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London und Paris: Damaskus zu C-Waffeneinsatz bereit

Die Außenminister Frankreichs und Großbritanniens, Laurent Fabius und William Hague, haben in einem Schreiben an EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton darauf hingewiesen, dass die syrischen Behörden zum Einsatz von chemischen Waffen im Kampf gegen die bewaffnete Opposition bereit sind, meldet Reuters am Freitag.

„Die regionale Stabilität ist immer mehr von einer Krise bedroht (…) und wir sind zunehmend über die Bereitschaft des Regimes (von Präsident Assad) besorgt, chemische Waffen einzusetzen“, heißt es in dem Dokument.

Die syrischen Rebellen hatten der Führung des Landes wiederholt vorgeworfen, C-Waffen eingesetzt zu haben, was Tote unter Zivilisten gefordert habe. Damaskus gab am Dienstag erstmals eine Erklärung ab, der zufolge die bewaffnete Opposition chemische Waffen in der Provinz Aleppo eingesetzt habe, wobei 25 Menschen getötet und weitere 110 ernstlich verletzt worden seien.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon gab am Donnerstag bekannt, dass ein Ermittlungsverfahren zu dem Zwischenfall in Aleppo auf Antrag der syrischen Behörden eingeleitet worden sei. Daraufhin ersuchten Frankreich und Großbritannien den UN-Chef, sämtliche bisherige Berichte über den Einsatz von C-Waffen in Syrien zu untersuchen.

Wie das britische Außenministerium zuvor mitgeteilt hatte, werde es sein Herangehen an die Lösung der syrischen Krise revidieren, falls im Land chemische Waffen eingesetzt bzw. verbreitet werden sollten.

Der französische Präsident Francois Hollande hatte im August 2012 geäußert, dass ein C-Waffeneinsatz durch die syrischen Truppen den Grund für eine militärische Einmischung von außen bilden werde. Wie US-Präsident Barack Obama warnend anmerkte, würde der Einsatz von C-Waffen in Syrien einen „roten Strich“ ziehen, woraufhin Washington sein Herangehen an die Beilegung des Konfliktes revidieren könne.