Terroristen haben bei mehreren Bombenanschlägen in Wolgograd in Russland zahlreiche Zivilisten ermordet. Diese Terroranschläge richten sich gegen die in Sochi stattfindenden Olympischen Winterspiele. Der Ort der Terroranschläge ist Wolgograd, das ehemalige Stalingrad. In der Schlacht um Stalingrad von 1941 bis 1943 kamen über 700000 Russen ums Leben. Am 22. Juni 1941 eröffnete das Deutsche Reich mit dem „Unternehmen Barbarossa“ den Eroberungskrieg gegen die Sowjetunion. Insgesamt kamen im 2. Weltkrieg fast 20 Millionen Russen ums Leben. Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck hat kürzlich tatsächlich zusammen mit anderen westlichen Politikern bekanntgegeben, die Olympischen Spiele in Sochi nicht besuchen zu wollen. Vor dem Hintergrund der Terroranschläge in Wolgograd, ist es jetzt für Gauck an der Zeit, diesen seinen Olympia-Boykott zu widerrufen und auch die öffentlich rechtlichen Medien aufzufordern, zu einer angemessenen Sprache zurückzufinden.
In der Tagesschau werden die Bomber nämlich nicht „Terroristen“, sondern „Rebellen“ genannt und man verlautbart, dass Russland ja auch eine „gewaltsame Besatzungspolitik im Nordkaukasus“ betreibe. Der WDR-Journalist Hermann Krause darf sogar behaupten, der Terror in Russland sei „hausgemacht“. In den deutschen Medien wird aus dem russischen Milliardenbetrüger Chodorkowski ein „begnadeter Geschäftsmann“ und man meldet, dass Pussy Riot Chodorkowski als Ersatzmann für Präsident Putin vorschlägt.
Diesselben „Pussy Riot“ Aktivisten sprechen in ihrer Presskonferenz von einem völlig paranoiden Putin, der sich vom Westen völlig zu Unrecht bedroht sieht. Vergeblich sucht man dagegen, auch nach den Anschlägen von Wolgograd, Analysen über mögliche Verstrickungen saudischer Geheimdienste und anderer westlichen Dienste in den tscheschenischen Terror.
