Syrien: Saudi-Arabien und Katar finanzieren Waffenkäufe, CIA hilft beim Transport.
Syrische Dschihadisten und Nato-Söldner massiv mit Kriegsgerät versorgt.
Der ehemalige Hohe Repräsentant für Bosnien und Herzegowina und frühere Vorsitzende der britischen Liberaldemokraten Lord Paddy Ashdown hat im britischen Parlament Waffenlieferungen an syrische Rebellen kritisiert.Ashdowns Angaben zufolge wurden bisher 3.500 Tonnen Kriegsmaterial aus Kroatien an die Aufständischen geliefert. Der Oberhaus-Abgeordnete gab an, die Lieferungen seien mit Unterstützung des US-Geheimdiensts CIA auf dem Luft- und Seeweg nach Syrien gebracht worden.
Finanziert hätten die Waffenkäufe Saudi-Arabien und Katar. Empfänger sollen vor allem islamistische Gruppen gewesen sein. Ashdown, der vier Jahre auf dem Balkan verbrachte, merkte an, dass an den umstrittenen Waffengeschäften vor allem „korrupte Kräfte“ verdienten.
Es sei ihm kein Fall bekannt, in dem mehr Kriegsgerät zu einer friedlichen Lösung geführt habe. Der Abgeordnete plädierte stattdessen für verstärkte diplomatische Bemühungen: „Wenn es der Fall ist, dass Saudi-Arabien und Katar heute eben die Dschihadisten finanzieren, gegen die wir kämpfen, warum nutzen wir dann nicht internationalen Druck, die Vereinigten Staaten, um Saudis und Katarer zu überreden, damit aufzuhören?“
