Das russische Außenministerium schätzt den Bericht der Uno über die Ukraine als nicht objektiv und parteiisch ein. Moskau spricht von einem „politischen Auftrag“ des Westens.
Der Ukraine-Bericht des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte ist dem russischen Außenministerium zufolge bei der Stellungnahme zu den Ereignissen auf der Krim vom Prinzip der Unvoreingenommenheit und Neutralität abgewichen.
„Mit der Erklärung des Krim-Referendums für illegal gab das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte gegenüber Kiew und seinen westlichen Gönnern zu, dass es das in internationalen Pakten verankerte Recht der Völker auf Selbstbestimmung erst dann anerkennt, wenn dies von der politischen Konjunktur bestimmt ist“, heißt es in einem Kommentar auf der Internetseite des russischen Außenamtes.
Lukaschewitsch verweist zugleich darauf, dass „die Verfasser aus unbestimmten Gründen vergessen haben, die Unterbrechung der Wasserversorgung der Halbinsel Krim durch die Ukraine zu erwähnen“. Es handle sich dabei aber um ein Vorgehen, das gegen eine ganze Reihe von Menschenrechten verstößt.
Mit dem am Freitag veröffentlichten Bericht hätten die Verfasser einen politischen Auftrag zur Rechtfertigung der selbsternannten Behörden in Kiew erledigt, die einen Strafeinsatz im Südosten des Landes führen, verlautet aus dem Moskauer Außenamt.
„Wir sehen uns gezwungen festzustellen, dass der Bericht mit dem echten Stand der Dinge in der Ukraine nur wenig gemein hat“, so der russische Außenamtssprecher Alexander Lukaschewitsch.
„Das totale Fehlen an Objektivität, empörende Missverständnisse sowie die doppelten Standards lassen keinen Zweifel daran, dass deren Autoren einen politischen Auftrag zum ‚Reinwaschen‘ der selbsternannten Behörden in Kiew erfüllten“, heißt es im Kommentar auf der Internetseite des russischen Außenamtes.
„Tiefes Bedauern ruft die Tatsache hervor, dass der Bericht die verbrecherische Strafoperation im Südosten der Ukraine im Bericht faktisch rechtfertigt, während die Opfer unter den Zivilisten verschwiegen werden.“
Es werde ein Versuch unternommen, „prorussische Kräfte“ für die Verletzung der Menschenrechte verantwortlich zu machen, so Lukaschewitsch. Dies ungeachtet dessen, dass das Vorgehen der Behörden in Kiew Anzeichen von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit aufweise.