest der DKP und SDAJ Berlin, Ort: Ossietzkystr., Pankow, Beginn: 14 Uhr

 

  • 6. September: Aktion „Friedensband – Von der Siegessäule bis zum Kanzleramt. Beginn: 11 Uhr. Karten und Material zu bestellen unter www.bevor-es-zu-spät-ist.de
  • 7. September: Julius-Fucik-Ehrung 2014 zur Erinnerung an den 70. Jahrestag seiner Ermordung in Berlin-Plötzensee. Ort: Bürgerpark Berlin-Pankow, Beginn: 11 Uhr.

 

  • 7. September: „Glaubst Du die Russen wollen Krieg?“ Aktuelle Medienlügen bekämpfen, NATO-Propaganda enthüllen mit Sabine Schiffer und Dr. Hans-Günter Szalkiewicz, Referenten des Freidenker-Kongresses am Vortag. Ort: Brauhaus Südstern, Hasenheide 69, Beginn: 13 Uhr  (Spende)

 

  • 10. September: Berliner Runde – Freidenker im Gespräch mit Victor Grossman (ausführliche Einladung folgt). Torstr. 203 (Klub der Volkssolidarität), Beginn: 18 Uhr.

 

  • 14. September, Tag der Erinnerung und Mahnung:
    Aktionstag gegen Rassismus, Neonazismus & Krieg,
    Antifaschistischer Fahrradkorso und Abschlussfest. 12:00 – 19:00 Uhr
    Aufruf und weitere Informationen unter www.tag-der-mahnung.de

 

  • 16. September: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“, öffentliches Forum mit Peter Haisenko (Flugkapitän a.D.) und Hubert von Brunn (AnderweltVerlag). Ort: ND-Gebäude, Einlass ab 18 Uhr, anmelden unter schaefer@musik-contakt.de (7.-€)

 

  • 20. September: Gemeinsames Chorkonzert „Friede auf unserer Erde“ mit dem Ernst-Busch-Chor Berlin e.V. und dem Hans-Beimler-Chor. Ort: Russisches Haus der Wissenschaft und Kultur, Friedrichstr. 176-179, Beginn: 15 Uhr. Kartenbestellung bei den Chormitgliedern, u.a. Günter Wendel 030/22367612 und Jutta Bohnau 030/54801842.  (10.-€)

 

  • 20. September: Literarisch-musikalischer Abend – Erich Mühsam zum Gedenken. Mit Isabel Neuenfeldt, Peter Bäß und Susanne Misere. Ort: jW-Ladengalerie, Torstr. 6, Beginn: 15 Uhr (5/3.-€)
  • 30. September: Buchpremiere: Die sozialistische Zukunft mit dem Autor Klaus Blessing. Ort: Münzenbergsaal, ND-Gebäude, Beginn: 18 Uhr (3.-€)

 

20. August 2014

Junge Welt ll Rüstungsindustrie: Israels Geschäft mit dem Krieg

Israelischer Soldat mit „Merkava“-Panzer: Zwangloses Verhältnis zur Waffe

Israel investiert wie kaum ein anderes Land in die Forschung – und nirgendwo sonst sind Wissenschaft, Armee, Rüstungsindustrie und Politik so eng miteinander verwoben. Das Ergebnis ist eine Hightech-Waffenschmiede, die alle Welt beliefert.

Zum Artikel: http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/israels-ruestungsindustrie-milliarden-geschaeft-mit-militaertechnik-a-981379.html

20. August 2014

Junge Welt ll Friedensofferte Versuchsballon aus Kiew

Stimme der Vernunft

Ukrainischer General für Verständigung mit Donbass. Präsidialamt in Kiew spricht sich für diplomatische Lösung aus. Hintergrund: Stagnation der Kämpfe.

Der ukrainische Beauftragte für den Austausch von Gefangenen im Bürgerkrieg, Generaloberst Wladimir Ruban, hat zu einem Verhandlungsfrieden aufgerufen. In einem langen Interview mit dem prowestlichen Internetportal Ukrainskaja Prawda sagte er, der Krieg werde im Interesse bestimmter Kreise in die Länge gezogen. Man solle aufhören, die Verteidiger der »Volksrepubliken« im Donbass als Untermenschen und Terroristen zu bezeichnen. Ihre Führer seien Offiziere wie er, auf deren Ehrenwort er sich in seinen Verhandlungen immer habe verlassen können. Die einfachen Anhänger des Aufstands bezeichnete Ruban als ukrainische Bürger, die ebenso wie die Bewohner im Westteil des Landes auf dem Maidan in Kiew gestanden hätten. Viele seien unzufrieden damit, daß sich die Veränderungen seit dem Februar auf die Entfernung von Wiktor Janukowitsch aus dem Präsidentenamt beschränkt hätten. Ruban bestritt gegenüber der erkennbar ungläubigen Interviewerin der Ukrainskaja Prawda, daß im Donbass auf seiten der Aufständischen Russen kämpften; es gebe allenfalls einige »Berater«, ebenso wie es solche aus der NATO auf seiten der Regierungsarmee gebe. Auf die entgeisterte Frage der Journalistin, ob nicht ein Terrorist sei, wer die Zivilbevölkerung bedrohe, erwiderte Ruban trocken: »Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, daß jede Armee dazu da ist, die Bevölkerung zu bedrohen? Offiziere, die die Militärakademie abgeschlossen haben, sind ausgebildete Mörder.«

hier weiterlesen: http://www.jungewelt.de/2014/08-21/045.php
 

 

http://www.jungewelt.de/2014/08-21/012.php

21.08.2014 / Ansichten / Seite 8Inhalt
Friedensofferte
Versuchsballon aus Kiew
Von Reinhard Lauterbach

Der ukrainische Generaloberst Wladimir Ruban hat sich für eine Verhandlungslösung im Konflikt mit dem Donbass ausgesprochen. Es ist zweitrangig, ob der Militär mit allen seinen Äußerungen in der Sache recht hat. So kann man seine These, daß auch die Kämpfer des Donbass auf dem Maidan gestanden hätten, mit guten Gründen bezweifeln. Ähnliches gilt für die Aussage über die Abwesenheit russischer Kämpfer, wenn selbst auf Webseiten der Aufständischen zur Meldung von Freiwilligen über Telefonnummern mit Moskauer Vorwahl aufgerufen wird. Schließlich fällt auf, daß der General für das Foto zum Interview Zivil trug. Das Gespräch mit der prowestlichen und in den vergangenen Monaten sehr nationalistischen Ukrainskaja Prawda ist so möglicherweise der Versuchsballon einer Fraktion im Kiewer Machtgeflecht, um die Reaktion des eigenen Publikums für den Fall eines Kompromißfriedens zu testen.

Sollte diese Vermutung zutreffen, sind die Chancen gering, daß ein solcher Frieden kurzfristig in der Leserschaft der Ukrainskaja Prawda Akzeptanz finden könnte. Monate der Hetze gegen »Putler« und das »russische Vieh« sind nicht folgenlos geblieben. Der überwiegende Teil der Leserkommentare wirft Ruban in Abstufungen vor, ein russischer Agent oder ein Geschäftemacher mit fremdem Unglück zu sein. Freilich: die Reaktion sähe vermutlich anders aus, wenn man nicht nur das »proeuropäische« Intelligenzlerpublikum des Webportals befragte, sondern die Gesamtbevölkerung der Ukraine. Seit Wochen protestieren vor allem in der Provinz Eltern und Ehefrauen ukrainischer Soldaten und fordern, ihre Angehörigen aus dem Kampfgebiet zurückzuholen. Die hohen Verluste der Regierungstruppen lassen sich auf Dauer nicht verheimlichen. Selbst das westlich finanzierte Internetfernsehen hromadske.tv zeigt Videos von Soldaten, die ihre Transportzüge per Notbremse anhalten und von ihren Offizieren lautstark Fahrkarten nach Hause verlangen. Das ist noch keine Revolution, aber doch ein Faktor, mit dem die Hurrapatrioten langsam rechnen müssen. Schon hat das Kiewer Verteidigungsministerium eine »Verfriedlichung« der Bevölkerung moniert und kritisiert, daß kaum noch ein männlicher Bewohner des Landes eine Kalaschnikow auseinandernehmen und wieder zusammensetzen könne. Verbindliche vormilitärische Schulungen für alle erwachsenen Bürger sollen diesem Übel vom Herbst an abhelfen.

Der linke russische Autor Boris Kagarlitzky hat dieser Tage in seinem Blog geschrieben, die Regierungstruppen müßten gewinnen, den Aufständischen reiche es dagegen, nicht verloren zu haben. Vielleicht kommt das manchen Politikern in Kiew langsam zu Bewußtsein. Die immer kritischere Wirtschaftslage mag dieser Einsicht nachhelfen. Doch wer als erster zum Frieden aufruft, geht ein hohes Risiko ein. Ukrainische Dolchstoßlegenden werden nicht auf sich warten lassen. Hat jemand in Kiew den Mut, den Frieden zu versuchen?

20. August 2014

DR. SELTSAM ll SO, 7.SEPT. 13 Uhr Brauhaus Südstern ll „GLAUBST DU DIE RUSSEN WOLLEN KRIEG?!“

SONNTAG, 7.SEPTEMBER 2014, 13 Uhr Brauhaus Südstern

„GLAUBST DU DIE RUSSEN WOLLEN KRIEG?!“ fragte schon 1964 Jewtuschenko. Der Freidenker-Kongress am 6.9. im Rathaus Pankow bekämpft aktuelle Medienlügen, davon berichten zwei der Referenten, DR. SABINE SCHIFFER und DR.GÜNTER SZIALKIEWICZ. Spannende Enthüllungen der NATO-Propaganda garantiert, z.B. wurde der MAL-Flieger nicht von Raketen getroffen. Musik DETLEV K.

DR. SELTSAMS WOCHENSCHAU: Jeden ersten Sonntag im Monat 13-15 Uhr im Brauhaus Südstern, Hasenheide 69, 10967 Berlin-Kreuzberg, 100 Meter Fußweg von der U7 Station Südstern Richtung Hermannplatz. ( Achtung: Nicht S-Bahn Südkreuz!) Frische Biere, zwei Terrassen und großer Park Hasenheide. Tischbestellung 030-69001624.

Infos unter 030-691 99 22 oder http://www.drseltsam.net

EINTRITT FREI -SPENDEN ERWÜNSCHT!

20. August 2014

Junge Welt ll Kiewer Terror in der Ostukraine Zivile Opfer gewollt

http://www.jungewelt.de/2014/08-20/064.php

20.08.2014 / Ansichten / Seite 8Inhalt
Kiewer Terror in der Ostukraine
Zivile Opfer gewollt
Von Rainer Rupp

Nach der Bevölkerung von Slowjansk hat die Armee der Kiewer Junta jetzt auch die Einwohner der Millionenstadt Donezk vorsätzlich von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten. Sie ließ die 15 Kilometer entfernte Pumpstation bei Jasinuwata durch Grad-Raketenwerfer zerstören. Zugleich beschoß schwere Artillerie u.a. das Kinderkrankenhaus in Lugansk. Auch die Förderanlagen der Kohlengrube »Komsomolez Donbassa« wurden am Sonntag durch Beschuß und das folgende Feuer in Schutt und Asche gelegt. Wegen des arbeitsfreien Tages waren nur 37 Bergarbeiter unter Tage, sieben konnten sich retten, 30 sitzen in der Tiefe gefangen. Kommandos von Faschisten legen systematisch Feuer auf den Feldern der Ostukraine, um die reife Ernte zu vernichten. Laut russischen Sendern (u.a. Rossija 24) soll das Stadtzentrum von Lugansk mit einer taktischen ballistischen Rakete vom Typ »Totschka-U« beschossen worden sein. Die auch nuklear bestückbare Rakete kann einen konventionellen Sprengkopf tragen, der auf der Fläche von drei Fußballfeldern alles dem Erdboden gleichmacht.

All dies geschah am vergangenen Sonntag. Jede einzelne dieser ohne Zweifel gegen Zivilisten gerichteten Kampfhandlungen stellt nach internationalem Recht ein Kriegsverbrechen dar. Dafür gibt es Vorbilder: Das menschenverachtende Vorgehen der Juntakräfte in der Ostukraine erinnert stark an das der amerikanischen Soldateska z.B. in Irak gegen die renitente Großstadt Falludscha, die zu 90 Prozent zerstört wurde, oder an den US-angeführten NATO-Bombenkrieg gegen Jugoslawien. Nachdem es damals den US/NATO-Luftwaffen nicht gelungen war, dem serbischen Armeekorps im Kosovo auch nur leichten Schaden zuzufügen, begann der US-NATO-Terrorkrieg gegen zivile Ziele wie die Wasser- und Stromversorgung der serbischen Bevölkerung. Mit dieser Terrordoktrin hatte der damalige US-Außenminister James Baker 1991 schon seinem irakischen Amtskollegen Tarik Aziz gedroht: »Wie werden Ihr Land zurück in die Steinzeit bomben«. In dieser Strategie sind zivile Opfer keine »Kollateralschäden« von Angriffen auf militärische Ziele, sondern die Zerstörung der zivilen Infrastruktur und die Terrorisierung der Bevölkerung sind das Ziel, damit letztere sich gegen ihre Führung erhebt.

Zum Einsatz der »Totschka-U« gegen ein urbanes Zentrum zitierte die türkische Cihan News Agency den stellvertretenden Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses der russischen Duma, Franz Klinzewitsch mit den Worten, dies könne nur bedeuten, daß Kiew für alle Aktionen von Washington Carte blanche erhalten habe. Die Tatsachen sprechen dafür, daß die Junta, die von altgedienten CIA- und Pentagon-Experten beraten wird, in der Ostukraine die US-Strategie der »verbrannten Erde« durchsetzen will. Zuvor hatten dies ihre Brüder im Geiste, die deutschen Naziarmeen, auf ihrem Rückzug durch das geschundene Land getan.
 

http://de.ria.ru/politics/20140818/269327655.html

Rechter Sektor beklagt „schwere Verluste“ bei Kämpfen in Ost-Ukraine

Die ukrainische Nationalistenbewegung „Rechter Sektor“ (RS), die auf der Seite der regulären Armee gegen bewaffnete Regierungsgegner im Osten des Landes kämpft, erleidet bei den andauernden Gefechten nach eigenen Angaben schwere Verluste.

„Die Kämpfer des Rechten Sektors nehmen an den gefährlichsten Operationen wie Aufklärungs- und Sabotageoperationen und der gewaltsamen Aufklärung teil“, teilte RS-Sprecher Borislaw Beresa am Montag dem lettischen Radiosender Baltkom mit. „Die gesamte Aufklärung liegt jetzt faktisch beim Rechten Sektor.“ Die Verluste der Nationalisten bezeichnete Beresa als groß, weigerte sich jedoch, genaue Zahlen zu nennen. (…)

19. August 2014

[Ria Novosti] Ukraine: Nationalgarde soll Raketen und Atommaterial bewachen

Die Regierung in Kiew hat die Nationalgarde damit beauftragt, für die Sicherheit von Trägerraketen, Atommaterial, Kernbrennstoff und Atommüll in der Ukraine zu sorgen.http://de.ria.ru/politics/20140819/269338618.html

19. August 2014

[Lebenshaus-Alb] NATO: Forderung Kiews nach militärischem Beistand des westlichen Bündnisses

 [Lebenshaus-Alb]
NATO: Klimkin will mehr
Auf dem Treffen der Außenminister Deutschlands, Frankreichs, der Ukraine und Russlands lastete die Forderung Kiews nach militärischem Beistand des westlichen Bündnisses. Von Lutz Herden. http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/008663.html

19. August 2014

Berlin: Info-Veranstaltung 3.9. ll Faschistische Kräfte in der Ukraine

Am Vorabend der Demonstration

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eine Info-Veranstaltung  am 3. September um 19 Uhr
Coop Antikriegscafe Berlin
Die faschistischen Kräften in der Ukraine
Infoabend mit Kurzdokus, Vorträgen
anschliessende Diskussion

 

COOP Antikriegscafe

Rochstr.3  Berlin-Mitte (Alex)
U-Bahn Weinmeisterstr/Alexanderplatz
S-Bahn Hackescher Markt/Alexanderplatz

 

 

19. August 2014

Junge Welt ll »Unser Protest gegen den Gesang des Krieges«

http://www.jungewelt.de/2014/08-19/031.php

Die Leitung der Union tschechischer Schriftsteller veröffentlichte in Prag unter diesem Titel eine Stellungnahme, datiert mit August 2014, zu den Aggressionen in der Welt:

Die tschechischen Schriftsteller verfolgen mit wachsender Beunruhigung, mit welchem Zynismus und welcher Brutalität elementare Menschenrechte einschließlich des Rechts auf physische Existenz unterdrückt werden. Angriffe mit Raketenwerfern, Kampfflugzeugen, Artillerie und anderen Kampfmitteln auf dicht besiedelte Wohngebiete wie in Gaza, dem größten Konzentra­tionslager der Welt, oder in Donezk und Lugansk, den Perlen des Donbass, die in Ruinenstädte verwandelt wurden, übersät mit Kinderspielzeug und notdürftig mit Planen abgedeckten Leichen, zwischen denen sich die Überlebenden bewegen – die einen in schrecklicher Verzweiflung, andere geradezu gleichgültig. Brand-, Kassetten- und Phosphorbomben, Raketenwerfer vom Typ »Grad«, »Smertsch« oder »Uragan« und sogar ballistische Raketen werden als Mittel für Massenvernichtung und gigantische Verwüstungen eingesetzt. (…)

Diese Bestialität in neuen Erscheinungsformen, aber bereits gut bekannt durch Nazismus und Faschismus, die wir fast in direkter Übertragung wie in einem Katastrophenfilm sehen, diese ethnischen Säuberungen, werden direkt oder indirekt durch die regime­eigenen Medien marginalisiert und zumindest gebilligt. Diese Bestialität in neuer Form wird sogar von gewissen Kreisen als natürliches Recht auf Verteidigung, als Kampf gegen einen russischen, arabischen oder anderen Terrorismus ausgegeben, und das mit dem zynischen Lächeln des Rechts des Stärkeren, des Rechts des Übermenschen – des Raubtiers. Es erhebt sich das Siegesgeschrei der Macht – der Supermacht! Und als Vorstufe eines dritten (vierten?) Weltkrieges dröhnen dazu die Tamtams von Sanktionen, Drohungen und Demonstrationen militärischer Stärke, der Rhetorik von Knüppel und Peitsche.

Wir wenden uns an alle Schriftsteller, Journalisten, Lehrer, wir rufen alle anständigen Menschen der ganzen Welt auf, gegen die Verrohung der Politik unter der Diktatur einer Junta, von Monstern unter menschlicher Maske, immun zu bleiben. Jeder Blick, jedes Wort in ihre Richtung ist eines zuviel. Und sofern Sie sich nicht auf passiven Widerstand beschränken, so wissen Sie gewiß, was zu tun ist. (…)

Übersetzung aus dem Tschechischen: Klaus Kukuk