http://www.jungewelt.de/2013/10-02/057.php
Von Lena Kreymann»Sie halten Treffen mit der extremen Rechten Venezuelas ab, um Aktionen zur Sabotage der Ökonomie und der Stromversorgung zu finanzieren«, warf Maduro den US-Diplomaten vor und schleuderte ihnen ein »Yankees go home« hinterher. Er kündigte die Schaffung eines »Strategischen Zentrums für den Schutz und die Sicherheit der Heimat« (CEPA) an. Venezuelas Außenminister Elías Jaua verwies auf konkrete Beweise für Treffen der US-Abgesandten mit Vertretern der Opposition. Konkret nannte er eine Begegnung der Diplomaten mit dem Gouverneur des Bundesstaats Amazonas, Liborio Guarulla, Mitte September. Anschließend sei es zu einer gewaltsamen Hotelbesetzung und anderen Aktionen von Teilen der venezolanischen Rechten gekommen. Zudem habe im Bundesstaat Bolívar ein Treffen mit Oppositionsführern und rechten Gewerkschaftern stattgefunden. Maduro und Jaua warnten, daß die US-Vertreter auch mit vorgeblichen Unterstützern des venezolanischen Prozesses in Kontakt stünden, die in Wirklichkeit gegen die Revolution konspirierten. Man werde den detaillierten Bericht über die Machenschaften der Diplomaten dann US-Außenminister John Kerry zur Verfügung stellen, kündigte Jaua an. Ein Sprecher des US-State-Departments wies die Vorwürfe gegen die Diplomaten umgehend zurück, berichtete dpa.
Die diplomatischen Beziehungen zwischen Venezuela und den USA sind seit längerem angespannt. Im März hatte Venezuela zwei US-Militärattachés wegen Gefährdung der politischen und militärischen Sicherheit ausgewiesen. Washington hatte darauf mit der Ausweisung zweier venezolanischer Diplomaten reagiert. Erst Anfang September hatten die USA Maduro die Genehmigung zum Flug durch den Luftraum Puerto Ricos verweigert.
