MORO ATTENTAT „Alle Dokumente werden erneut geöffnet“
Auch 35 Jahre nach der Entführung und Ermordung des Spitzenpolitikers der damals omnipräsenten Democrazia Cristiana (DC), Aldo Moro, stehen hinter der von der linksextremen Terrororganisation Rote Brigaden (Brigate Rosse, BR) durchgeführten Tat nach wie vor viele Fragezeichen. Mit einem neuen Ermittlungsverfahren soll nun ein später Versuch gestartet werden, die Rätsel im Fall Moro doch noch aufzulösen. Neue Aufschlüsse werden unter anderem von erst kürzlich freigegebenen Geheimdokumenten erwartet. Besonderes Augenmerk wollen die Ermittlungsbehörden zudem auf die Verhandlungen mit den BR während Moros 55-tägiger Geiselhaft legen. Andreotti wurde etwa immer wieder beschuldigt, Verhandlungen abgelehnt zu haben.
Nach Angaben des Nachrichtenportals International Business Times Italia (IBTimes) sollen „sämtliche zur Verfügung stehenden Dokumente“ erneut geöffnet werden. Auch die 1983 gefällten Urteile gegen insgesamt 32 mutmaßliche BR-Mitglieder, denen vorgeworfen wird, an der Geiselnahme und der Ermordung Moros beteiligt gewesen zu sein, könnten nach Angaben der Tageszeitung „Il Messaggero“ vom zuständigen Staatsanwalt Luca Palamara neu aufgerollt werden. http://orf.at/stories/2187675/2187666/
