Offiziell geben die USA der russischen Regierung Russland die Schuld für eine Eskalation in der Ukraine. Als die ukrainische Regierung bis zu 11.000 Soldaten zur Unterdrückung der pro-russischen Aufstände im Osten entsandte, hatten sie aber angeblich logistische Hilfe, wahrscheinlich von US-Armee und Geheimdiensten. Dies behauptet zumindest ein Sprecher des Generalstabs der ukrainischen Armee.
Demnach verfügen Kiewer Spezialeinheiten über „hochpräzise farbige Landkarten und Fotos derselben Landkreise in den Gebieten Donezk und Lugansk“, die „in Übereinstimmung mit dem geographischen Informationssystem der Nato angefertigt sind“. Solch detailliertes Kartenmaterial haben wir noch nie zu Gesicht bekommen. Das Material sei beim Besuch von Vizepräsident Joe Biden übergeben worden.
Zuvor war die Befehlsgewalt über den sogenannten Anti-Terror-Einsatz von der regulären Armee an die SBU übergeben worden. Wer diese Entscheidung getroffen hat, ist unbekannt. Innenminister Arsen Awakow soll jedoch weitgehend ausgebremst worden sein. Beim ersten Versuch einer militärischen Unterdrückung der Föderalisten im Osten des Landes war die Armee bereits am zweiten Tag stecken geblieben und konnte insgesamt lediglich ein Flugfeld unter Kontrolle bringen. Für einen Schock sorgte bei den Kiewer Machthabern aber vor allem der Seitenwechsel von Soldaten im Kampfgebiet. So ging alleine in Slawjansk eine Einheit mit sechs Panzern zu den Milizen über. Offenbar aus Furch vor weiteren Befehlsverweigerungen in den Streitkräften würden Anweisungen nun ausschließlich durch SBU-Agenten in „versiegelten Umschlägen“ überbracht.
Neben dem SBU-Kommando Alfa, einer Anti-Terror-Einheit, wurden die Sondereinheiten Bars, Omega und Jaguar entsandt, die zum Militärgeheimdienst gehören. Truppen, die aus den Aufstandsgebieten stammen, werden nicht eingesetzt. werden. Insbesondere Brigaden, die als „unzuverlässig“ gelten.
Truppen Kiews können scheinbar nicht auf die Unterstützung der Polizei im Donezkbecken rechnen. deutete der Vizechef des Kommandozentrums der Armee, Alexander Rosmasnin, gegenüber der Nachrichtenagentur UNN an.
Moskau forderte Washington unterdessen zur Umsetzung der Genfer Vereinbarungen zur Deeskalation in der Ukraine auf. Der frühere Generalstabschef der russischen Streitkräfte, Juri Balujewski sagte: „Wir müssen auf solche Entwicklung in der Nähe zu unseren Grenzen reagieren. Die Hitzköpfe müssen abgekühlt werden. Die außer Rand und Band geratenen Politikaster, die einen Krieg gegen das eigene Volk begonnen haben, sollen gestoppt werden“. Russlands Präsident hatte zuvor mit einem Eingreifen gedroht.
