98-minütiger Videobeitrag zum “War on Whistleblowers”

http://www.gulli.com/news/22360-98-minuetiger-videobeitrag-zum-war-on-whistleblowers-2013-09-19

Die US-amerikanische Journalistin und Aktivistin Alexa O’Brien bildete am 16. September dieses Jahres zusammen mit dem australischen Kommentator Robert Manne das Panel zum Thema „War on Whistleblowers“ auf der Bühne des Sydney Opera House. Zur Expertenrunde gehörten auch Wikileaks-Gründer Julian Assange, der Guardian Journalist Glenn Greenwald und Chelsea Mannings Anwalt David Coombs, die via Videokonferenz an den Gesprächen teilnahmen. Die Moderation führte Bernard Keane, Korrespondent des E-Magazins Crikey.

Regierungen weltweit wägen einen organisierten Krieg ab gegen “Staatsverräter” und jene, die ihnen bei der Veröffentlichung von „Landesgeheimnissen“ behilflich sind. Welche Folgen eine Leak- oder Whistleblower-Tat nach sich ziehen, erleben momentan drei prominente Figuren der Medien. Assange wurde beispielsweise Asyl durch das südamerikanische Ecuador gewährt – allerdings darf er seitdem dessen Botschaft in London nicht mehr verlassen und schläft darin angeblich auf der Damentoilette. Edward Snowden fand nach einer filmreichen Flucht ebenso Asyl in Russland – aber noch lange keine Ruhe. Obgleich ein Teil der Welt sich auf seiner Seite geschlagen hat, will offenbar der gleiche Teil Snowden genau nicht das gönnen, wofür der Mann nun mit seinem Leben einsteht: das Recht auf Privatsphäre. Aufenthaltsorte und Ziele des Auch-Privatpersons Snowden sollen den Fans immer zur Verfügung stehen. Auf diese Art des Interesses an der Person reagieren die Medien und wir alle spielen so mit den Regierungen direkt  in die Hand. Überwachung, Pressefreiheit, Privatsphäre und Verantwortung an sich sind die weiteren Themen des Panels.