William Binney, früherer technischer Direktor der NSA, betont, der Schwerpunkt beim Netzabhören durch die NSA bilde das Anzapfen von Datenströmen direkt an Glasfaserleitungen und mithilfe von „über 50.000“ Spionage-Implantaten in IT-Geräten.
Einer der Vorgänger Edward Snowdens, der Ex-NSA-Mitarbeiter William Binney, hat auf der Transmediale in Berlin schwere Vorwürfe gegen Washington erhoben. Die von Snowden mit Dokumenten handgreiflich gemachte massive Netzspionage des technischen US-Geheimdienstes gründe in einer nicht weniger umfangreichen Verschwörung der gesamten US-Regierung und großen Teilen des Kongresses, erklärte der vormalige Codeknacker am Sonntag auf dem Medienkunstfestival: „Es sind so viele Leute einbezogen, die alle ihren Hintern retten wollen.“
Die Manning-Unterstützerin Diani Barreto gab ihrer Hoffnung Ausdruck, dass das Internet mit seinen zahlreichen Plattformen zur Meinungsäußerung auch nach dem NSA-Sündenfall zur „5. Gewalt“ heranreife und die Nutzer darüber die traditionellen Mächte noch stärker kontrollierten. Die PR-Expertin der Wau-Holland-Stiftung bezeichnete es als wichtige journalistische Aufgabe, „einen Guerilla-Krieg gegen die eigene Regierung zu führen“.
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