CO-OP NEWS

Gewaltfreie Aktion GÜZ abschaffen vom 17. bis 24. August 2014

Pressemitteilung
8. August 2014

Eine mehrtägige Besetzung des Truppenübungsplatzes Altmark ist in der Zeit vom 17. bis 24. August 2004 geplant. Dies wird die erstmalige Gewaltfreie Aktion ‚GÜZ abschaffen sein‘. Das GÜZ, das abgeschafft werden soll,  ist das „Gefechtsübungszentrum Heer“, welches als modernste Einrichtung ihrer Art in Europa gilt. Alle Soldatinnen und Soldaten, die in den Auslandseinsatz gehen, erhalten auf diesem Truppenübungsplatz ihren finalen Übungsabschnitt.

Die Gewaltfreie Aktion GÜZ abschaffen nimmt  ihren Ausgangspunkt im diesjährigen „War stats here“-Camp in Potzehne, westlich der Colbitz-Letzlinger Heide, versteht sich aber als eigenständige Aktion. Während auf dem Truppenübungsplatz Altmark  tagtäglich militärische Gewalt trainiert wird, setzt diese Gruppe auf Gewaltfreiheit als Gegenmodell.  Mit den Mitteln des Zivilen Ungehorsams soll ein deutliches Zeichen für die Kraft der Gewaltfreiheit gesetzt werden.  „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Aktion setzen sich zwar bewusst über Verbote hinweg, tun dies aber in Verantwortung für das Leben und eine friedliche Zukunft.“ erklärt der zu der Gruppe gehörend Pfarrer Berthold Keunecke aus Herford,

In der Aktion kommen Menschen mit Erfahrungen von Gewaltfreien Aktionen aus anderen Widerstandsorten und Neulinge zusammen. Für das Miteinander der Menschen in der Aktion gibt es eine intensive Vorbereitung in Bezugsgruppen und Trainings.  Ein Rechtshilfebüro unterstützt juristisch die Aktion, da die Bundeswehr schon mit juristischen Schritten gedroht hat.

Es gibt also eine neue Form der zivil-militärischen Zusammenarbeit: Die Bundeswehr baut die Übungsstadt Schnöggersburg und die Zivilbevölkerung nimmt diese und andere Gebiete des Truppenübungsplatzes Altmark symbolisch in Besitz und erfüllt sie mit friedlichem Leben. .

Die Aktion will auch die  Bürgerinitiative OFFENe HEIDe unterstützen, die sich vor Ort nunmehr schon 21 Jahre für die ausschließlich zivile Nutzung der Colbitz-Letzlinger Heide einsetzt. „Der internationalen Bedeutung des Gefechtsübungszentrums für die Militärstrategie der Bundesrepublik muss ein breit aufgestellter Widerstand entgegen gesetzt werden.“ meint deren Sprecher Helmut Adolf.

Weitergehende Informationen, die Möglichkeit, unseren Newsletter zu abonieren und Absichts- und Solidaritätserklärungen für die Aktion zu unterzeichnen gibt es im Internet unter www.gewaltfreie-aktion-guez-abschaffen.de.

Wir laden Sie ein, uns auch vor Ort zu besuchen oder weitere Informationen über Telefon zu erfragen: Berthold Keunecke Tel. 05221- 27 64 786, oder  Jan Stehn 033209-20430 (bis 15.8.) und ab 16.8.: 0151-20615745.