UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat unter Druck der USA und der syrischen Opposition den Iran von der Friedenskonferenz zu Syrien im Schweizer Ort Montreux am Mittwoch wieder ausgeladen.
Ban habe seine Einladung an Teheran zurückgezogen, sagte UN-Sprecher Martin Nesirky am Montag in New York vor Journalisten. Grund sei die Weigerung Teherans, die Genfer Einigung aus 2012 zu akzeptieren.
Ban sei enttäuscht, dass der Iran sich entgegen vorheriger Zusagen am Montag nicht offiziell zu den Grundlagen und Zielen der Konferenz bekannt habe.
Der Iran lehnte zuvor jegliche Vorbedingungen für eine Teilnahme an den Gesprächen ab. „Wenn eine Teilnahme des Iran davon abhängt, Beschlüsse der Genf 1- Konferenz zu akzeptieren, dann wird der Iran an der Genf-2-Konferenz nicht teilnehmen“, sagte der iranische UN-Botschafter in New York, Mohammad Khazaie, in einer Erklärung kurz vor dem Statement des Ban-Sprechers.
„Wir waren bei der Genf-1-Konferenz und der Ausarbeitung der 1. Genfer Übereinkunft nicht anwesend, daher ist es inakzeptabel darauf zu bestehen, das Dokument anzuerkennen“, sagte der iranische Vizeaußenminister, Amir Abdollahian.
Teheran werde weiterhin keine Vorbedingungen für eine Teilnahme an der Konferenz akzeptieren, hatte auch die iranische Außenamtssprecherin Marzieh Afkham betont.
Der Iran war am Sonntag kurzfristig von Ban zur Syrien-Konferenz eingeladen worden.
Vor der Ausladung Teherans hatte US-Außenminister John Kerry mit Ban Ki Moon über die Teilnahme des Iran an der Syrien-Konferenz gesprochen und noch einmal Druck ausgeübt. Auch von syrischen Oppositionellen hatte es Proteste und Drohungen gegeben, sich von den Gesprächen in der Schweiz zurückzuziehen, werde der Iran dort vertreten sein. Die oppositionelle Nationale Koalition bestätigte nach der Ausladung Teherans, an den Friedensgesprächen teilzunehmen.
