http://de.ria.ru/politics/20140815/269298303.html
Merkel: „Hohes Interesse an konstruktiven Beziehungen mit Russland“
MOSKAU, 15. August (RIA Novosti).
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat „ein hohes Interesse“ Deutschlands „an vernünftigen und konstruktiven Beziehungen mit Russland“ betont.
In einem Interview für die „Lübecker Nachrichten“ hob Merkel hervor, dass sie sich dafür als Bundeskanzlerin immer eingesetzt habe „und es weiter tun“ werde.
Sie sei bereit, „mit Präsident Putin im Gespräch zu bleiben“, fügte sie an.
Zugleich betonte sie ihre ablehnende Haltung zur „Annexion der Krim“.
http://de.ria.ru/politics/20140815/269298775.html
Russlands Gegensanktionen treffen sicher ins Ziel – „Wirtschaftsblatt“
MOSKAU, 15. August (RIA Novosti).
Mit dem Boykott westlicher Lebensmittel als Antwort auf die westlichen Sanktionen hat Russland sicher ins Ziel getroffen, wie das österreichische „Wirtschaftsblatt“ berichtet.
Europas Agrarpolitik könnte auch den EU-Mitgliedstaaten teuer zu stehen kommen, sollten die russischen Sanktionen ein ganzes Jahr lang oder sogar noch über diesen Zeitraum hinaus in Kraft bleiben.
Mit dem Boykott westlicher Lebensmittel ziele Russland bewusst auf die europäische Landwirtschaft ab, die ein Schlüsselsektor der Europäischen Union ist, heißt es in der Zeitung.
Zwei Jahrzehnte nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, der die Region jahrelang von EU-Waren abgeschnitten hatte, sei Russland inzwischen nach den USA der zweitgrößte Konsument der Europäischen Union und nimmt jährlich Lebensmittel im Gegenwert von etwa neun Milliarden Euro ab.
Unternehmen aus dem Westen haben in Russland im großen Stil investiert, heißt es ferner. Firmen wie der dänische Brauereikonzern Carlsberg oder die Coca-Cola HBC machen inzwischen ein Drittel ihres Umsatzes in Russland.
Dennoch habe Russland bislang noch nicht die ultimative Waffe als Reaktion auf die westlichen Sanktionen gezogen: Rohstoffe und Energie, betont die Zeitung. Die Gaslieferungen nach Europa zu drosseln würde die Wirtschaftsmacht Deutschland enorm gefährden. Gleichzeitig würden Importbeschränkungen für Fahrzeuge und Fahrzeugteile der Automobilbranche Schaden zufügen, die inzwischen stark auf Russland als Absatzmarkt ausgerichtet ist.