Am 10. August 1961 begannen die US-Streitkräfte in Vietnam mit der Operation »Ranch Hand« (Erntehelfer), der großflächigen Versprühung von dioxinverseuchten Entlaubungsmitteln. (…)
Zehn Jahre dauerte der militärisch-chemische Großfeldversuch am lebenden Objekt. Nach zehn Jahren hatten die Vereinigten Staaten in 9495 dokumentierten Einsätzen rund 90 Millionen Kilogramm Agent Orange auf einer Fläche der Größe Hessens versprüht, drei Millionen Hektar Regenwald und Reisfelder vernichtet sowie 26000 Dörfer verseucht. 15,9 Liter kamen in den regelmäßig »entlaubten« Gebieten auf jeden Einwohner. Auch heute, 40 Jahre nach Ende des Agent-Orange-Einsatzes, leiden und sterben Menschen an den Langzeitfolgen. Neugeborene mit deformierten Schädeln, ohne Augen und Nase, mit fehlenden oder mißgebildeten Organen; junge Frauen um die 20 mit vom Krebs zerfressenen Gebärmüttern; Kriegsveteranen und einfache vietnamesische Bauern, die – oft Jahre nach Kontakt mit Agent Orange – an bösartigen Tumoren sterben.
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