Zwei Jahre nach Fukushima – Atommafia wieder auf dem Vormarsch

Die Aktien von japanischen Kernkraftwerkherstellern und von Lieferanten von Reaktorteilen zogen am Wochenende an, nachdem die Nikkei Zeitung berichtet hatte, dass Japan und Indien ihre Gespräche über Atomenergie wiederaufnehmen werden, die nach der Katastrophe von Fukushima zunächst ausgesetzt worden waren. Bei den kommenden Gesprächen wird es auch nach Berichten in der japanischen Presse auch um Bauaufträge für japanische AKW-Anlagenbauer gehen.

Bei einem Staatsbesuches des russischen Präsidenten Wladimir Putin Ende Dezember 2012, hatten sich Russland und Indien bereits über den Bau von bis zu 20 Kernkraftwerken, voraussichtlich bis zum Jahre 2030, geeinigt.

Ob Indiens Nuklearpläne allerdings tatsächlich so zügig umgesetzen lassen werden, wie angekündigt bleibt abzuwarten. Landesweit organisiert sich der Protest. Der Bau des Atomkraftwerkes Kudankulam im südlichen  Bundesstaats Tamil Nadu, musste bereits mehrmals wegen Massenprotesten vorübergehend eingestellt werden. Die Lage vor Ort spitzte sich im September 2012 zu, nachdem sich 20.000 Menschen an einer Demonstration vor dem Reaktor beteiligen und die Zufahrten blockierten.  Bei den Protesten gegen das AKW hatten Sicherheitskräfte ausserdem einen Menschen erschossen. Die erste von eienm russischen Konzern gebaute Atomanlage mit zwei Reaktorblöcken sollte ursprünglich Ende 2011 ans Netz gehen.

Ausserdem soll mitten in einem Erdbebengebiet soll 300 Kilometer südlich der Millionenmetropole Mumbai, das grösste AKW der Welt entstehen. Die Nuclear Power Corporation of India, ein Staatskonzern, hat den französischen Areva-Konzern beauftragt, sechs Reaktorblöcke zu bauen.

Es zeigt sich, dass die Regierungen der führenden Atomnationen fortwährend eine völlig unverantwortliche und als kriminell zu bezeichnende Politik betreiben und zwar gegen den ausdrücklichen Willen der Mehrheit der Menschen.

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