Nach dem Rücktritt des UN-Sondervermittlers, des ehemaligen algerischen Außenministers Lakhdar Brahimi, sind die Aussichten auf eine baldige Verhandlungslösung für den Krieg in Syrien, der seit 2011 rund 150.000 Menschen das Leben kostete, gering. Die Regierung in Damaskus, deren Truppen Anfang Mai nach langen, schweren Kämpfen wieder die Kontrolle über die strategisch wichtige Stadt Homs übernommen haben, will am 3. Juni eine Präsidentenwahl durchführen. Es können sich erstmals mehrere Kandidaten bewerben, allerdings werden den weitgehend unbekannten Gegenkandidaten keine reellen Chancen gegen den populären Amtshinhaber Baschar Al Assad eingeräumt. Über das Durchhaltevermögen des „Regimes“ in Damaskus sind die Gegner Assads, darunter Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, die Türkei und die USA sowie Jordanien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien, die sich anmaßend die „Freunde Syriens“ nennen, unglücklich. Kopfzerbrechen bereiten ihnen zudem die blutigen Kämpfe unter den Rebellenverbänden, bei denen sich „extremistische“ Gruppen wie die Al-Nusra-Front und Islamischer Staat im Irak und der Levante (ISIL) gegen die eher säkular ausgerichtete Freie Syrische Armee (FSA) durchsetzen.
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