Archive for September 1st, 2013

1. September 2013

Whistleblower-Preis Nachtrag: Links, Dokumente, Audio/Video

anläßlich der Verleihung des Whistleblower-Preises 2013 an Edward Snowden durch die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW), die Internationalen Anwälte gegen Nuklearwaffen (IALANA) und Transparency International am gestrigen Freitag in Berlin hier einige interessante Hintergrundinfos zum Thema bzw. zu dem Preis:
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> (1)
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> Auf der IALANA-Website findet man u.a. die Begründung der Jury für den diesjährigen (und auch die vorangegangenen) Preisträger, einen Pressespiegel sowie die Reaktion der US-Botschaft auf die Preisverleihung an Edward Snowden:
> http://ialana.de/arbeitsfelder/whistleblowing/whistleblower-preis/whistleblowerpreis-2013
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> (2)
>
> Auf Youtube sind bisher der Redebeitrag von IALANA-Präsident Otto Jäckel und der von Sonia Mikich (WDR/ „Monitor“) aufgetaucht (Länge ca. 10 bzw. ca. 20 Minuten), besonders ersterer ist m.E. sehr pointiert:
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> Whistleblower Award 2013 – Preisverleihung durch Otto Jäckel an Edward Snowden
> http://www.youtube.com/watch?v=Yt6Z-Mz6BCY
>
> Whistleblower Award – Sonia Seymour Mikich Laudation auf E. Snowden
> http://www.youtube.com/watch?v=HGgVw5qX0L4

Auch die Rede bzw. Vorlesung des Historikers Joseph Foschepoth ist nun auf Youtube in voller (ziemlicher!) Länge abrufbar, insgesamt ca. eine Stunde, in zwei Teilen:

[1] Foschepoth: „Überwachungsstaat Deutschland“ (1/2) beim Whistleblower Award an Edward Snowden
http://www.youtube.com/watch?v=E79NARBuMS8

[2] Foschepoth: „Überwachungsstaat Deutschland“ (2/2) …
http://www.youtube.com/watch?v=uUmYipZJO8s

Sicherlich v.a. interessant für historisch und verfassungsrechtlich Interessierte. Ansonsten z.B. hier ein Interview mit dem Forscher, in dem die Hauptpunkte ebenfalls zur Sprache kommen:
http://sz.de/1.1717216
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>
> (3)
>
> Die VDW-Website hat eine vollständige Audioaufzeichnung der Veranstaltung verlinkt (recht lang, ca. zweieinhalb Stunden, bzw. 240 MB Download), wie auch die Videobotschaft von Glenn Greenwald (The Giardian), der die Snowden-Dokumente zuerst veröffentlichte:
> http://www.vdw-ev.de/index.php/en/fields-of-action/about-whistleblower/whistleblower-award
>
> Die durchweg sehr guten (wenn auch meist etwas langen) Redebeiträge werden hoffentlich auch noch in Schriftform veröffentlicht; sie wären m.E. wirklich lesenswert.
>
> (Einen historischen Abriß zur BRD als quasi-totalitären Überwachungsstaat seit ihrer Gründung und bis über die Wiedervereinigung hinaus gab z.B. Prof. Joseph Foschepoth. Belegt durch langjährige akademische Forschung kommt er zu dem Schluß, daß die Geschichte Westdeutschlands in diesem Punkt in wesentlichen Teilen neu geschrieben werden muß. Gerade im Vergleich zur immer wieder politisch instrumentalisierten „Stasi-DDR“ relativiert sich das Bild hier doch sehr deutlich. Leider ist das auch Wasser auf die Mühlen der oft aus der rechtsextremen Ecke gebrachten Argumentation, Deutschland sei nach wie vor nicht „souverän“…)
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> (4)
>
> Interessant ist sicher auch die Liste der bisherigen Preisträger(innen), in Kompaktform auf Wikipedia zu finden:
> https://de.wikipedia.org/wiki/Whistleblower-Preis#Internationaler_Whistleblower-Preis
>
> Beim Lesen der Liste (auch der darauffolgenden [unvollständigen] Aufzählung weiterer Whistleblower) ergibt sich ein ziemlich beklemmendes Bild davon, wie Regierungen und Großkonzerne gleichermaßen auf beinahe mafiöse Art gegen Menschen vorgehen, die Mißstände und Verbrechen ans Tageslicht bringen. Dies ist leider die Realität, auch wenn sie medial zu oft ausgeblendet wird. Auffällig ist auch, daß immer wieder Whistleblower, kurz nachdem sie an die Öffentlichkeit traten, plötzlich verstorben sind.
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1. September 2013

SYRIA FALSE FLAG Pat Buchanan – Former Presidential adviser

SYRIA FALSE FLAG Pat Buchanan During an interview with Newsmax Thursday, three-time presidential adviser Pat Buchanan joined the growing number of mainstream voices now specifically labeling the recent chemical attacks in Syria as a false flag.

“…First, this thing reeks of a false flag operation,” said Buchanan. “I would not understand or comprehend that Bashar al-Assad, no matter how bad a man he may be, would be so stupid as to order a chemical weapons attack on civilians in his own country when the immediate consequence of which might be that he would be at war with the United States. So this reeks of a false flag operation.” http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=prvTj-4qxgM

1. September 2013

SYRIEN: Chemie-Waffen – Klartext Prof. Günter Meyer

SYRIEN: Chemie-Waffen – Klartext Prof. Günter Meyer #antikriegtv #antikrieg #stopnato
http://ow.ly/osM6v

1. September 2013

VIDEO -Kriegspropaganda gegen Syrien erklärt

VIDEO -Kriegspropaganda gegen Syrien erklärt #antikriegtv #antikrieg #stopnato
http://ow.ly/osM2F

1. September 2013

VIDEO – Giftgasangriff als Kriegsgrund gegen Syrien inszeniert? – Annie Machon

VIDEO – Giftgasangriff als Kriegsgrund gegen Syrien inszeniert? – Annie Machon #antikriegtv #antikrieg #stopnato
http://ow.ly/osLYD

1. September 2013

Syria: False Flag Chemical Attack? – Whistleblower Annie Machon

Syria: False Flag Chemical Attack? – Whistleblower Annie Machon #antikriegtv #antikrieg #stopnato
http://ow.ly/osLVB

1. September 2013

VIDEO – NEIN zum Krieg gegen Syrien! Antikriegstag – Lühr Henken

VIDEO – NEIN zum Krieg gegen Syrien! Antikriegstag – Lühr Henken – #antikriegtv #antikrieg #stopnato
http://ow.ly/osLT4

1. September 2013

VIDEO – NEIN zum Krieg gegen Syrien! Christian Ströbele

VIDEO – NEIN zum Krieg gegen Syrien! Christian Ströbele #antikriegtv #antikrieg #stopnato
http://ow.ly/osLQl

1. September 2013

VIDEO Syrien: Putin nennt Chemiewaffen-Vorwürfe völlig haltlos / Gefahr eines Weltkriegs

VIDEO Syrien: Putin nennt Chemiewaffen-Vorwürfe völlig haltlos / Gefahr eines Weltkriegs
http://ow.ly/osLEe #antikriegtv #antiwar #stopnato

1. September 2013

Alternativen zum Wettbewerbskatalysator Euro und seinem politischen Motor, der EZB – von Tobias Baumann

Alternativen zum Wettbewerbskatalysator Euro und seinem politischen Motor, der EZB

von Tobias Baumann, 27. August 2013

Auf die von Oscar Lafontaine sowie den kommunistischen Parteien Portugals und Griechenlands gestellte Frage nach dem Ende des Euro steht eine integrativinternationalistische Antwort nach wie vor aus (vgl. Julian Müller, Juli 2013 [1]). Derweil beschleunigt sich die supranationale Integration in der zunehmend technokratischen EU: 2014 soll die Kontrolle der nationalen Zentralbanken der EU-Mitgliedsländer auf die EZB übergehen, ein weiterer Schritt hin zur autoritären Stabilisierung des Euro durch Zentralisierung von politischen Verantwortlichkeiten bei Institutionen, denen es an
demokratischer Legitimation mangelt. Wie kann diese Entdemokratisierung in der EU gestoppt und umgekehrt werden? Die Revision des Lissabon-Vertrags, ja die Neugründung der EU auf Grundlage des Willens der Völker (Stichwort “verfassungsgebende Gewalt”) ist der einzige progressive Ausweg.

Wie lautet die Antwort der Europäischen Linken auf die EZB-Politik?

Auf der diesjährigen Sommerakademie der Europäischen Linken in Porto (3.-7.07.2013)
[2] kritisierten Referenten wie der finnische Linke Antti Rokainen während eines mehrstündigen Seminars über die Europäische Zentralbank (EZB) die Struktur und Arbeitsweise der unabhängigen EZB, welche zweifelsohne die mächtigste Zentralbank weltweit sei und ein “Klassenkriegsinstrument” darstelle – sie müsse in eine öffentliche, demokratisch kontrollierbare Bank umgewandelt werden, wozu die Änderung des
Europäischen Vertragsrechts nötig ist. Die Vortragenden hoben hervor, dass das von der BRD übernommene EZB-Dogma der Inflationsbekämpfung lediglich zwei Ziele verfolge: erstens die Kosten für die Produktionsmittel so niedrig wie möglich halten und zweitens das Ansteigen der Löhne verhindern (vgl. zum historischen Komplex der Funktion der europäischen Integration als “Lohn-Polizei” die Werke von Prof. Dr. Annie Lacroix-Riz, em. Universität Paris 7 Diderot).

Eine öffentliche Kontrolle des Kredits, die mit der Einheitlich Europäischen Akte (EEA, 1986) und definitiv mit dem Vertrag über die Europäische Union (EUV, Maastricht, 1992) aufgehoben war, wurde von Antti Rokainen zurückgefordert (seit der EEA, deren Ziele im EUV zu Unionsrecht wurden, hat sich die Europäische Integration zur vollständigen Liberalisierung des Waren- und Kapitalverkehrs verpflichtet). Zudem forderte er eine Aufsicht über und Koordinierung der Investitionsflüsse innerhalb der EU. Auch diese Kapitalströme sind seit 1992 vollständig liberalisiert und zudem ist die Devisenkontrolle und die Kreditbeschränkung in der EU seit den 1990er Jahren im Rahmen der Umsetzung des EUV endgültig abgeschafft worden. Als Maßnahme zur Umsetzung empfiehlt er nationale Referenden zur Regulierung der Kapitalverkehrsfreiheit (und damit zur demokratisch legitimierten Einschränkung der sogenannten vier EU-Grundfreiheiten).

Mariana Mortágua vom Bloco de Esquerda (Linksblock Portugals) hob hervor, dass eine finanzielle Stimulierung oder auch ein öffentliches Investitionspaket in den südeuropäischen Ländern keine unmittelbare strukturelle Verbesserung bringen würde, dass zusätzlich eine neuartige ökonomische Kooperation durchgesetzt werden müsse (z.B. ähnlich dem kooperativen Handel unter den ALBA-Ländern). Sie betonte, dass der linke Slogan “Löhne in der BRD erhöhen” zu kurz greife, da dies nur ein erster Schritt hin zur grundlegenden Umgestaltung der sozialen Produktionsbedingungen auf nationaler sowie europäischer und globaler Ebene sein könne. Hier ist die Politik fortschrittlicher Staaten Südamerikas
interessant, die genau die Produktionspotenziale durch eine neue Finanzarchitektur (sowohl
im Bankenbereich wie durch eine neuartige virtuelle Währung) regional potenziert.

Bank des Südens und Buchwährung SUCRE als Alternative zum Bankenprimat in der EU
Die Entwicklungsbank Bank des Südens (Banco del Sur) setzt soziale Prioritäten bei der Kreditvergabe. Die Bank des Südens hat im Juni 2013 ihre Arbeit aufgenommen. Sie stellt ein wirksames Instrument zur Förderung der Realwirtschaft, der regionalen Souveränität bezüglich der Ernährungssicherheit, der Gesundheit, Energie, Forschung sowie der Infrastruktur zwischen allen Mitgliedsländern dar; Bereiche, die auch in der zunehmend unterentwickelten südlichen EU-Peripherie dringend Beachtung finden müssen.

Doch die neue Finanzarchitektur begann nicht erst 2013 mit der Bank des Südens, sondern wurde im Januar 2010 auf Grundlage eines neuartigen Transaktionssystems mit Hilfe der Bank der Bolivarischen Allianz für die Völker unseres Amerika (ALBA) in die Tat umgesetzt, dem SUCRE: Eine entscheidende Etappe war diese neue zwischenstaatliche Verrechnungseinheit – SUCRE ist das spanische Kürzel für Einheitliches System für regionalen Zahlungsausgleich und der Name der ehemaligen ecuadorianischen Landeswährung, d.h. vor der Dollarisierung Ecuadors im Jahr 2000. Diese einzigartige Buchwährung wird von auf ausgeglichene Handels- und Leistungsbilanzen ausgerichteten Institutionen flankiert (Regionaler Monetärer Rat, Regionaler Reservefonds).

Unmittelbar umsetzbare Lösungsansätze wider die Bankenmacht in der EUWie der ecuadorianische Präsident Rafael Correa (PhD, Ökonom) im April 2013 in der TU vor über 1600 Zuhörern betonte, gestaltet das “Kapital die EU unter Krisenbedingungen beschleunigt nach seinen Interessen um”. Dem ist nur durch eine revolutionär-demokratische europäische Bewegung wirksam zu begegnen. Ebenso wie der Lissabon-Vertrag müssen auch die demokratisch fragwürdigen, außerhalb des europäischen Vertragsrechts angesiedelten
völkerrechtlichen Instrumente Finanzpakt und ESM annulliert werden und verbindliche Obergrenzen für Handelsüberschüsse festgesetzt werden. Bernd Riexinger erklärte hierzu im ND vom 10.05.2013: “Die öffentliche Kreditaufnahme muss von der Diktatur der Finanzmärkte befreit werden”; er ist für eine “Direktfinanzierung durch eine zu gründende öffentliche europäische Bank.” Die Regulierung der Finanzmärkte, Verbot riskanter Spekulationsgeschäfte, Verkleinerung sowie Vergesellschaftung der Banken und Umbau des Bankensystems sind schnellstmöglich in die Tat umzusetzen.

Dies ist im Rahmen eines verfassungsgebenden Prozesses innerhalb der EU möglich (nachdem das Elitenprojekt “Vertrag zur Verfassung der Europäischen Union” von den Franzosen und Niederländern 2005 abgelehnt worden war). Ein solcher konstituierender Prozess der europäischen Völker würde auch eine dringend erforderliche EU-weite Vermögensabgabefür reiche Privathaushalte sowie einen EU-weit nach nationalen Gegebenheiten variierenden, gesetzlichen, d.h. flächendeckenden Mindestlohn ermöglichen. Weiter ist eine innere Aufwertung auf dem Bundesgebiet vonnöten, welche wegen der Gemeinschaftswährung nur durch massive Lohnerhöhungen möglich ist.

Welche EU-weiten Taktiken für die Strategie der revolutionären Brüche? Eine mögliche Strategie zur Umsetzung eines Wandels in die genannte demokratisierende Richtung wäre eine südwesteuropäische Initiative, wie sie in Deutschland MdB Michael Schlecht angestoßen hat (vgl. Volkswirt Michael Schlecht, “Frankreich am Scheideweg”, August 2013). Dieser Ausweg wird auch von Südeuropäern wie dem Philosophen Mimmo Porcaro unterstützt: Frankreich soll gemäß seinen nationalen und sozialpolitischen Interessen (Paris hat den höchsten absoluten Mindestlohn in der EU) einen von zahlreichen Südeuropäern ersehnten Austritt aus dem Währungskorsett oder zumindest den grundlegenden Umbau des Währungssystems anführen. Gewiss befindet sich der Sozialist Hollande gegenwärtig in einer neokolonialen Kampagne in Afrika und demnächst wohl auch im Nahen Osten; ein innen- und außenpolitischer Kurswechsel würde enormen Druck vom Front de Gauche (Linksfront) sowie von der Straße benötigen.

Doch immerhin streiten die Vertreter des linken Flügels der Parti Socialiste, Emmanuel Maurel und Marie-Noëlle Lienemann, für die Aussetzung des Fiskalpakts, sodass der Aufbau einer Volksfront gegen die autoritäre Stabilisierung des Euro in Frankreich denkbar ist. Wobei ein “linker Euroausstieg nicht anderen linken Forderungen nach einer Neugründung Europas entgegen stehen” würde (Julian Müller, a.a.O.). Auf solchen flexiblen, populären Taktiken aufbauend könnte eine EUweite verfassungsgebende Versammlung durchgesetzt werden, indem die Gewerkschaften, sozialen Bewegungen etc. mit den Linksparteien der süd- und westeuropäischen Länder die von Berlin angeführte Austeritätspolitik kippen und einen radikalen Transformationsprozess einläuten. Diese radikaldemokratische Bewegung würde eine notwendige Konvergenz ihrer “sozialen und geopolitischen Vision” herbeiführen (vgl. Mimmo Porcaro [3]), welche wiederum eine strategische Annäherung Europas an die linken Regierungen Lateinamerikas sowie die Bolivarische Allianz ALBA erlauben würde.

Anmerkungen:

[1] http://www.zeitschrift-luxemburg.de/zur-linken-debatte-um-einen-ausstieg-aus-dem-euro/

[2] Einen Bericht zur Sommerakademie der Europäischen Linken von Tobias Baumann
finden Sie im Schattenblick unter: http://www.schattenblick.de/infopool/europool/fakten/eufb0001.html

[3] http://www.sinistrainrete.info/europa/2661-mimmo-porcaro-che-fare-delleuro.html

1. September 2013

US-Journalist: Saudis und Rebellen tragen Verantwortung für Giftgas-Attacke

Syrische Kämpfer im Vorort Ghouta von Damaskus haben zugegeben, dass sie verantwortlich für den Chemiewaffenvorfall sind, den die Westmächte den syrischen Regierungstruppen anlasten. Sie enthüllten, dass die Toten Opfer eines Unfalls waren, hervorgerufen durch die falsche Handhabung der Chemiewaffen, mit denen Saudi Arabien sie beliefert habe.

„Aus zahlreichen Interviews mit Ärzten, Einwohnern von Ghouta sowie mit Aufständischen und deren Familien geht hervor, dass Kämpfer Chemiewaffen über den saudischen Geheimdienstchef Prinz Bandar bin Sultan erhielten. Sie sind verantwortlich für die Durchführung des tödlichen Gasangriffs“, schreibt die AP-Autorin Gavlak.

Die Kämpfer berichteten, dass sie nicht ausreichend im Umgang mit Chemiewaffen ausgebildet wurden, es wurde ihnen noch nicht mal gesagt, dass es welche waren. Es hat den Anschein, als wären die Waffen zunächst für den Al-Kaida-Ableger al-Nusra Front bestimmt gewesen.

„Die Waffen machten uns neugierig. Und unglücklicherweise handhabten einige Kämpfer die Waffen falsch und verursachten die Explosionen“, berichtete ein Kämpfer namens `J´.

Seine Behauptungen wurden von einer Kämpferin namens `K´ wiederholt, die dann erzählte: „Sie haben uns weder gesagt, was das für Waffen waren, noch wie man sie einsetzt. Wir wussten nicht, dass es sich um Chemiewaffen handelt. Wir wären nie darauf gekommen, dass es Chemiewaffen sein könnten.“

Abu Abdel-Moneim, Vater eines Aufständischen, sagte auch: „Mein Sohn kam vor zwei Wochen zu mir und fragte mich, ob ich wüsste, was das für Waffen wären, die er tragen sollte“, er beschrieb, sie hätten eine „röhrenförmige Form“, andere sähen aus wie eine „große Gasflasche“. Der Vater sagte, der Name des saudischen Kämpfers, der die Waffen lieferte, sei Abu Ayesha. Laut Abdel-Moneim explodierten die Waffen in einem Tunnel und töteten 12 Kämpfer.

„Über ein Dutzend befragte Kämpfer berichteten, dass sie von der saudischen Regierung bezahlt werden“, schreibt Gavlak. Sollte das zutreffen, könnte diese Aussage den Eifer dämpfen, mit dem die USA gegen Syrien vorgehen wollen, den sie damit rechtfertigen, dass die syrische Regierung „unbestreitbar“ hinter dem Angriff mit Chemiewaffen stecke. Dale Gavlaks Glaubwürdigkeit ist beeindruckend. Sie war zwei Jahrzehnte Nahost-Korrespondent für AP, hat für das National Public Radio (NPR) gearbeitet sowie Berichte für die Nachrichtenabteilung der BBC geschrieben.

Saudi Arabiens mutmaßliche Rolle als Belieferer der Kämpfer – denen sie in jeder Hinsicht vehement den Rücken stärken – mit chemischen Waffen ist keine Überraschung angesichts der Enthüllung Anfang der Woche, dass die Saudis Russland mit Terrorangriffen auf die kommenden Olympischen Spiele in Sochi gedroht haben, falls diese nicht aufhörten, die syrische Regierung zu unterstützen.

„Ich kann Ihnen garantieren, dass die Winterolympiade im nächsten Jahr geschützt wird. Die tschetschenischen Gruppen, die die Sicherheit der Spiele bedrohen, werden von uns kontrolliert“, soll Prinz Bandar angeblich Vladimir Putin versichert haben, berichtet der „Telegraph“.

Die Obama Regierung ist bereit, die Erkenntnisse ihres Geheimdienstes zu präsentieren, mit denen sie zu beweisen bemüht ist, dass die Regierungstruppen hinter den Angriffen der letzten Woche steckten, obwohl amerikanische Beamte in der „New York Times“ zugaben, dass sie keinen schlagenden Beweis gefunden haben, der direkt auf die Beteiligung der Regierungstruppen an den Angriffen verweist.

Amerikanische Geheimdienstsprecher haben Associated Press auch berichtet, dass die Beweise des Geheimdienstes für die Schuld der syrischen Regierung “kein Volltreffer (Slam Dunk)“ sind.

Wie wir letzte Woche berichteten, lassen abgefangene Geheimdienstinformationen erkennen, dass der syrische Verteidigungsminister „panische“ Telefongespräche mit der syrischen Chemiewaffenabteilung führte und in den Stunden nach dem Angriff Antworten verlangte, was darauf hindeutet, dass der Angriff nicht von den Regierungstruppen angeordnet wurde.

Dale Gavlak ist Nahost-Korrespondentin für „Mint Press News“ und „Associated Press“. Gavlak war über zwei Jahrzehnte in Amman, Jordanien, für Associated Press akkreditiert. Die anerkannte Nahost-Expertin Gavlak berichtet derzeit aus der Levante für AP, das National Public Radio und Mint Press News, ihre Themen sind Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Dale hat einen Magister in Middle East Studies der University of Chicago. Kontakt über dgavlak@mintpress.com

Übersetzung: RATIONALGALERIE / Gesine Strempel

Der Original-Artikel ist unter folgendem Link zu erreichen:

http://www.mintpressnews.com/witnesses-of-gas-attack-say-saudis-supplied-rebels-with-chemical-weapons/168135/

1. September 2013

SYRIEN – Die Untersuchung der Proben erfolgt am Montag

SYRIEN – Die Untersuchung der Proben, welche die UN-Chemiewaffenexperten in Syrien gesammelt haben, soll morgen beginnen. Das sagte ein UN-Sprecher in New York. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon drängte den Leiter des Expertenteams, Åke Sellström, erneut zur Eile. Er sprach auch mit dem französischen Außenminister Laurent Fabius über die Situation in Syrien. Vor seiner Abreise zum G20-Gipfel am Dienstag will Ban noch die zehn gewählten Mitglieder des Sicherheitsrats über die Lage in Syrien und die Untersuchungen der Chemiewaffenexperten unterrichten.

1. September 2013

SYRIEN – BBC News verwendet ‘Foto aus dem Irak in einem Bericht über den Giftgasvorfall in Syrien’

SYRIEN – BBC News verwendet ‚Foto aus dem Irak in einem Bericht über den Giftgasvorfall in Syrien‘
Die BBC verwendete jetzt in seiner Kriegspropaganda in Bild aus dem Jahr 2003 aufgenommen im Irak Kinder zu zeigen die bei dem Giftgasangriff in Syrien umkamen.
http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/middleeast/syria/9293620/BBC-News-uses-Iraq-photo-to-illustrate-Syrian-massacre.html

1. September 2013

SYRIA – BBC News uses ‘Iraq photo to illustrate Syrian massacre’

SYRIA – BBC News uses ‚Iraq photo to illustrate Syrian massacre‘
The BBC is facing criticism after it accidentally used a picture taken in Iraq in 2003 to illustrate the senseless massacre of children in Syria.
http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/middleeast/syria/9293620/BBC-News-uses-Iraq-photo-to-illustrate-Syrian-massacre.html

1. September 2013

SYRIEN – ZYPERN unterstützt keinen Angriff gegen Syrien

SYRIEN – ZYPERN Die russische Nachrichtenagentur ITAR-TASS meldete am Samstag, dass Russland Zypern bei der Restrukturierung seiner Schulden unterstützen werde: Die Zyprioten schulden den Russen noch 2,5 Milliarden Euro. Für die Rückzahlung dieses während der Euro-Krise gewährten Kredits wurde von den Russen ein neuer wesentlich vergünstigter Zinssatz von 2,5 Prozent festgelegt.
Ergebnis: Außenminister Ioannis Kasoulides verlautbarte am Samstag, dass Zyperns Territorium nicht für militärische Operationen gegen Syrien verwendet werden dürfe.

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