Archive for August 26th, 2014

26. August 2014

Offener Brief an den Premierminister Großbritanniens, David Cameron ll Von Sergej Stepaschin, Ehem. Premierminister Russlands 1999

August 15, 2014

Von Sergej Stepaschin, Ehem. Premierminister Russlands 1999

Der Auftritt des Premierministers von Großbritannien, David Cameron, in der Zeitschrift „SundayTimes“ mit völlig unbegründeten Beschuldigungen an die Adresse Russlands stellt eine neue Etappe der Eskalation der ukrainischen Krise dar, welche mit dem Ziel verbunden ist, die Europäische Union in den Krieg gegen Russland einzubeziehen. Bis zu diesem Zeitpunkt spielten die Rolle der Kriegstreiber die amerikanischen Politiker und die europäischen Beamten, welche die von ihnen geschaffene Macht der Faschisten in Kiew zu massenhaften Verbrechen gegen die Einwohner der Ostukraine getrieben haben, mit der Zielstellung, Russland in diesen Krieg hineinzuziehen. Mit einem klaren Aufruf zum Krieg gegen Russland ist der Regierungschef einer führenden europäischen Macht erstmals in diesem Jahrhundert aufgetreten. Dadurch bestärkt hat die ukrainische Armee mit der physischen Vernichtung der Bevölkerung von Lugansk und Donezk begonnen.
Sergej Stepaschin / David Cameron

Wie schon im Jahre 1938 der damalige Premierminister von Großbritannien, Chamberlain, die Führer der europäischen Staaten davon überzeugt hat, den Kriegszug der deutschen Faschisten gegen die UdSSR zu tolerieren, so bringt auch der gegenwärtige englische Premier seine eindeutige Unterstützung für die ukrainischen Nazis zum Ausdruck und überzeugt seine europäischen Kollegen in einer bösartigen Art und Weise davon, „die Beziehungen mit Russland fundamental zu ändern“. In diesem Zusammenhang erpresst er uns mit der Entfesselung eines neuen Krieges. Damit sich diese Macht nicht tatsächlich in den Schrecken eines neuen Weltkrieges verwandelt, muss sich der englische Premier für seine Worte verantworten.

Deshalb untersuchen wir die Thesen Ihres Auftritts, Herr Cameron, etwas genauer.

1. Ihre Behauptung, dass „immer mehr und mehr Beweise darauf hinweisen, dass das Passagierflugzeug MH17 von einer ballistischen Rakete der Aufständischen in dem von ihnen kontrollierten Gebiet abgeschossen wurde“, entbehrt jeder Grundlage. Umgekehrt, von Tag zu Tag gibt es immer mehr Beweise dafür, die bestätigen, dass die vom Präsidenten Russlands, V.V, Putin nach der Katastrophe abgegebene Erklärung, dass das Flugzeug von ukrainischen Soldaten abgeschossen wurde, richtig ist. Ihnen ist sicher bekannt, dass es offensichtlich Beweise für die Anwesenheit eines Jagdflugzeuges der ukrainischen Luftstreitkräfte neben dem abgeschossenen Passagierflugzeug gibt. Diese Tatsache wurde vom Verteidigungsministerium Russlands und noch früher vom spanischen Dispatcher in Kiew und von örtlichen Anwohnern veröffentlicht. Vorliegende Angaben und Daten über die Konzentration und Aktivierung von Mitteln der ukrainischen Luftabwehr im Abschussgebiet unmittelbar vor der Realisierung des Verbrechens und die Korrektur der ursprünglichen Flugroute in dieses Gebiet beweisen seine rechtzeitige Vorbereitung. Allein schon die zum Himmel schreienden Fakten der vom Geheimdienst der Ukraine verbreiteten Falschmeldungen über angeblich aufgefangene Gespräche der Aufständischen beweisen, dass das Verbrechen von ukrainischen Geheimdiensten vorbereitet wurde, die – wie Sie sicher wissen – von der CIA der USA mit dem Ziel der Provokation der europäischen Länder kontrolliert werden. Ziel dieser Aktionen ist die Beschuldigung Russlands am Abschuss des Passagierflugzeuges und seine Einbeziehung in einen Krieg mit der Ukraine. Und Sie, Herr Premierminister, nehmen an dieser verbrecherischen Provokation teil.

2. Sich berufend auf diese Pseudofakten, sprechen Sie die folgende ungerechte und ungesetzliche Behauptung aus:

„Dies ist das Resultat der Handlungen Russlands, welche einen souveränen Staat destabilisiert, seine territoriale Integrität zerstört, kriminelle Formationen unterstützt, trainiert und bewaffnet. Wir müssen auf diese ungesetzlichen Handlungen entsprechend reagieren“.

Aber gerade ihre Handlungen, sehr verehrte Chefs der NATO, führten zu dieser Tragödie. Sie und Ihre Kollegen unterstützten die bewaffneten Auseinandersetzungen, und den Staatsstreich, der in der Ukraine mit nationalsozialistischen Losungen verwirklicht wurde. Ihnen müssen sie doch über die massenhaften Verbrechen und über die Ermordung ukrainischer Bürger berichten. Falls Sie es nicht wissen, schauen Sie in das Weißbuch der Verbrechen (1). Dort finden Sie die Verbrechen, die an Bürgern der Ukraine von Ihren Schützlingen verübt wurden. An ihnen klebt das Blut der in Odessa verbrannten Kinder und Frauen, Tausende erschlagene friedliche Einwohner von Mariupol, Slavjansk, Kramatorsk, Lugansk, Donezk u.a. ukrainischer Städte. Solange die von der ukrainischen Macht vollzogenen Massenmorde nicht Ihre Bürger betrafen, haben Sie geschwiegen. Gleiches gilt auch für den täglichen Artilleriebeschuss, die Bombardierung von Städten der Ostukraine mit Kassetten- und Phosphorbomben, die bewusste Zerstörung von lebenswichtigen Versorgungssystemen. Von der von Ihnen unterstützen ukrainischen Macht sind jetzt auch Ihre Bürger betroffen. Betrogen, in die Falle gelockt und vernichtet wurde ein malaysisches Passagierflugzeug mit 298 Menschen an Bord. Ich denke, es wird für Sie nicht uninteressant sein zu wissen, dass die ukrainischen Kräfte von amerikanischen und europäischen Instrukteuren und Beratern trainiert und unterrichtet werden. Bei der Planung von Vernichtungsoperationen gegen Einwohner der Ostukraine nehmen Mitarbeiter der CIA teil.

3. Sie behaupten, wenn der russische Präsident, Vladimir Putin, die Unterstützung der Aufständischen in der Ostukraine einstellen würde, dann könnte die ukrainische Macht die Ordnung wieder herstellen und die Krise wäre beendet. Es gibt keinen Zweifel, dass die Krise mit der physischen Vernichtung oder mit der Vertreibung aller Bürger der Ukraine enden würde, die mit dem gegenwärtigen Regime nicht einverstanden sind.

4. Wenn Sie erklären, dass die Aufständischen das Volk der Ukraine nicht vertreten, dann treten Sie als Advokat der ukrainischen Macht auf, welche alle, die mit ihnen nicht einverstanden sind, nicht als Bürger der Ukraine betrachtet. Das bedeutet, Sie unterstützen ethnische Säuberungen und die Ermordung friedlicher Bürger. Damit treiben Sie diese Bürger zu neuen Verbrechen.

5. Die Lehren aus der Geschichte Europas sollten Sie auf keinen Fall vergessen. Mit Ihren unbewiesenen Beschuldigungen provozieren Sie einen Krieg. Sie nehmen sich das Recht, Völker aufeinander zu hetzen, über sie zu richten und die Welt mit Lügen und Gewalt zu steuern. So haben es Ihre Vorgänger gemacht. Chamberlain und andere europäische Führer unterstützten und orientierten Hitler gegen die UdSSR. Mit der erdachten Beschuldigung des Besitzes von Massenvernichtungswaffen wurde der Staat Irak vernichtet. Belgrad wurde von der NATO bombardiert. Schon mit Ihrer persönlichen Unterstützung wurde Libyen vernichtet. Für alle ihre Verbrechen haben Millionen völlig unschuldige Menschen mit ihrem Leben bezahlt. Darunter auch die Passagiere des von Ihren Schützlingen abgeschossenen Flugzeuges mit dem Ziel der Provokation neuer Verbrechen gegen die Menschheit.

Ich bin einverstanden mit Ihnen, dass es notwendig ist, eine gründliche Untersuchung der Flugzeugkatastrophe durchzuführen. Russland hat, wie Sie gebeten haben, eine ausführliche und vollständige Information über den Vorfall gegeben. Außerdem hat unser Land die Sammlung von Beweisstücken und das Auffinden der Opfer aktiv unterstützt. Wir können nur hoffen, dass Ihre Experten, denen diese Beweisstücke übergeben wurden, sich jetzt ein objektives Bild machen werden. Vielleicht klären Sie, warum die ukrainische Macht alle Aufzeichnungen von ihren Radarstationen, die das Flugzeug geführt haben, schnell beseitigen ließ. Vielleicht erhalten Sie die Zeugenaussagen von den ukrainischen Fluglotsen, denen der ukrainische Geheimdienst verboten hat, irgendetwas zu sagen.

Und letztendlich. Sie sprechen über die Notwendigkeit der Herstellung langfristiger Beziehungen zwischen der Ukraine, der EU und Russland in Abhängigkeit davon, wie Russland auf die schreckliche Tragödie reagiert. Die Führung Russlands reagierte in voller Übereinstimmung mit Ihrem Aufruf. Sie fordert die unverzügliche Einstellung aller Kriegshandlungen und die Aufnahme von Verhandlungen.

Genauso ist unser Land auch in der Zeit der antiterroristischen Operationen in der Tschetschenischen Republik aufgetreten.

Entschuldigen Sie die Schärfe meines Schreibens. Ich bin aufgeregt.

S. Stepaschin

Premierminister Russlands im Jahre 1999 Innenminister Russlands im Jahre 1998

Justizminister Russlands im Jahre 1997 Direktor des FSB von 1994 bis 1995

[1] Weißbuch der Menschenrechtsverletzungen und der Verletzung der Grundrechte der Ukraine (von April bis Mitte Juni 2014) vom Außenministerium der Russischen Föderation, Juni 2014 г.

Russische Quelle: (Hier findet sich der Brief auch in Englisch und Russisch)

http://nstarikov.ru/blog/43817

Es gibt weitere offene Briefe an die Deutschen und die Welt von russischer Seite. Hier der Link zu einem, der allerdings schärfer im Ton und vielleicht gerade deswegen beachtenswert ist: Russischer Appell an die Deutschen

26. August 2014

US-Antikriegsaktivisten fordern unabhängige Untersuchung des MH17-Flugzeugabsturz in der Ukraine

26. August 2014

Jüdische Holocaust-Überlebende aus der ganzen Welt fordern Gerechtigkeit in Gaza

(aus dem Englischen: http://ijsn.net/press-release-jewish-holocaust-survivors-from-around-the-world-call-for-justice-in-gaza/ übersetzt von Inga Gelsdorf)

Jüdische Holocaust-Überlebende aus der ganzen Welt fordern Gerechtigkeit in Gaza

 
[8/24/14 San Francisco, CA] 40 jüdische Überlebende des Nazi-Holocaust und 287 Nachkommen der Überlebenden und Opfer veröffentlichten an diesem Wochenende einen Brief, der Israels Aktionen in Gaza verurteilt. “ Als jüdische Überlebende und Nachkommen der Überlebenden und Opfer des Nazi-Genozids verurteilen wir eindeutig das Massaker an Palästinensern in Gaza und die anhaltende Besatzung und Kolonisierung des historischen Palästinas.“ Der Brief mit den Unterschreibern aus 26 Ländern, die vier Generationen Überlebender und Nachkommen repräsentieren, steht auf Seite A13 der Samstagausgabe v. 23. August der New York Times.

Über den Brief wurde unter anderem von der Ha’aretz und der BBC berichtet. Um 21:00 Uhr östl. Zeit am Samstag hatte der Ha’aretz-Artikel über 15.000 „Facebook-Gefällt mir“ Klicks erhalten und wurde mit 5.000 Mal auf Twitter geteilt. Die Unterzeichner des Briefes werden am Montag, 25. August 2014, um 11 Uhr östlicher Zeit, eine Pressekonferenz veranstalten.

Die Holocaust-Überlebenden teilten ihre Dankbarkeit über die Gelegenheit mit, ihre Missbilligung über Israels Angriff und die falsche Darstellung ihrer gemeinsamen Geschichte auszudrücken.

Liliana Kaczerginski, Tochter eines Widerstandskämpfers aus dem Wilna-Ghetto sagte: „Was Israel tut, ist gegen alles, wofür mein Vater gekämpft hat; es ist ein Missbrauch der Erinnerung an meine Familie, und ich bin stolz, sie durch meine Unterschrift zu ehren.“

Hajo Meyer, ein Auschwitz-Überlebender und Erstunterzeichner des Briefes drückte seine Empörung über den Rassismus aus, der aus Israel kommt. „Die Entmenschlichung der Juden ist das, was den Nazi-Genozid möglich machte. In gleicher Weise sind wir heute Zeuge der steigenden Entmenschlichung der Palästinenser in der israelischen Gesellschaft“, sagte er. [Meyer verstarb am 22. August 2014, einen Tag, bevor der Brief in der New York Times erschien.]

Der Brief wurde verfasst als Antwort auf eine aufwiegelnde Propagandakampagne, wobei Elie Wiesel den Mord an Kindern während des Holocaust mit den Aktionen der Hamas in Gaza vergleicht. Wiesels Propaganda – die unter anderem in der New York Times, im Wall Street Journal, in der Washington Post und dem Guardian erschien – war so geschmacklos, dass die Times von London ablehnte und der Guardian diese Antwort unentgeltlich veröffentlichte. In dem Brief schreiben die Überlebenden: „Wir sind angewidert und empört über Elie Wiesels Missbrauch unserer Geschichte, um das Ungerechtfertigte zu rechtfertigen: Israels Massenbemühung, Gaza zu zerstören und den Mord an über 2.000 Palästinensern, darunter viele Hunderte von Kindern.“

Dr. Hani Jamah, eine Palästinenserin, die in Kalifornien lebt, die 30 Familienmitglieder bei einer israelischen Bombardierung verloren hat, sagte: „Als Israel mit seiner Bombardierung von Gaza begann, stellte ich die Nachrichten an und entdeckte, dass 30 meiner Tanten und Kusinen bei einem einzigen Bombenanschlag umgekommen waren. Das Hinzufügen meiner Stimme zu denen der 40 Überlebenden des Nazi-Genozids“ bringt unserer Forderung noch mehr Power, dass wir zusammenarbeiten müssen, um Gaza Gerechtigkeit zu bringen.“

Mit der wachsenden Anzahl von Menschen in der ganzen Welt, die Israel zur Rechenschaft ziehen wegen seiner Genozid-Verbrechen, applaudiere ich für die mutigen Stellungnahmen der Holocaust-Überlebenden und ihren Familien, die auf der richtigen Seite der Gerechtheit stehen“, sagte Monadel Herzallah, die Teil des US-palästinensischen Gemeinde-Netzwerk ist und Familie in Gaza hat. „Unsere Kinder und Enkelkinder in Gaza verdienen ein Leben in dem Glauben, dass „nie wieder“, wirklich „niemals wieder“ bedeutet, für jeden, überall und zu jeder Zeit.“

Raphael Cohen, ein Enkel Überlebender, der in den Vereinigten Staaten lebt, rief die Menschen auf, zu handeln und Gerechtigkeit für die Palästinenser zu verlangen. „Es ist meine eigene Regierung, die für diese Verstöße bezahlt. Wenn Regierungen nicht das tun wollen, war rechtens ist, müssen Einzelpersonen und Gemeinschaften ihre Stimme erheben. Deshalb unterstützen die Palästinenser den Aufruf zu Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen.“

Die Unterzeichner hoffen, dass ihr Brief die Forderung bestärken wird, dass das Erbe des jüdischen Leidens für jeden bedeuten muss: „Nie wieder!“ und nicht zuletzt, nie wieder von irgendjemandem zur Verteidigung israelischer Gewalt eingesetzt werden kann.

26. August 2014

Forderungen nach Aufklärung des Absturzes von Flug MH17 in der Ukraine werden immer lauter

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Eine internationale Online-Petition, veröffentlicht auf RootsAction.org, fordert die unabhängige transparente Aufklärung zu den Umständen des Absturzes der malayischen Passagiermaschine MH17 über der Ukraine. Hier auch Deutsch:

Eine lange Liste prominenter Persönlichkeiten hat jetzt eine Petition mit dem Titel „Forderung nach einer unabhängigen Untersuchung des Flugzeugabsturzes in der Ukraine und der katastrophalen Folgen“ unterzeichnet .

Eine Reihe von Organisationen wird die Petition in den kommenden Tagen veröffentlichen und man kann die Petition bereits jetzt unterzeichnen.

Die Petition ist gerichtet an „alle Staatschefs der NATO-Staaten, Russlands und der Ukraine, an den UN-Generalsekretär Ban-Ki Moon und die Staatschefs der Länder im UN-Sicherheitsrat.“ Die Petition wird jedem der oben Genannten zugestellt.

Natürlich gibt es unbestrittene Fakten, die das Verständnis der Menschen verändern können. Viele US-Amerikaner sind sich der NATO-Erweiterung nicht bewusst oder der Tatsache welche Aktionen in Russlands Augen als aggressiv und bedrohlich erscheinen. Aber wenn ein bestimmtes Ereignis als eine unmittelbare Ursache für einen Krieg benutzt zu werden scheint lohnt es sich Zeit darauf zu verwenden, um auf einer Klarstellung der Fakten zu bestehen. Dabei gilt es festzustellen, dass kein mögliches Ergebnis einer Untersuchung einen Krieg rechtfertigen würde. Vielmehr geht es darum, das Aufzwingen einer unbewiesenen Erklärung zu verhindern, die einen Krieg wahrscheinlicher machen würde.

Was wäre geschehen, wenn der Vorfall des Golf von Tonkin vor 50 Jahren in diesem Monat untersucht worden wäre? Was, wenn die unabhängige Untersuchung, die Spanien im Fall des Untergangs der USS Maine forderte damals erlaubt worden wäre? Was wäre geschehen, wenn der US-Kongress nicht geglaubt hätte, dass man die Babys aus dem Brutschrank riss oder etwa die lächerlichen Berichte über die großen Vorräte an Massenvernichtungswaffen? Oder anders herum gefragt, was wäre passiert, wenn jeder im vergangenen Jahr ohne alle Skepsis auf John Kerry gehört hätte, als man Syrien angreifen wollte?

Als ein malaysischen Flugzeug in die Ukraine abstürzte, hat US-Aussenminister John Kerry sofort Wladimir Putin beschuldigt, hat aber bisher noch keinen Beweise für diesen Vorwurf geliefert. Unterdessen erfahren wir, dass die US-Regierung die Möglichkeit in Betracht zieht, dass das, was passiert ist, eigentlich ein Versuch war, Präsident Putin zu ermorden. Diese beiden Versionen, die eine zunächst ohne ersichtlichen Grund öffentlich gemacht und die andere, die jetzt wie berichtet insgeheim untersucht wird, beide Versionen könnten unterschiedlicher kaum sein. Dass die zweite auch nur in Erwägung gezogen wird, lässt es sehr viel wahrscheinlich erscheinen, dass ein schwerwiegender Beweis für die anfängliche Beschuldigung Kerrys nicht gefunden worden ist.

In der Petition heisst es wörtlich:

„Richten Sie eine unparteiische internationale Fact-Finding-Anfrage und fordern Sie einen öffentlichen Bericht über die Ereignisse in der Ukraine, um die Wahrheit über die Ereignisse zu offenbaren.

     „Warum ist dies wichtig?

     „Es ist wichtig, weil es so viel Fehlinformation und Desinformation in den Medien gibt, und wir uns im Eiltempo in Richtung eines neuen Kalten Krieges mit Russland bewegen.“

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Erstunterstützer der Petition:

Hon. Douglas Roche, OC, Canada
David Swanson, co-founder, World Beyond War
Bruce Gagnon,  Global Network Against Nuclear Power and Weapons in Space
Alice Slater, JD, Nuclear Age Peace Foundation, NY
Professor Francis A. Boyle, University of Illinois College of Law
Natasha Mayers, Union of Maine Visual Artists
David Hartsough, co-founder, World Beyond War
Larry Dansinger, Resources for Organizing and Social Change
Ellen Judd, Project Peacemakers
Coleen Rowley, Women Against Military Madness
Medea Benjamin, Code Pink
Brian Noyes Pulling, M. Div.
Anni Cooper, Peaceworks
Kevin Zeese, Popular Resistance
Leah Bolger, CDR, USN (Ret), Veterans for Peace
Raymond McGovern, former CIA analyst, VA
Margaret Flowers, Popular Resistance
Gloria McMillan, Tucson Balkan Peace Support Group
Ellen E. Barfield, Veterans for Peace
Cecile Pineda, author. Devil’s Tango: How I Learned the Fukushima Step by Step
Jill McManus
Steve Leeper, Visiting professor, Hiroshima Jogakuin University,Nagasaki University
Kyoto University of Art and Design
William H. Slavick, Pax Christi Maine
Helen Caldicott, Helen Caldicott Foundation
David Krieger, Nuclear Age Peace Foundation
Brigadier Vijai K Nair, VSM [Retd] Ph.D. , Magoo Strategic Infotech Pvt Ltd
Kevin Martin,  Peace Action
Carol Reilly Urner, Women’s International League for Peace and Freedom
Ann E. Ruthsdottir
Kay Cumbow
Steven Starr, Senior Scientist, Physicians for Social Responsibility
Tiffany Tool,  Peaceworkers
Sukla Sen, Committee for Communal Amnity, Mumbai India
Joan Russow, PhD, Coordinator, Global Compliance Research Project
Rob Mulford, Veterans for Peace, North Star Chapter, Alaska
Jacqueline Cabasso,  Western States Legal Foundation, United for Peace and Justice
Ingeborg Breines, Co-president International Peace Bureau
Judith LeBlanc, Peace Action
Felicity Ruby
Jerry  Stein,  The Peace Farm, Amarillo , Texas
Michael Andregg, professor, St. Paul, Minnesota
Elizabeth Murray,  Deputy National Intelligence Officer for the Near East, National Intelligence Council, ret.: Veteran Intelligence Professionals for Sanity, Washington
Robert Shetterly, artist,  “Americans Who Tell the Truth,” Maine
Katharine Gun, United Kingdom
Dave Webb, Campaign for Nuclear Disarmament, UK
Amber Garland, St. Paul, Minnesota
John Feffer, Foreign Policy in Focus
Beverly Bailey, Richfield, Minnesota
Joseph Gerson,  Convener, Working Group for Peace & Demiitarization in Asia and the Pacific
Stephen McKeown, Richfield, Minnesota
Dominique Lalanne,  France
Bill Rood, Rochester, Minnesota
Tom Klammer, radio host, Kansas City, Missouri
Barbara Vaile, Minneapolis, Minnesota
Mali Lightfoot, Helen Caldicott Foundation
Tony Henderson, spokesperson for universal humanism, Hong Kong
Darlene M. Coffman, Rochester, Minnesota
Sister Gladys Schmitz, Mankato, Minnesota
Edward Loomis, NSA Cryptologic Computer Scientist (ret.)
J. Kirk Wiebe, NSA Senior Analyst (ret.), MD
William Binney, former Technical Director, World Geopolitical & Military Analysis, NSA; co-founder, SIGINT Automation Research Center (ret.)
Dave Webb, UK Campaign for Nuclear Disarmament

bitte unterzeichnen:

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Fussnoten

Brutkastenlüge im Vorfeld des Irakkriegs 1991
http://de.wikipedia.org/wiki/Brutkastenl%C3%BCge

USS Maine
http://de.wikipedia.org/wiki/USS_Maine_%28ACR-1%29

Golf von Tonkin
http://www.welt.de/print-welt/article597934/Eine-Luege-die-58-134-Amerikaner-das-Leben-kostete.html

Angriffspläne gegen Syrien
http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/Syrien/un-report.html

26. August 2014

KUNDGEBUNG und DEMO am 4. SEPTEMBER ll NEIN zum Krieg – NATO stoppen!

NEIN zum Krieg – NATO stoppen!

Schluss mit NATO-Osterweiterung und Einmischung in der Ostukraine!

Keine Unterstützung von Faschisten!

KUNDGEBUNG und DEMO am 4. SEPTEMBER 2014

Treffpunkt 18 Uhr Oranienplatz / Berlin

als Protest gegen den NATO-Gipfel vom 4. bis 5. September 2014 in Wales

Wir sagen NEIN zu:

Einsatz von Militär und Privatarmeen

Kriegshetze und Kriegsvorbereitung

Konfrontation mit Russland

Wirtschaftlichen und politischen Sanktionen gegen Russland

NATO- und EU-Osterweiterung

Verharmlosung und Unterstützung von Faschisten

Wir fordern:

Keine NATO-Manöver in Osteuropa

Keine Rüstungsexporte in die Region

Schluss mit jeglicher Eskalationspolitik

Keine Zusammenarbeit mit Faschisten

Wir sind solidarisch mit allen antifaschistischen und emanzipatorischen Kräften in der Ukraine.

NO-NATO-Bündnis Berlin

V.i.S.d.P. Uwe Hiksch, 13351 Berlin

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