SYRIEN – Tony Blair – Der britische Ex-Premier Tony Blair hat am Dienstag die Regierung in London aufgefordert, sich „an die Seite“ der syrischen Opposition zu stellen und zu Gewaltmethoden bei der Lösung des Konfliktes in Syrien zu greifen, berichtet die „Daily Mail“.
„Es ist an der Zeit, sich auf die Seite von denen zu stellen, die das Gleiche wollen wie auch wir, die von unserer Gesellschaft trotz aller deren Mängel begeistert sind, und die sich dessen bewusst sind, dass sie nicht zwischen Tyrannei und Theokratie wählen müssen“, zitiert das Blatt den Ex-Regierungschef.
In einer Erklärung von Blair, die die „Times“ veröffentlicht hat, vergleicht der Ex-Premier die mutmaßliche C-Waffen-Anwendung gegen die Zivilbevölkerung mit „den düstersten Tagen des Regimes von Saddam Hussein“ im Irak.
Blair hatte 2003 das Amt des britischen Regierungschefs bekleidet, als sein Kabinett die von den USA geleitete internationale Intervention im Irak unterstützte. Als Hauptmotiv der Teilnahme Großbritanniens am damaligen Krieg wurden die Verhinderung der Entwicklung und Herstellung von Massenvernichtungswaffen wie auch Berichte genannt, laut denen das Hussein-Regime C-Waffen gegen eigene Bürger eingesetzt haben soll. Später wurde Blair von Medien und der Opposition dafür scharf kritisiert, dass er Großbritannien in den langen und blutigen Konflikt einbezogen hatte. Der Ex-Premier selbst betonte allerdings, er bedauere diese Entscheidung nicht.
