Archive for September 21st, 2013

21. September 2013

RT_Children in Syria chemical attack vid

RT_Children in Syria chemical attack video ‚moved between locations‘ before ’staged‘ filming
http://rt.com/op-edge/syria-chemical-attack-children-staged-030/

21. September 2013

[Spiegel] Hilfe für Syriens Rebellen: Westerwelle kritisiert Hollandes Waffenplan

Frankreichs Staatspräsident François Hollande will jetzt doch Waffen an syrische Rebellen liefern. Außenminister Guido Westerwelle warnt davor. Denn die jetzigen Gespräche über die Beseitigung der Chemiewaffen des Assad-Regimes sollen nicht belastet werden.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/westerwelle-kritisiert-hollande-plan-fuer-waffenlieferungen-a-923463.html

 

21. September 2013

Analyse von Khaled Hadadah, Generalsekretär der Libanesischen Kommunistischen Partei, über Krieg und Frieden im östlichen Mittelmeer

http://www.jungewelt.de/2013/09-21/055.php

21.09.2013 / Schwerpunkt / Seite 3Inhalt


Rußland bremsen

Unsere Zeit, Wochenzeitung der DKP, veröffentlicht in ihrer aktuellen Ausgabe eine Analyse von Khaled Hadadah, Generalsekretär der Libanesischen Kommunistischen Partei, über »Krieg und Frieden im östlichen Mittelmeer. jW dokumentiert einen kurzen Auszug.

 

Die strukturelle Krise, in die der Weltkapitalismus seit mehr als einem Jahrzehnt eingetaucht ist, war eine der mörderischsten, aber auch der wichtigsten für die arabische Welt und den Mittleren Osten. Während dieses Jahrzehnts haben die imperialistischen Kriege (einschließlich der israelischen) im Irak, in Afghanistan, in Libyen, im Libanon und in Palästina in der Tat Millionen Tote und Dutzende Millionen Verstümmelte und Zwangsflüchtlinge verursacht, nicht zu vergessen die Zerstörung der Städte und Dörfer. (…)

Washington hat (…), unterstützt von seinem türkischen Verbündeten, bereits zahlreiche Kriege ausgelöst, sowohl in Tschetschenien wie zwischen Georgien und Ossetien und heute in Syrien und vielleicht wieder im Libanon und in den besetzten palästinensischen Gebieten. Für dieses Ziel haben die USA (…)ein altes Projekt des früheren Staatssekretärs Henry Kissinger unter der Bezeichnung »Großer Mittlerer Osten« wieder auf die Tagesordnung gesetzt, aus dem einige Jahre später, im Jahr 2006, als die israelischen Armeen den Libanon bombardierten, der »Neue Mittlere Osten« wurde, der – wie uns damals Condoleezza Rice erklärt hat – nur geboren werden konnte unter den Schmerzen unseres Volkes. Dieses Projekt beruht auf der Verwendung innerer Spaltungen, vor allem religiöser und konfessioneller, um die arabische Welt in Ministaaten zerfallen zu lassen, die Krieg führen und den Diebstahl der arabischen Reichtümer erleichtern. (…)

Folglich hat die gegenwärtige Phase des Krieges im Mittleren Osten ein vierfaches Ziel: Das erste besteht darin, die (…) Zerbröckelung Syriens und des Libanon zu Ende zu bringen. Das zweite ist die Liquidierung der Sache Palästinas. Das dritte besteht darin, die Situation in Ägypten wieder in den Griff zu bekommen und die Moslembrüder wieder einzusetzen, um so aus Ägypten, nach der Türkei und Pakistan, den dritten Staat des Mittleren Ostens zu machen, der auf einer sunnitischen militärisch-muslimischen Diktatur beruht und die schiitische militärisch-muslimische Ausbreitung des Iran eindämmen kann (…). Was das vierte Ziel angeht, ausgehend von all dem, ist es darauf ausgerichtet, Rußland daran zu hindern, der Anführer eines zweiten internationalen Pols zu werden, der »seinen Anteil« an der Neuaufteilung der Welt im Gefolge des weltweiten Scheiterns der Hegemoniepolitik des US-Imperialismus in den letzten 23 Jahren verlangen könnte.

www. unsere-zeit.de

21. September 2013

Gespräch mit Mokhtar Lamani, dem Leiter des Büros des UN-Sonderbeauftragten für Syrien in Damaskus

»Alle vertreten die Mehrheit«

Konflikt in Syrien ist militärisch nicht zu lösen: Die UNO bemüht sich um Vermittlung zwischen Aufständischen und Regierung. Ein Gespräch mit Mokhtar Lamani, dem Leiter des Büros des UN-Sonderbeauftragten für Syrien in Damaskus.

(…)

Wer vertritt die schweigende Mehrheit in diesem Land? Mehr als 157 Parteien und Gruppen sind zu uns gekommen, dazu kommen noch die Kurden mit ihren 35 verschiedenen Gruppen. Jeder hat erklärt, 70 Prozent der Bevölkerung zu vertreten. Wie viele 70 Prozent passen eigentlich in 100 Prozent! Alle geben an, die Mehrheit zu vertreten.

(…)

Wo gibt es denn diese »befreiten Gebiete«? Es gibt verschiedene Gruppen und jede spielt eine eigene Rolle. Vielleicht in einer Stadt, einem Dorf oder sonst wo. Es gab einige Kräfte, die wollten das Beispiel Libyens hier wiederholen, aber das funktioniert nicht. Bei meinen Kontakten mit verschiedenen Gruppen habe ich Namen genannt und was haben sie geantwortet? »Wenn die hierher kommen, werden wir sie umbringen«, haben sie gesagt. Das ist hier nicht Vietnam mit der südvietnamesischen Regierung und dem Vietcong. Das ist hier völlig anders und es gibt ganz andere Vorstellungen (…)

21. September 2013

Die Medien als Hure Anfeuern für den nächsten Überfall – Von Mumia Abu-Jamal

http://www.jungewelt.de/2013/09-21/042.php

Von Mumia Abu-Jamal

Ich habe genau verfolgt, wie man sich in den USA rhetorisch zu einem Krieg gegen Syrien aufgeputscht hat. Dabei fragte ich mich, ob diese Nation oder ihre politische Führung aus dem lähmenden Debakel des Irak-Krieges irgendetwas gelernt hat. Das scheint jedoch bedauerlicherweise nicht der Fall zu sein. Die Politiker lieben nichts mehr, als wenn alle Mikrofone auf sie gerichtet sind. Und die Medien verhalten sich wie Huren, sind ihnen bereitwillig zu Diensten und feuern sie an bei ihrem Treiben. Das war so, als wenn man noch einmal denselben Film gezeigt bekäme, nur daß der Schnitt ein wenig verändert war und die handelnden Personen andere Namen trugen. Statt Saddam Hussein heißt der »Wahnsinnige«, das »Monster«, der »Unmensch« oder »Kriegsverbrecher« in der Neufassung nun Baschar Al-Assad. Aber es ist immer das gleiche alte Spiel: Erst werden sie dämonisiert, und dann bringt man sie um.

 

Die Bevölkerung der USA war allerdings nicht bereit, diesen neuen Höllentrip mitzumachen. Bei Meinungsumfragen sah sich die US-Regierung plötzlich mit einer bestürzend starken Opposition gegen ihren geplanten Militärschlag gegen ­Syrien konfrontiert, die laut und deutlich sagte: »Das ist nicht unser Problem!« US-Präsident Barack Obama mußte sogar erleben, wie die Unterstützung seiner demokratischen Parteifreunde bröckelte, nachdem die Medien schon zu einem Krieg eingerückt waren, den sie von ihren Computerbildschirmen aus führen wollten. Der frühere US-Präsident Herbert Hoover (1929–33) hat dazu einmal treffend gesagt: »Ältere Herren erklären den Krieg. Aber es ist die Jugend, die kämpfen und sterben muß.«

 

Der Irak-Krieg wurde schon vor einiger Zeit offiziell für beendet erklärt und ist deshalb so interessant wie die Zeitung von gestern. Vorbei und vergessen sind Gemetzel, Lügen, Verluste, Schmerz und Tod. Gerade der Irak-Krieg sollte aber als Vorzeichen gesehen werden, als ernüchternde Warnung vor den Kosten imperialer Arroganz. Aber nichts dergleichen geschieht! Und für Millionen Menschen in anderen Ländern heißt das, daß nun weiter Öl ins Feuer gegossen und der Haß geschürt wird. Das ist genau der Stoff, aus dem künftige Kriege gemacht werden.

 

Übersetzung: Jürgen Heiser

%d Bloggern gefällt das: