PUSSY RIOT Aktivistinnen Aljochina und Tolokonnikowa haben an den Milliardenbetrüger, Putin-Gegner und Bush-Freund Chodorkowski geschrieben (Quelle: dpa)

„Es wäre für uns eine große Ehre, wenn wir irgendwelche Schnittpunkte in der Menschenrechtsarbeit fänden“, schrieben die Aktivistinnen und Band-Mitglieder Nadeschda Tolokonnikowa und Maria Aljochina in einem Brief an den 50-jährigen Chodorkowski.

Der Oligarch Michail Chodorkowski kaufte sich Anfang der 90er Jahre über eine Bank zu einem Spottpreis beim Erdölkonzern Jukos ein und war vor seiner Verhaftung 2003 im Begriff den wesentlichen Teil seines Imperiums US-Konzernen zu überlassen, zuvor  hatte er Unmengen Öl unterschlagen und die Erlöse ins Ausland versteckt.

2003 sah Putin es als einen Angriff auf seine Strategie der Stärkung Russlands an, dass der Yukos-Chef Michail Chodorkowski – ohne Absprache mit dem Kreml – mit den US-Öl-Unternehmen Chevron Texaco und Exxon Mobile über den Verkauf von wesentlichen Yukos-Anteilen verhandelte.

Der Yukos-Chef, der inzwischen mit 15 Milliarden Dollar reichster Mann Russlands geworden war, wurde verhaftet. Am 25. Oktober 2003 stürmte eine Polizei-Spezialeinheit sein Flugzeug auf dem Flughafen von Nowosibirsk und der reichste Mann Russland, der es gewagt hatte, politisch gegen Putins Pläne Front zu machen, saß seitdem in Gefängnissen und Arbeitslagern.

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Der Fall Chodorkowski Zeitleiste

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