Archive for August 20th, 2014

20. August 2014

Junge Welt ll Rüstungsindustrie: Israels Geschäft mit dem Krieg

Israelischer Soldat mit „Merkava“-Panzer: Zwangloses Verhältnis zur Waffe

Israel investiert wie kaum ein anderes Land in die Forschung – und nirgendwo sonst sind Wissenschaft, Armee, Rüstungsindustrie und Politik so eng miteinander verwoben. Das Ergebnis ist eine Hightech-Waffenschmiede, die alle Welt beliefert.

Zum Artikel: http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/israels-ruestungsindustrie-milliarden-geschaeft-mit-militaertechnik-a-981379.html

20. August 2014

Junge Welt ll Friedensofferte Versuchsballon aus Kiew

Stimme der Vernunft

Ukrainischer General für Verständigung mit Donbass. Präsidialamt in Kiew spricht sich für diplomatische Lösung aus. Hintergrund: Stagnation der Kämpfe.

Der ukrainische Beauftragte für den Austausch von Gefangenen im Bürgerkrieg, Generaloberst Wladimir Ruban, hat zu einem Verhandlungsfrieden aufgerufen. In einem langen Interview mit dem prowestlichen Internetportal Ukrainskaja Prawda sagte er, der Krieg werde im Interesse bestimmter Kreise in die Länge gezogen. Man solle aufhören, die Verteidiger der »Volksrepubliken« im Donbass als Untermenschen und Terroristen zu bezeichnen. Ihre Führer seien Offiziere wie er, auf deren Ehrenwort er sich in seinen Verhandlungen immer habe verlassen können. Die einfachen Anhänger des Aufstands bezeichnete Ruban als ukrainische Bürger, die ebenso wie die Bewohner im Westteil des Landes auf dem Maidan in Kiew gestanden hätten. Viele seien unzufrieden damit, daß sich die Veränderungen seit dem Februar auf die Entfernung von Wiktor Janukowitsch aus dem Präsidentenamt beschränkt hätten. Ruban bestritt gegenüber der erkennbar ungläubigen Interviewerin der Ukrainskaja Prawda, daß im Donbass auf seiten der Aufständischen Russen kämpften; es gebe allenfalls einige »Berater«, ebenso wie es solche aus der NATO auf seiten der Regierungsarmee gebe. Auf die entgeisterte Frage der Journalistin, ob nicht ein Terrorist sei, wer die Zivilbevölkerung bedrohe, erwiderte Ruban trocken: »Ist Ihnen noch nicht aufgefallen, daß jede Armee dazu da ist, die Bevölkerung zu bedrohen? Offiziere, die die Militärakademie abgeschlossen haben, sind ausgebildete Mörder.«

hier weiterlesen: http://www.jungewelt.de/2014/08-21/045.php
 

 

http://www.jungewelt.de/2014/08-21/012.php

21.08.2014 / Ansichten / Seite 8Inhalt
Friedensofferte
Versuchsballon aus Kiew
Von Reinhard Lauterbach

Der ukrainische Generaloberst Wladimir Ruban hat sich für eine Verhandlungslösung im Konflikt mit dem Donbass ausgesprochen. Es ist zweitrangig, ob der Militär mit allen seinen Äußerungen in der Sache recht hat. So kann man seine These, daß auch die Kämpfer des Donbass auf dem Maidan gestanden hätten, mit guten Gründen bezweifeln. Ähnliches gilt für die Aussage über die Abwesenheit russischer Kämpfer, wenn selbst auf Webseiten der Aufständischen zur Meldung von Freiwilligen über Telefonnummern mit Moskauer Vorwahl aufgerufen wird. Schließlich fällt auf, daß der General für das Foto zum Interview Zivil trug. Das Gespräch mit der prowestlichen und in den vergangenen Monaten sehr nationalistischen Ukrainskaja Prawda ist so möglicherweise der Versuchsballon einer Fraktion im Kiewer Machtgeflecht, um die Reaktion des eigenen Publikums für den Fall eines Kompromißfriedens zu testen.

Sollte diese Vermutung zutreffen, sind die Chancen gering, daß ein solcher Frieden kurzfristig in der Leserschaft der Ukrainskaja Prawda Akzeptanz finden könnte. Monate der Hetze gegen »Putler« und das »russische Vieh« sind nicht folgenlos geblieben. Der überwiegende Teil der Leserkommentare wirft Ruban in Abstufungen vor, ein russischer Agent oder ein Geschäftemacher mit fremdem Unglück zu sein. Freilich: die Reaktion sähe vermutlich anders aus, wenn man nicht nur das »proeuropäische« Intelligenzlerpublikum des Webportals befragte, sondern die Gesamtbevölkerung der Ukraine. Seit Wochen protestieren vor allem in der Provinz Eltern und Ehefrauen ukrainischer Soldaten und fordern, ihre Angehörigen aus dem Kampfgebiet zurückzuholen. Die hohen Verluste der Regierungstruppen lassen sich auf Dauer nicht verheimlichen. Selbst das westlich finanzierte Internetfernsehen hromadske.tv zeigt Videos von Soldaten, die ihre Transportzüge per Notbremse anhalten und von ihren Offizieren lautstark Fahrkarten nach Hause verlangen. Das ist noch keine Revolution, aber doch ein Faktor, mit dem die Hurrapatrioten langsam rechnen müssen. Schon hat das Kiewer Verteidigungsministerium eine »Verfriedlichung« der Bevölkerung moniert und kritisiert, daß kaum noch ein männlicher Bewohner des Landes eine Kalaschnikow auseinandernehmen und wieder zusammensetzen könne. Verbindliche vormilitärische Schulungen für alle erwachsenen Bürger sollen diesem Übel vom Herbst an abhelfen.

Der linke russische Autor Boris Kagarlitzky hat dieser Tage in seinem Blog geschrieben, die Regierungstruppen müßten gewinnen, den Aufständischen reiche es dagegen, nicht verloren zu haben. Vielleicht kommt das manchen Politikern in Kiew langsam zu Bewußtsein. Die immer kritischere Wirtschaftslage mag dieser Einsicht nachhelfen. Doch wer als erster zum Frieden aufruft, geht ein hohes Risiko ein. Ukrainische Dolchstoßlegenden werden nicht auf sich warten lassen. Hat jemand in Kiew den Mut, den Frieden zu versuchen?

20. August 2014

DR. SELTSAM ll SO, 7.SEPT. 13 Uhr Brauhaus Südstern ll „GLAUBST DU DIE RUSSEN WOLLEN KRIEG?!“

SONNTAG, 7.SEPTEMBER 2014, 13 Uhr Brauhaus Südstern

„GLAUBST DU DIE RUSSEN WOLLEN KRIEG?!“ fragte schon 1964 Jewtuschenko. Der Freidenker-Kongress am 6.9. im Rathaus Pankow bekämpft aktuelle Medienlügen, davon berichten zwei der Referenten, DR. SABINE SCHIFFER und DR.GÜNTER SZIALKIEWICZ. Spannende Enthüllungen der NATO-Propaganda garantiert, z.B. wurde der MAL-Flieger nicht von Raketen getroffen. Musik DETLEV K.

DR. SELTSAMS WOCHENSCHAU: Jeden ersten Sonntag im Monat 13-15 Uhr im Brauhaus Südstern, Hasenheide 69, 10967 Berlin-Kreuzberg, 100 Meter Fußweg von der U7 Station Südstern Richtung Hermannplatz. ( Achtung: Nicht S-Bahn Südkreuz!) Frische Biere, zwei Terrassen und großer Park Hasenheide. Tischbestellung 030-69001624.

Infos unter 030-691 99 22 oder http://www.drseltsam.net

EINTRITT FREI -SPENDEN ERWÜNSCHT!

20. August 2014

Junge Welt ll Kiewer Terror in der Ostukraine Zivile Opfer gewollt

http://www.jungewelt.de/2014/08-20/064.php

20.08.2014 / Ansichten / Seite 8Inhalt
Kiewer Terror in der Ostukraine
Zivile Opfer gewollt
Von Rainer Rupp

Nach der Bevölkerung von Slowjansk hat die Armee der Kiewer Junta jetzt auch die Einwohner der Millionenstadt Donezk vorsätzlich von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten. Sie ließ die 15 Kilometer entfernte Pumpstation bei Jasinuwata durch Grad-Raketenwerfer zerstören. Zugleich beschoß schwere Artillerie u.a. das Kinderkrankenhaus in Lugansk. Auch die Förderanlagen der Kohlengrube »Komsomolez Donbassa« wurden am Sonntag durch Beschuß und das folgende Feuer in Schutt und Asche gelegt. Wegen des arbeitsfreien Tages waren nur 37 Bergarbeiter unter Tage, sieben konnten sich retten, 30 sitzen in der Tiefe gefangen. Kommandos von Faschisten legen systematisch Feuer auf den Feldern der Ostukraine, um die reife Ernte zu vernichten. Laut russischen Sendern (u.a. Rossija 24) soll das Stadtzentrum von Lugansk mit einer taktischen ballistischen Rakete vom Typ »Totschka-U« beschossen worden sein. Die auch nuklear bestückbare Rakete kann einen konventionellen Sprengkopf tragen, der auf der Fläche von drei Fußballfeldern alles dem Erdboden gleichmacht.

All dies geschah am vergangenen Sonntag. Jede einzelne dieser ohne Zweifel gegen Zivilisten gerichteten Kampfhandlungen stellt nach internationalem Recht ein Kriegsverbrechen dar. Dafür gibt es Vorbilder: Das menschenverachtende Vorgehen der Juntakräfte in der Ostukraine erinnert stark an das der amerikanischen Soldateska z.B. in Irak gegen die renitente Großstadt Falludscha, die zu 90 Prozent zerstört wurde, oder an den US-angeführten NATO-Bombenkrieg gegen Jugoslawien. Nachdem es damals den US/NATO-Luftwaffen nicht gelungen war, dem serbischen Armeekorps im Kosovo auch nur leichten Schaden zuzufügen, begann der US-NATO-Terrorkrieg gegen zivile Ziele wie die Wasser- und Stromversorgung der serbischen Bevölkerung. Mit dieser Terrordoktrin hatte der damalige US-Außenminister James Baker 1991 schon seinem irakischen Amtskollegen Tarik Aziz gedroht: »Wie werden Ihr Land zurück in die Steinzeit bomben«. In dieser Strategie sind zivile Opfer keine »Kollateralschäden« von Angriffen auf militärische Ziele, sondern die Zerstörung der zivilen Infrastruktur und die Terrorisierung der Bevölkerung sind das Ziel, damit letztere sich gegen ihre Führung erhebt.

Zum Einsatz der »Totschka-U« gegen ein urbanes Zentrum zitierte die türkische Cihan News Agency den stellvertretenden Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses der russischen Duma, Franz Klinzewitsch mit den Worten, dies könne nur bedeuten, daß Kiew für alle Aktionen von Washington Carte blanche erhalten habe. Die Tatsachen sprechen dafür, daß die Junta, die von altgedienten CIA- und Pentagon-Experten beraten wird, in der Ostukraine die US-Strategie der »verbrannten Erde« durchsetzen will. Zuvor hatten dies ihre Brüder im Geiste, die deutschen Naziarmeen, auf ihrem Rückzug durch das geschundene Land getan.
 

http://de.ria.ru/politics/20140818/269327655.html

Rechter Sektor beklagt „schwere Verluste“ bei Kämpfen in Ost-Ukraine

Die ukrainische Nationalistenbewegung „Rechter Sektor“ (RS), die auf der Seite der regulären Armee gegen bewaffnete Regierungsgegner im Osten des Landes kämpft, erleidet bei den andauernden Gefechten nach eigenen Angaben schwere Verluste.

„Die Kämpfer des Rechten Sektors nehmen an den gefährlichsten Operationen wie Aufklärungs- und Sabotageoperationen und der gewaltsamen Aufklärung teil“, teilte RS-Sprecher Borislaw Beresa am Montag dem lettischen Radiosender Baltkom mit. „Die gesamte Aufklärung liegt jetzt faktisch beim Rechten Sektor.“ Die Verluste der Nationalisten bezeichnete Beresa als groß, weigerte sich jedoch, genaue Zahlen zu nennen. (…)

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