Archive for Juni 8th, 2014

8. Juni 2014

Japan underreports 640kg of plutonium to IAEA

Japan has failed to mention its possession of nearly 640 kilograms (1,411 lbs) of unused plutonium, enough to produce about 80 nuclear bombs, in its reports to the International Atomic Energy Agency (IAEA) in 2012 and 2013.
Japan kept the unreported plutonium as mixed oxide (MOX) fuel, a plutonium-uranium mixture that could be burned in a reactor. It was found in an offline reactor in a nuclear plant in Saga Prefecture in the southern Japanese town of Genkai, RT reported Sunday.
According to the report, the MOX fuel was loaded into the No. 3 reactor of Kyushu Electric Power Co.’s Genkai nuclear plant in March 2011 during its regular checkup, shortly before the Fukushima Nuclear disaster occurred later that month. It was then taken out two years later as the reactor remained offline.
The unreported plutonium was first found by Kakujoho, a nuclear information website.
According to the reports Tokyo submitted, plutonium reserves in the country stood at 1.6 tons, while they were nearly 2.2 tons in 2011. It appears that Japanese government excluded the loaded plutonium.
However, an official of Japan’s Atomic Energy Commission argued in an interview with Japanese Kyodo News that the unreported plutonium is still considered being used and hence exempt from reporting to the IAEA.
But experts both in Japan and abroad warn that the Tokyo’s reporting does not reflect the actual state of unused plutonium that could be diverted for nuclear weapons.
„From the safeguards point of view this material is still un-irradiated fresh MOX fuel regardless of its location,“ former IAEA Deputy Director General Olli Heinonen said. „If it has, indeed, not been irradiated, this should be reflected in the statements.“
Keeping the largest amount of plutonium among non-nuclear armed nations, Japan claims to possess over 44 tons of plutonium (9.3 tons within the country and 35 tons in Britain and France), while the actual amount is 45 tons, said Japan’s Kyodo News Agency.
Japan’s nuclear reactors remain idle after the 2011 disaster at Fukushima. In the past the country used plutonium for power generation.
MB/MB
– See more at: http://en.alalam.ir/news/1600808#sthash.yiVJ4dtN.dpuf

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8. Juni 2014

[Junge Welt] Peace Event des Tages: USAID

In der bosnischen Hauptstadt Sarajewo findet an diesem Wochenende »das »größte internationale Friedens-Event 2014« statt, werben die Veranstalter. Mehr als 50 Organisationen seien an der Vorbereitung beteiligt gewesen, Tausende Besucher aus aller Welt setzten sich »für Frieden ein mit dem Ziel, die Welt zu verändern, von einer Welt des Krieges und der Gewalt zu einen Kultur des Friedens, der Gewaltlosigkeit und der Gerechtigkeit«, heißt es in der Ankündigung.

Das »Peace Event« wird von namhaften Gruppen getragen, es kommen Kommunisten und Kirchgänger, Vertreter vom Internationalen Friedensbüro, von Caritas Schweiz, von der Juristenorganisation IALANA, Pax Christi und vom Forum Ziviler Friedensdienst etwa. Neben den Quäkern sind als Finanziers mit im Boot die Linkspartei-nahe Rosa-Luxemburg-Stiftung, aber auch, und das ist neu: das französische Außenministerium und USAID, die für »Entwicklungszusammenarbeit« zuständige Behörde der US-Regierung.

Ausgerechnet letztere sollen den Frieden in der Welt finanzieren? Paris schickt Truppen nach Mali, Zentralafrika, Cote d’Ivoire und geriert sich in Sarajewo als Samariter? Und USAID? 2012 unterzeichneten Bolivien, Kuba, Ecuador, Dominikanische Republik, Nicaragua und Venezuela eine Resolution über die Ausweisung von Mitarbeitern der USAID aus den ALBA-Staaten, weil USAID die politische Opposition fördere, mit den US-Geheimdiensten zusammenarbeite und sich an der Destabilisierung gewählter Regierungen beteilige.

USAID hat 2014 ein Budget von 47 Milliarden Dollar und ist direkt dem Außenministerium in Washington unterstellt. Passend zur neuen Friedensfront in Sarajewo hat Hillary Clinton nun ihre Zustimmung zum Irak-Krieg 2003 als »Fehler« bezeichnet. Das meldeten am Freitag US-Medien mit Verweis auf die Autobiographie der früheren US-Außenministerin, die nach Pfingsten auf den Markt kommt. (rg)

8. Juni 2014

Interview mit Reiner Braun (IALANA) – USAID und das Peace Event Sarajevo 2014

hier ein Auszug aus einen Interview mit Reiner Braun im Neuen Deutschland zur Frage der Spenderliste für das Peace Event Sarajevo 2014

http://www.neues-deutschland.de/artikel/935263.niemand-schlittert-in-einen-krieg.html

Auf der Spenderliste für das »Peace-Event« findet sich neben Ministerien auch die USAID, eine US-Behörde für internationale Entwicklung. Sind das die richtigen Geldgeber?
Wir bekommen Gelder von mehreren Regierungen, der finnischen und der französischen. Und über die deutsche Botschaft auch von der Bundesregierung. Für uns ist das eine sinnvolle Verwendung von Steuergeldern. Und wir begrüßen es – im Sinne des Grundgesetzes -, dass die Bundesregierung bereit war, die Veranstaltung, auf deren Inhalt sie keinen Einfluss genommen hat, mit zu finanzieren. Es bleibt die Frage: Ist das meiste Geld der Rosa-Luxemburg-Stiftung nicht auch Regierungsgeld?

Und die Gelder der USAID, die stark in die Sicherheitsstrategie der USA integriert ist und in der Kritik steht, auch Spionage zu betreiben, die Privatisierung öffentlicher Sektoren in den Nehmerländern zu forcieren?
Alle hier aktiven Friedensgruppierungen und viele zivilgesellschaftlich engagierten Gruppen in Bosnien-Herzegowina und in den anderen Teilen des ehemaligen Jugoslawien leben davon, dass sie von der USAID oder der EU finanziell unterstützt werden. Wenn wir mit ihnen zusammenarbeiten wollen, müssen wir das akzeptieren. Teile der Gelder, die diese Gruppen bekommen haben, sind zum Beispiel über Druckkostenzuschüsse mit in die Finanzierung geflossen. Im Sinne der Transparenz haben wir dies auch benannt. Wir haben keine direkte Spende bekommen. Die inhaltliche Kritik an der USAID teile ich aber absolut.

Die Diskussion darüber ist also nicht vorbei?
Die Diskussion gab es schon während der Vorbereitung. Jede und jeder hat von dieser Unterstützung gewusst. Dabei ist die Unabhängigkeit des »Peace-Events« vom ersten bis zu letzten Augenblick gewährleistet. Es gibt zwei Komitees, beide tragen die alleinige Verantwortung für das Programm.

8. Juni 2014

Interview with Reiner Braun (IALANA): USAID and the Peace Event Sarajevo

Here is an excerpt from an interview with Reiner Braun in Neues Deutschland (German daily newspaper) on the question of the donation list for the Peace Event:
http://www.neues-deutschland.de/artikel/935263.niemand-schlittert-in-einen-krieg.html

On the list of donors for the “Peace Event” also USAID, a U.S. Agency for International Development, can be found besides ministries. Are these the right funders?
We receive funding from several governments, Finnish and French and through the German embassy also from the Federal government. For us, this is a good use of taxpayers‘ money. And we welcome it – in the sense of the Basic Law -, that the Federal government was willing to finance an event, on which’s contents it didn’t have any influence. The question remains: Is most of the money of the Rosa Luxembourg Foundation not also government money?

And the funds of USAID, which is strongly integrated into the Security Strategy of the United States and is criticized, even to be engaged in espionage, to boost the privatization of public sectors in recipient countries?
All active peace groups here and many civil society activists groups in Bosnia-Herzegovina and in the other parts of former Yugoslavia live from the financial support they receive from USAID or the EU. If we want to work with them, we have to accept that. Parts of the funds these groups received poured into financing for example over printing cost subsidy. In the spirit of transparency we have also named that. We did not get any direct donation. However, I totally agree on the substantive criticism on USAID.

So the debate on this is thus not over?
The discussion already existed during preparation. Each and everyone has been aware of this support. But the independence of the “Peace-Event” is guaranteed from the first up to the last moment. There are two committees; both bear the sole responsibility for the program.

8. Juni 2014

Michail Gorbatschow kritisiert westliche Politik gegenüber Russland aufs Schärfste

Michail Gorbatschow, Ex-Präsident der Sowjetunion, ist der Ansicht, dass die USA durch die Nato-Erweiterung in Zentral- und Osteuropa gegen frühere Vereinbarungen verstoßen haben.

Bei den Verhandlungen über die Wiedervereinigung Deutschlands im Februar 1990 hatte die Nato explizit versprochen, sich nicht nach Osten zu erweitern. Seit dieser Zeit sind zehn europäische Länder, darunter die baltischen Ex-Sowjetrepubliken Estland, Lettland und Litauen, in das nordatlantische Verteidigungsbündnis aufgenommen worden.
„Kann man sich etwa vorstellen, dass (Georgiens Ex-Präsident Michail) Saakaschwili den Krieg vom Zaun gebrochen hätte? Dass er gegen Russland vorzustoßen versuchte, bedeutet, dass ihm Hilfe versprochen worden war“, sagte Gorbatschow am Samstag im russischen Fernsehen.

„Das heißt, dass gerade die USA begonnen haben, die Vereinbarungen zu brechen, auf deren Grundlage man eine andere Welt hätte aufbauen können.“
„Es gibt eine faire Politik und eine Betrugspolitik“, äußerte Gorbatschow auf die Frage, ob er sich von den westlichen Partnern hintergangen fühle.

8. Juni 2014

Why Are Russia, China and Iran Paramount Enemies For US Ruling Elite? – originally appeared in The Unz Review

Does it not seem strange that with the Cold War long over, the Paramount Enemies of the United States remain Russia and China? That is not a bad question to ponder with Vladimir Putin’s visit with Xi Jinping in Beijing.
And there is no doubt that Russia and China hold this pariah status in the eyes of the US imperial elite. In the last months we have watched the US try to push Russia East and tear it apart. At the same time Obama traversed East Asia trying to stitch together an anti-China military and economic alliance in the Western Pacific with Japan as the linchpin. In fact it is striking that the US has allied itself with neo-Nazism in Ukraine and Japanese militarism on the other side of Asia. This is happening despite the considerable changes that have taken place in both Russia and China, neither of which would any longer claim to be interested in an anti-capitalist crusade. The only country that comes close in the opprobrium heaped upon them by the West is Iran. Why do these countries, especially Russia and China, remain the enemies of the West? With the struggle against Soviet-style Communism long over, the reason is certainly not ideological.

This riddle finds its answer in a suggestion by Jean Bricmont in his Humanitarian Imperialism. He observes that the main political development of the last 100 years was not the defeat of fascism nor the fall of Soviet style Communism, but the battle against Western colonialism. And this battle is far from over, for most of the world is still subject to total or partial domination by the West, a condition that Sartre and Nkrumah dubbed neocolonialism. The colonized peoples of the world, the overwhelming majority of humanity, still live under the worst of material conditions. Originally Nkrumah described neocolonialism thus:

The result of neo-colonialism is that foreign capital is used for the exploitation rather than for the development of the less developed parts of the world. Investment, under neo-colonialism, increases, rather than decreases, the gap between the rich and the poor countries of the world. The struggle against neo-colonialism is not aimed at excluding the capital of the developed world from operating in less developed countries. It is aimed at preventing the financial power of the developed countries being used in such a way as to impoverish the less developed.

In the post Cold War world, the domination of the West has increasingly taken the form of direct military action by the US with its Empire of Bases, subversion of defiant governments or “integration” of their military with the West, as is proceeding apace in Africa now.

How do Russia and China fit into this sweep of history?

Before the Bolshevik Revolution Lenin saw WWI as a war between the great European colonial powers, pitting England and its allies against Germany and its allies, for colonial spoils and imperial power. Or as has been said, England owned the world and Germany wanted it. That inter-imperial war precipitated the Bolshevik Revolution in 1917, with the simple call for “Bread, land and peace,” and also a German Socialist Revolution which failed, forcing the Bolsheviks to turn inward.

The Bolsheviks were deadly serious. They took Russia and then the rest of the USSR out of the Western orbit, out of the ambit of the Western colonial powers, and they brought industrial development to their backward land. The failure of a revolution in Europe and the post WWI military assault on Russia by the West, including the US, meant that the USSR could no longer look to the West for advancement toward “socialism.” And because of Lenin’s view that the colonized nations needed to rebel against imperialism to advance and develop, the Bolsheviks also took up the cause of anticolonialism – from Africa to Latin America to Asia and, most importantly, to China.

In the end Russia became a great power and it remained out of the orbit of the West for over 70 years, almost three generations. Socialism and Communism were certainly not achieved, whatever one might mean by them. And that is a thing that disturbs most Left wing or “progressive” Western intellectuals to this day, most notably the Trotskyites and their ideological fellow travelers mired in the past. That outlook, however, misses the essential point in light of the struggle against colonialism. A proud independence, an escape from poverty and a severing of almost all institutional and economic ties with the West became accomplished facts in Russia. Few Russians studied abroad and few Westerners studied in Russia. There were no old school ties between the two.

Then came WWII, an attempt by Germany to conquer Europe and to destroy the Soviet Union. Out of this war came another great revolution, the Liberation of China. China had tried many things to escape the humiliation imposed on it by the West, including an attempt by Sun Yat-Sen and his followers to set up a Chinese democracy, Western style. One of those followers was Mao Zedong. With the failure of Sun and the victory of Lenin, Mao saw his chance, and he too adopted a Leninist Party structure but with emphasis on the peasantry. As Mao himself put it in July, 1949, “The Russians made the October Revolution … and the revolutionary energy of the…laboring people of Russia, hitherto latent and unseen by foreigners, suddenly erupted like a volcano, and the Chinese and all mankind began to see the Russians in a new light. Then, and only then, did the Chinese enter an entirely new era in their thinking and their life.”

By 1946 China had defeated Japan and by 1949 the Chinese Communist Revolution secured victory. And then China closed the door to the West and established its independence. Ties with the West were severed decisively for nearly two generations. With its independence secured by Mao and baseline development achieved, China could “open the door” but from a position of strength. Deng’s reforms turned China into a great economic power. China today is the second most powerful nation on the planet, once again interacting with the West – but on its own terms, as does Russia.

So the Communists of Russia did not achieve Communism. But they did achieve independence and great economic and military power. Surely China’s achievement was the greatest blow against colonialism in the wake of WWII and the greatest anticolonial victory in history. Western Europe and the US did all they could to defeat the Chinese Communists, and they failed. They were on the wrong side of history – the colonial side, the side of domination and humiliation of entire peoples.

So today we find these two great powers, Russia and China, recently driven into one another’s arms by the endless crusades of the West to undermine them. Together they constitute a great power center outside the control of the US Empire. Bent on global domination, the US cannot tolerate such a defiant and alternative center of power. The reason is that such a center provides an alternative for others who would gain their independence from the West. Such an organization as BRICS would not exist, or if it did would not mean much, without the “R” and the “C.”

But the battle against colonialism has not ended. Certainly India, most of Latin America, much of East Asia and most of Africa have yet to break free of the West and develop their full economic potential. (They certainly have not escaped underdevelopment while in the embrace of the West.) In some places governments defiant of the US have emerged as in Bolivia, Venezuela and Ecuador. Where once the US fought battles against insurgent liberation movements, now it fights to bring down defiant governments or leaders, another insight of Bricmont. That is also a feature of neo-imperialism. Some, like Mossadegh, Allende and Chavez, were genuine democrats who wished to bring their people out of poverty. Others have not been so democracy minded, but defiance of the West has been the common denominator for those whom the West seeks to destroy. As the world knows by now, “democracy” and “human rights” have nothing to do with US neo-imperial strategy. The two cross paths only by accident.

Let us be clear about this outlook. This view is not intended to be a paean to the Communist nature of the great 20th Century revolutions. In fact these revolutions were failures in terms of the goals that they set themselves. They did not achieve an egalitarian society at any point. But they did find the road to independence and development and now to advanced development, which they are still undertaking today. And they serve as an alternative to the West – a powerful one. In this sense they might be termed accidental revolutions. Little in history goes according to script no matter who writes it. It can be said, though, that in terms of the great struggle against colonialism and for human development the Russian and Chinese revolutions were on the right side of history. And they were the major steps in that battle in the 20th Century.

Finally, Iran is the third of the big three Paramount Enemies of the US and the West. Interestingly, Iran followed the same course as China and Russia. After the overthrow of the duly elected social democrat and nationalist Mossadegh by the CIA and the imposition of a brutal dictator, the Shah, a revolution, led by clerics in this case, and a peaceful one at that, overthrew the Shah and cut ties with the West. The clerical establishment played the same role in Iran that the Communist Parties of China and Russia played there. They led a revolution for independence and development and they have kept Iran largely outside the orbit of the West for 35 years. They will engage the West now largely on their own terms, just as China and Russia have done. The form of organization to break free is not critical nor is the ideology. It can range from Communism to Islam and other ideologies and organizations may serve as well. Perhaps we are witnessing some new forms of organization in Ecuador, Bolivia and Venezuela. The resolve and intelligence with which the break is carried out and the degree to which the common people support and benefit from it are the crucial factors.

But for those on the Left, religious antiwar activists and Libertarians who have campaigned over the years against the wars of the West, this is good news. Those who have fought against Western “interventionism” have been on the right side of history – wittingly or more often unwittingly. Given the different ideologies that the anticolonial movements in the West have adopted, it might well be that the core motivation is the side of us which is humane, perhaps our inner Bonobo versus our inner Chimpanzee.

Now, unfortunately, the dominant “progressive” strain in the West has largely abandoned an anticolonial stance. The world is no longer viewed through the lens of the far from finished anticolonial struggle but through the dubious categories of “human rights” and “real, true democracy.” The likes of Pussy Riot have replaced Mao in the eyes of the Western “progressives.” And all too many progressives, Juan Cole and Amy Goodman among them, for example, cheered for the Obama/Hillary war on Libya as Gaddafi was crushed. It went unmentioned in such “progressive” circles that Gaddafi gave Libya the highest Human Development Index in all of Africa, stood in the forefront of the struggle against US-backed Apartheid, both in South Africa and Israel, and advocated a Pan-Arabism and Pan-Africanism that would make for independence from the West.

In sum the “progressives” of the West are now viewing events on the world stage through the wrong lens, the same one used by their rulers when it suits them. It is time to return to the proper way of looking at what is going on in the world. Only then will the anti-colonial and anti-interventionist movement be restored on the Left.

For the genuine libertarians the matter is simpler. They have always held to the view that our government has no business interfering in the life of other nations. For them the emphasis has been on the other side of neocolonialism, neo-imperialism. They simply do not want their government intervening abroad, do not believe it is moral, and do not want to pay for it, a bit of good solid Ayn Randian self-interest. If progressives pull free of the faux cry for democracy and human rights peddled to them, the door is open for a very broad antiwar, anti-Empire movement. And the need for such cooperation is essential lest we stumble into a world conflagration.

This article originally appeared in The Unz Review.

By John V. Walsh
John V. Walsh is a contributor to Antiwar.com, CounterPunch.com, DissidentVoice.org and Unz Review.

originally appeared in The Unz Review

8. Juni 2014

[einartysken] Poroschenkos Botschaft an Novorossia und Russland

Ich hatte gerade folgenden Artikel vor mir liegen und überlegte, wie ich diese vom The Saker aufgelegte Übersetzung aus dem Russischen in ein krudes Englisch zu einer verständlichen deutschen Zusammenfassung verarbeiten könnte, als ich die neue Meldung von The Saker auf seinem Blog fand, die ich weiter unten wiedergebe.

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http://einarschlereth.blogspot.se/2014/06/ich-hatte-gerade-folgenden-artikel-vor.html

8. Juni 2014

[Junge Welt] Medien: »Niemand wagt es, laut zu protestieren«

Immer konform mit dem Kanzleramt: Bei der Deutschen Welle dürfen nur »geeignete« Journalisten Kommentare schreiben. Gespräch mit Jonas Jones
Interview: Peter Wolter

Jonas Jones ist das Pseudonym eines ­anonym bleiben wollenden Redakteurs des deutschen Auslandssenders Deutsche Welle (DW)

Sie sind Redakteur bei der Deutschen Welle (DW), die in etwa 30 Sprachen per Hörfunk, TV und Internet die Weltöffentlichkeit über die deutsche Sicht der Dinge informiert. Diese Rundfunkanstalt ist zwar öffentlich-rechtlich, gleichwohl aber staatlich dominiert – gibt es in aktuellen Krisen Vorgaben für die Berichterstattung?

Aktuell ist z.B. die Vorgabe, den Begriff »Referendum« – gemeint ist die Abstimmung in der Ost­ukraine – immer in Anführungszeichen zu schreiben oder mit dem Zusatz »illegal« oder »sogenannt«. Dieser unsinnige Eingriff in unser journalistisches Vokabular ist ein Beispiel für direkte Zensur. Im Duden wird das Wort »Referendum« als Volksentscheid über eine bestimmte Frage definiert – dieser Terminus ist also weder positiv noch negativ besetzt.

Jetzt sind aber alle Journalisten der DW gezwungen, dieses Referendum schon per Wortwahl zu desavouieren. Das schlägt sich nicht nur in den Kommentaren nieder, sondern auch in normalen Berichten, die eigentlich neutral und ohne jede Meinungsäußerung sein sollten. Sogar in Interviews wird es als selbstverständlich unterstellt, daß die Abstimmung illegal war. Das ist Vorgabenjournalismus, der niemandem weiterhilft.
Wird die verfassungswidrig zustande gekommene Kiewer Regierung auch als »sogenannt«, »selbsternannt« oder »illegal« bezeichnet?

Nein, in diesem wie in anderen Fällen wird das offizielle Vokabular des Kanzleramts übernommen. Erst wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Begriff »sogenannte Kiewer Regierung« verwendet, werden Sie ihn auch im DW-Programm finden. Momentan wird höchstens erwähnt, daß es sich um eine »Übergangsregierung« handelt.
Wie kommen solche Vorgaben zustande, wer legt sie fest? Und wie werden sie durchgesetzt?

Die DW ist sehr hierarchisch strukturiert. Der Chefredakteur konferiert täglich mit den Hauptabteilungsleitern, die geben die Vorgaben an die Abteilungsleiter weiter, die sie wiederum an die einzelnen Redakteure durchreichen. Die Sprachregelung zum ostukrainischen Referendum kam von Chefredakteur Alexander Kudascheff. Ich kann mir kaum vorstellen, daß er das nicht mit dem neuen Intendanten Peter Limbourg abgesprochen hat.
In den meisten deutschen Medien wird Rußlands Staatspräsident Wladimir Putin dämonisiert. Ihm werden ausschließlich hinterhältige Absichten unterstellt – daß aber Hunderte US-Söldner in der Ukraine auf seiten der Regierung im Einsatz sind, wird meist nicht erwähnt. Wie berichtet die DW über Putin?

Ähnlich wie die meisten Medien in Deutschland; die Kommentare dürfen nur Redakteure schreiben, die als dafür »geeignet« gelten. Dann hört man natürlich ständig Phrasen wie »Autokrat«, »Machtpolitik«, oder »Träume von der alten Sowjetherrlichkeit«.

Es ist absurd, daß von den über tausend Journalistinnen und Journalisten bei der DW kein einziger diese Krise anders kommentieren könnte. In der Berichterstattung kommt es allerdings hin und wieder vor, daß manche Gesichtspunkte abweichend von den offiziellen Vorgaben dargestellt werden. Ich erinnere mich an eine meiner Meinung nach schon fast geniale Reportage vom Maidan-Platz in Kiew, als dort überall Aufkleber mit dem Text »Nazi only« zu finden waren. Derartige Berichte sind leider seltene Ausnahmen.
Werden Sprachregelungen, wie Sie sie schildern, von den einzelnen Ressorts oder den Redakteuren widerspruchslos hingenommen?

Nein, die Kollegen debattieren heftig darüber, viele Ressort- und Redaktionsleiter sind auch dagegen. Am Ende wird es aber so gemacht, wie es der »Big Boss« verfügt hat. Niemand wagt es aber, laut zu protestieren – zur Zeit wird die DW nämlich umstrukturiert, hier rollen ohnehin schon Köpfe. Viele Kolleginnen und Kollegen fragen sich, ob sie im kommenden Jahr noch bei der DW sind und wenn ja, was ihre Aufgabe sein wird.

Zur Strukturreform gehört die Einführung eines Nachrichtenkanals in englischer Sprache, der rund um die Uhr ausgestrahlt wird. Der Intendant preist diesen Kanal gerne als »Flaggschiff« der DW an. Für uns Mitarbeiter klingt das eher zynisch, wir fragen uns, ob die DW jetzt den tendenziösen Stil englischsprachiger Sender wie CNN oder BBC übernimmt.
Und wenn Sie sich als Redakteur nicht an die Sprachregelungen halten?

Ich hoffe, daß ich nie erfahren werde, was in einem solchen Fall passiert. Viele versuchen die Vorgaben zu umgehen, indem sie z.B. weniger problematische Synonyme benutzen. Es ist halt ein fruchtbarer Boden für die Zensur, wenn man als Journalist eine Familie mit zwei Kindern ernähren muß und auf Basis von Zeitverträgen arbeitet. Irgendwann ertappt man sich bei der Selbstzensur – weil man seinen Job behalten will, schreibt man so, daß es keinen Anstoß erregt. Gute Journalisten gibt es bei der DW massenweise – große Rebellen sind mir bisher aber nicht aufgefallen.

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