Archive for Januar 9th, 2014

9. Januar 2014

[Junge Welt] Kinostart eines Spielfilms zum Oktoberfestattentat 1980 wirbelt Staub auf

03.01.2014 / Inland / Seite 4
Vergessenes Bekenntnis
Der baldige Kinostart eines Spielfilms zum Oktoberfestattentat 1980 wirbelt Staub auf. Ein ehemals Tatverdächtiger hat sich zur Anzeige gegen einen V-Mann entschlossen
Von Claudia Wangerin
 
Der Schauspieler Benno Fürmann als Journalist Ulrich Chaussy im Film »Der blinde Fleck«
Foto: Ascot Elite Filmverleih GmbH
 
Seit über 30 Jahren weigert sich die Bundesanwaltschaft, die Hintergründe des schwersten Terroranschlags der BRD-Geschichte aufzuklären. An den Bombenanschlag auf das Münchner Oktoberfest am 26. September 1980 erinnert ein Spielfilm mit Starbesetzung, der am 23. Januar in die Kinos kommt. Mit »Der blinde Fleck« will Regisseur Daniel Harrich einen Denkanstoß geben – Benno Fürmann spielt hier den Journalisten Ulrich Chaussy, der als einer der ersten die Einzeltätertheorie in Zweifel zog. Gut drei Wochen vor dem Kinostart hat nun der ehemals Tatverdächtige Karl-Heinz Hoffmann einen früheren V-Mann des Verfassungsschutzes Nordrhein-Westfalen bei der Kriminalpolizei Bamberg angezeigt – wegen des Verdachts auf gemeinschaftlich begangenen Mord.
 
13 Menschen waren bei dem Attentat 1980 gestorben, über 200 wurden verletzt, einige davon schwer. Auch der mutmaßliche Bombenleger Gundolf Köhler war unter den Toten. Offiziell war der 21jährige Student ein verwirrter Einzeltäter, obwohl Augenzeugen seinerzeit sicher waren, ihn kurz vor der Explosion in Begleitung anderer junger Männer am Tatort gesehen zu haben. Er soll mit ihnen heftig diskutiert haben. Auch wurden bei den Aufräumarbeiten Teile einer Hand gefunden, die weder ihm noch anderen Opfern zugeordnet werden konnten. Seit über 30 Jahren fordern Überlebende, Opferangehörige sowie Journalisten, Anwälte und Politiker die Wiederaufnahme der 1982 eingestellten Ermittlungen gegen Unbekannt.
 
Als möglicher Hintermann galt 1980 Karl-Heinz Hoffmann, der in den 1970er Jahren die rechtsextreme Wehrsportgruppe gegründet hatte, bei auch der mutmaßliche Attentäter Köhler trainierte. Zum Zeitpunkt des Anschlags war die Gruppe seit mehreren Monaten verboten – von ihr genutzte Militärfahrzeuge sollten in den Nahen Osten gebracht werden. Dorthin begleitete auch der V-Mann Walter Ulrich Behle den früheren Wehrsportgruppenchef. Der Konvoi fuhr am Tag des Attentats Richtung Österreich und war Gegenstand von Observationsmaßnahmen. Die Landesverfassungsschutzämter von Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen nannten dies »Aktion Wandervogel«.
 
Später soll der V-Mann Behle in einer Bar in Damaskus mit seiner Beteiligung am Anschlag auf das Oktoberfest geprahlt haben. Dies bezeugte ein tunesischer Barkeeper gegenüber Vertretern der Bundesanwaltschaft und des bayerischen Landeskriminalamts im März 1981. Die Aussage wurde von ihnen als glaubhaft eingestuft. Die »Soko Theresienwiese« kam jedoch zu dem Schluß, daß Behle – ebenso wie Hoffmann – selbst nicht am Tatort gewesen sein konnte. Beide hätten einen Tag vor der Tat bis zur Festnahme »ständig unter Kontrolle« gestanden, heißt es in einem inzwischen bekannt gewordenen Vermerk.
 
Im Fall der terroristischen Vereinigung »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU) sieht die Bundesanwaltschaft eine persönliche Anwesenheit am Tatort allerdings nicht als zwingend notwendig für eine Anklage wegen Mittäterschaft an.
 
V-Mann Behle wiederum konnte sich später angeblich nicht an die im Suff getätigte Äußerung erinnern. Seine Tätigkeit für den Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen wurde jedoch publik. Daß sich gerade Hoffmann in zeitlicher Nähe zu dem Filmstart zu der Strafanzeige entschlossen hat, mag dem Umstand geschuldet sein, daß er selbst in dem Werk nicht gut wegkommt und signalisieren will, daß er im Fall neuer Ermittlungen nichts zu verbergen hätte – denn die Selbstbezichtigung des V-Mannes Behle alias »Felix« ist seit mehr als 30 Jahren bekannt. Ernsthaft nachgegangen wurde ihr jedoch nicht. Hoffmann betont im Text der Strafanzeige, die er am Neujahrstag auf seiner Internetseite veröffentlichte, daß Behle nie Mitglied seiner Wehrsportgruppe gewesen sei. Der heute 76jährige will den jungen Mann kaum gekannt haben, der damals mit ihm in den Nahen Osten fuhr. In einer sorgfältigen Zeugenbefragung müßte Hoffmann das genauer erklären. Heute ist Behles Aufenthaltsort unbekannt.
9. Januar 2014

US AFRICOM, Israel, and Uganda’s Dictator-for-Life Yoweri Museveni set up in South Sudan, inflame conflict, push out China and prepare to take over oil.

January 9, 2014 (LD) – RT’s report „Who is to blame for the crisis in South Sudan?“ gave a succinct background on the warring factions inside the new „nation“ of South Sudan and the Western genesis of the conflict. The report would state: 

The SPLM has received support from the US and Israel throughout the duration of the civil war fought between southern rebels and Khartoum, which has historically had unfriendly relations with the West and has moved very closely to China in recent times to jointly develop the country’s oil wealth prior to the separation. Romantic notions for self-determination did not motivate the West to support southern secession; the objective was to partition Sudan and deprive Khartoum of economically relevant territory in the south where most of the oil fields lie. In exchange for the financial, material, political, and diplomatic support received from the West, the new government in Juba endorsed a ‘Faustian pact’ with its sponsors to open its economy to international finance capital and multinational interests. The government in Juba even applied for IMF membership before it had even officially gained independence from Sudan.

9. Januar 2014

Syrian Infighting May Be Pretext for Expanded Intervention

Geopolitical analyst Eric Draitser on Press TV explained what is behind recent infighting between foreign-funded fighters battling along and within Syria’s borders. It is suggested that a new narrative is in the making, portraying “good terrorists” locked in battle with “bad terrorists,” thus providing a new context within which the West can continue arming and funding terrorist groups waging war on Syria.

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http://landdestroyer.blogspot.co.uk/2014/01/syrian-infighting-may-be-pretext-for.html

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