Edward Snowdens Weihnachtsansprache

Ich habe bereits gewonnen“, sagte Snowden gegenüber der „Washington Post“. Er habe nicht die Gesellschaft ändern wollen, sondern der Gesellschaft eine Chance geben wollen, selbst herauszufinden, ob sie sich ändern wolle.

Orwell habe in seinem Buch „1984“ einst vor den Gefahren dieser Art von Informationen gewarnt, sagte Snowden  Die in „1984“ beschriebenen Überwachungsmethoden seien jedoch nichts im Vergleich zu dem, was heute möglich sei.

„Wir haben alle Sensoren in unseren Taschen, die uns verfolgen, wohin wir auch gehen.“ Die Privatsphäre eines jeden Menschen sei aber wichtig und müsse bewahrt werden.
„Ich versuche nicht, die NSA kaputt zu machen; ich arbeite daran, die NSA zu verbessern“ „Ich arbeite momentan noch immer für die NSA. Sie sind die einzigen, die es nicht bemerken.“ – Es sei auch die Passivität der Geheimdienst-Kontrolleure im US-Kongress und lasche Aufsicht durch das zuständige geheime Gericht gewesen, die ihn dazu gebracht hätten zu handeln. Er habe Kollegen und Vorgesetzte auf die Missstände hingewiesen. 2009 habe er selbst vorgeschlagen, ein Zwei-Mann-System für Administrator-Zugänge einzusetzen. Wäre dies geschehen, hätte er später nicht unbehelligt Zehntausende Dokumente herunterladen können. Die NSA teilte der „Washington Post“ mit, sie habe keine Belege für diese Darstellung Snowdens.
US-Präsident Obama hat Snowdens Enthüllungen vor kurzem als „unnötigen Schaden“ für die Geheimdienstarbeit und die Diplomatie bezeichnet. allerdings hätten die Datensammlung und die Abhöraktionen der NSA hätten das Vertrauen von Amerikanern und ausländischen Partnern erschüttert.
Experten hatten vor kurzem 46 Änderungsvorschläge zur Geheimdienstarbeit erarbeitet, u.a. stärkere Zurückhaltung bei der Überwachung ausländischer Regierungen.