Am Sonnabend haben Vertreter der Solidaritätsgruppen mit der Bolivarischen Revolution Venezuelas in Hamburg vor den Türen des venezolanischen Generalkonsulats in Hamburg ihre Unterstützung für das Volk des südamerikanischen Landes demonstriert, das einmal mehr Ziel der von reaktionären und ultrarechten Kräften ausgehenden Destabilisierung wird. »Wir sind hier, um das Territorium unseres Heimatlandes in Hamburg gegen diesen neuen Putschversuch zu verteidigen und zum Frieden aufzurufen«, erklärte eine der Aktivistinnen. Mit ihrer Aktion reagierten die Chavistas auch auf eine Provokation venezolanischer und deutscher Gegner der venezolanischen Regierung.
Diese Gruppe hatte sich ebenfalls in der Umgebung der konsularischen Vertretung versammelt, um dort den Rücktritt der Regierung von Präsident Nicolás Maduro zu fordern. Aggressiv beschimpften sie die Solidaritätsgruppen als »Antidemokraten« und »Faschisten« und forderten eine Rückkehr Venezuelas zur bis 1999 herrschenden »Vierten Republik«. Weiter forderten sie, kein weiteres Erdöl mehr an Kuba zu liefern und beschimpften ihre Gegner, von denen einige aus Spanien, Chile, Kolumbien und anderen Ländern stammten, mit rassistischen Parolen.
Ein älterer Deutscher zeigte zusammen mit seiner jungen venezolanischen Freundin ein Transparent, auf dem unter der Überschrift »S.O.S. Venezuela« der gewählte Präsident des südamerikanischen Landes, Nicolás Maduro, mit dem deutschen Massenmörder Adolf Hitler gleichgesetzt wurde. Darauf reagierten die Mitglieder der Solidaritätsgruppen, in dem sie von dem Deutschen Auskunft darüber verlangten, wo denn in Venezuela Konzentrationslager, Gaskammern und Millionen ermordeter Oppositioneller existierten. Als Antwort ernteten sie lediglich Beschimpfungen und einige Hinweise auf die Unsicherheit in Venezuela, ohne dass die rechten Demonstranten ihren ungeheuerlichen Vergleich irgendwie bekräftigen konnten.
Um härtere Auseinandersetzungen zwischen beiden Gruppen zu verhindern, schritt nach kurzer Zeit die Polizei ein. »Die Oppositionellen dachten, dass die Polizei uns von diesem Ort vertreiben würden. Statt dessen aber haben die Beamten Zonen für beide Gruppen abgesteckt und verhindert, dass sie ihr Megaphon verwenden konnten. So mussten sie an der Ecke stehen, während wir am Eingang blieben«, berichtete eine Teilnehmerin. So konnte die internationale Solidaritätsbewegung mit dem bolivarischen Venezuela in Hamburg einen weiteren kleinen Erfolg feiern.
An der Solidaritätskundgebung beteiligten sich die Misión Bolivariana Juana Ramirez »La Avanzadora«, die ALBA-Unterstützungsgruppe GALBAE, die Frente Bolivariano Peumayén, der Bloque Latino aus Hamburg, die Deutschland-Vertretung der kolumbianischen Marcha Patriotica, Voz Latina aus Hamburg, die Gruppe Perú Libre sowie die Deutschland-Vertretung der PSUV-Jugend.
Quelle: FBR Peumayén /