EU-Chefmilitäraufklärer / Putin über Rasmussen

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EU-Chefmilitäraufklärer: Keine russischen Soldaten in der Ostukraine

13:35 17/04/2014 MOSKAU, 17. April (RIA Novosti).

Der Chef der EU-Militäraufklärung glaubt nicht, dass russisches Militär an den Unruhen im Osten der Ukraine beteiligt ist, schreibt die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Donnerstag.

„In der Ostukraine gibt es keine russischen Soldaten bzw. russischen Bürger. Ich glaube nicht, dass die russischen Streitkräfte in diesen Konflikt verwickelt sind“, sagte Admiral Georgij Alafuzoff in einem Interview für den finnischen Sender Yle. „An den Unruhen sind Menschen beteiligt, die ihren festen Wohnsitz in der Ostukraine haben und mit der aktuellen Situation im Land unzufrieden sind.“

Die Äußerung des hochrangigen EU-Militärs überrascht, wenn man bedenkt, dass Russland im Westen für seine Ukraine-Politik scharf kritisiert wird.

„In der EU hat sich offenbar der erste ehrliche Beamte gefunden“, sagte der Oberst der russischen Geheimdienste a.D. Wladimir Luzenko. „Alle EU-Beamten wissen genau, dass die russischen Geheimdienste mit den Unruhen im Osten der Ukraine nichts zu tun haben, verschweigen das aber.“

Der finnische Politologe Jon Hellevig verwies darauf, dass sich Brüssels Position zu den Ereignissen in der Ukraine allmählich ändere. „Den Europäern fällt es schwer, auf einmal zuzugeben, dass sie das Vorgehen der russischen Behörden in der Ukraine bisher falsch eingeschätzt haben. Deshalb haben sie Alafuzoff, den Chef der EU-Militäraufklärung, beauftragt, ihre neue Position darzulegen, weil er einen russischen Namen hat und gut Russisch spricht. Das ist eine Art diplomatischer Schachzug“, so der Experte.

Georgij Alafuzoff ist in Russland kein Unbekannter: Ende der 1990er-Jahre hatte er an der Russischen Generalstabs-Akademie studiert und spricht perfekt Russisch. Sein Vater, Iwan Alafuzoff, war 1950 aus der Sowjetunion nach Finnland ausgewandert.

Alafuzoff Jr. studierte russische Sprache und Literatur an der Universität Helsinki, entschied sich später aber für eine militärische Laufbahn. Ab 2007 leitete er die finnische Militäraufklärung. Seit 2012 steht er an der Spitze der Militäraufklärung der EU. In Brüssel legt man viel Wert auf seine Russland-Kenntnisse. Zugleich wird der Admiral aber dafür kritisiert, Russland als Gefahrenfaktor für Europas Sicherheit kleinzureden. Alafuzoff weist immer wieder darauf hin, dass Russland Finnland und die baltischen Länder nicht bedroht. „Die Streitkräfte eines demokratischen Staates sind nie gefährlich für die Nachbarländer. Russland bleibt ungefährlich für Finnland, solange Finnland ungefährlich für Russland bleibt“, sagte er 2002 in einem Interview für die Zeitung „Helsingin Sanomat“.
 
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Putin: Rasmussen hat unser Gespräch heimlich aufgenommen

16:49 17/04/2014 MOSKAU, 17. April (RIA Novosti).

Bei einem persönlichen Treffen mit Wladimir Putin hat Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen das Gespräch heimlich aufgenommen.

„Als er noch Dänemarks Premier war, hat er mich um ein Treffen gebeten, das nicht eingeplant war“, erzählte der russische Präsident am Donnerstag bei der Live-Fragestunde mit russischen Bürgern. „Wie es sich herausstellte, hatte er ein Diktiergerät mitgenommen, das Gespräch heimlich mitgeschnitten und später in der Presse veröffentlicht.  Ich traute meinen Ohren und meinen Augen nicht!“

Rasmussen habe behauptet, er hätte das Gespräch „für die Geschichte“ aufgezeichnet. „Ich fühle mich zwar natürlich geehrt, man hätte mir aber zumindest Bescheid sagen oder zumindest um Zustimmung für die Veröffentlichung dieses Gespräch bitten sollen. Welches Vertrauen kann es nach solchen Vorfällen geben?“

Das Problem des Vertrauens stünde sowohl für persönliche als auch für zwischenstaatliche Beziehungen im Mittelpunkt, betonte Putin. „Diese Beziehungen müssen stabiler und transparenter sein.“