Operation Payback: Anonymous-Hacker bekennen sich schuldig

Im Gerichtsverfahren im kalifornischen San Jose um Angriffe auf die Website des Bezahldienstleisters PayPal haben sich alle 13 Angeklagte schuldig bekannt. Sie hätten im Dezember 2010 als Teil der Gruppe Anonymous DDoS-Attacken initiiert, geht aus einer Mitteilung der Staatsanwältin Melinda Haag hervor. Die Angeklagten sind derzeit gegen Kaution auf freiem Fuß. Das Urteil soll Ende kommenden Jahres verkündet werden.

Die DDoS-Attacken der so genannten Operation Payback oder Operation Avenge Assange waren ein Protest dagegen, dass Paypal das Kundenkonto der Enthüllungsplattform Wikileaks gesperrt hatte. Zuvor hatte WikiLeaks begonnen, tausende Depeschen von US-Botschaften zu veröffentlichen. Paypal war der Meinung, WikiLeaks habe damit gegen die Nutzungsbedingungen des Bezahldienstes verstoßen.

eBay-Gründer Pierre Omidyar hatte vor kürzen dafür plädiert, die Teilnehmer der DDoS-Attacke milde zu behandeln. Er könne verstehen, dass die Protestierenden „das Gefühl hatten, dass sie einfach an einer Online-Demonstration teilnahmen“, schrieb Omidyar. „Das ist ihr Recht, und ich unterstützte die freie Meinungsäußerung, selbst wenn es meine eigene Firma betrifft.“ (anw) http://www.heise.de/newsticker/meldung/Operation-Payback-Anonymous-Hacker-bekennen-sich-schuldig-2062559.html