Frankreich ehemaliger Außenminister Dumas: „Krieg gegen Syrien von langer Hand geplant“

Ehemaliger Außenminister Roland Dumas jetzt: Der Krieg gegen Syrien wurde bereits zwei Jahre vor dem „arabischen Frühling“ geplant.

Ex-NATO-Oberbefehlshaber Wesley Clark berichte. dass er im November 2001 im Pentagon erfuhr, dass Krieg gegen Syrien, den Libanon, Libyen, den Iran, Somalia und den Sudan geplant seien.

In einem Interview mit dem Fernsehsender LCP sagte der ehemalige Außenminister Roland Dumas jetzt:

“Ich werde Ihnen etwas sagen. Ich war zwei Jahre vor dem Beginn der Gewaltausbrüche in Syrien wegen anderer Unterredungen in England. Während meines Aufenthaltes dort traf ich mich mit britischen Spitzenbeamten, die mir gegenüber äusserten, dass man sich darauf vorbereite, etwas in Syrien zu unternehmen.“

„Dies war in Großbritannien und nicht in den USA. Großbritannien bereitete die Organisation einer Invasion von Rebellen in Syrien vor. Sie fragten mich sogar, obwohl ich nicht mehr Außenminister war, ob ich mich an den Vorbereitungen beteiligen wolle.
Natürlich weigerte ich mich, ich sagte ihnen, ich bin aus Frankreich, das interessiert mich nicht.“

Dumas fuhr dann im Interview fort damit, dem Publikum eine schnelle Lektion über den wahren Grund für den Krieg zu geben. Ein Krieg, der bis heute Zehntausenden von Menschen das Leben gekostet hat.

Dumas sagte wörtlich: “Dieser Vorgang geht weit zurück. Alles war vorbereitet, vorausberechnet und geplant … in dieser Region ist es wichtig zu wissen, dass das syrische Regime eine sehr anti-israelische Haltung hat.“

„Nach diesem Schema bewegt sich alles, was in der Region geschieht, und ich habe dies vom ehemaligen israelischen Ministerpräsidenten, der mir sagte: „Wir werden versuchen, wieder mit unseren Nachbarn auszukommen, aber diejenigen, die nicht mit uns einverstanden sind, werden vernichtet.“

„Dies ist eine Art von Politik, ein Blick auf die Geschichte, warum auch nicht. Aber man sollte es wissen.“

Syrien:  Ex-NATO-Oberbefehlshaber Wesley Clark am 22. Mai 2011: Intervention in Syrien möglich

Clark sagte schon 2011 im Interview mit der österreichischen Zeitung Der Standard: „Bashar al-Assad könnte das gleiche Schicksal wie Gaddafi ereilen, wenn er jetzt nicht seine Armee und Sicherheitskräfte unter Kontrolle bringt. Die geostrategische Bedeutung Libyens machen Öl und Menschen aus. Im Fall Syrien ist das geostrategische Gewicht ein völlig anderes: Wenn Assad dort einen humanitären Anlass für eine Aktion gibt, könnte die Entscheidung dafür durchaus beschleunigt werden, weil der Wert eines Wandels in Syrien als sehr hoch eingeschätzt wird. Assad bewegt sich derzeit auf sehr dünnem Eis.“

Schon 2003 hielt Clark einen US-Krieg gegen Syrien für möglich. 2004 schrieb er in seinem Buch „Winning Modern Wars“ (dt.: Das andere Amerika), dass er schon 2001 von Kriegsplänen u.a. gegen Syrien erfuhr (S. 167). „Als ich im November 2001 das Pentagon aufsuchte, hatt ein hochrangiger Stabsoffizier Zeit für eine Unterhaltung. Er bestätigte mir, dass die Operationen gegen den Irak vorangetrieben wurden. Doch das war nicht alles. Diese Aktion sollte Teil eines auf fünf Jahre angelegten Planes sein, der neben dem Irak noch weitere sechs Länder umfasste: Syrien, den Libanon, Libyen, den Iran, Somalia und den Sudan. …“

Im Jahr 2007 berichtete er in einem Gespräch mit Democracy Now von den Kriegsplänen.

Advertisements
%d Bloggern gefällt das: